Stopp 8 von 8

Fjällgatan

Fjällgatan

Die abschließende Panoramaaussicht ergibt sich aus zwei Entscheidungen: den Rand über dem Hafen freizuräumen und die bescheidenen Häuser gegenüber zu erhalten.

15 Min.
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Niedrige Holz- und Steinhäuser
  • Offener Rand der Terrasse
  • Runde Bronzeplatte
  • Haus Nummer 34

Die Geschichte des Ortes

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Die Straße verläuft auf einer Stufe des Stigberget, und eine ihrer Seiten wirkt fast wie ein altes Wohnviertel: niedrige Holz- und Steinhäuser, kleine Gärten, eine Museumswohnung im Haus Nummer vierunddreißig. Gegenüber weicht die geschlossene Reihe von Fassaden einer offenen Terrasse über dem Hafenwasser. Eine runde Bronzeplatte auf der Terrasse erinnert an die Gründerin des Museums, für das im obersten Stockwerk die Einrichtung einer Stadtwohnung des neunzehnten Jahrhunderts zusammengetragen wurde.

Fjällgatan bedeutet „Bergstraße“: Im Jahr achtzehnhundertfünfundachtzig benannte man so die frühere Östliche Katharinen-Kirchstraße um, die über den Felsen Stigberget führte. Die berühmte Panoramaaussicht entstand hier jedoch nicht dank eines einzigen gelungenen Namens. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts erweiterten Bauarbeiter den Hafen Stadsgården, sprengten den Hang und rissen die Häuser auf der Nordseite der Straße ab. Die Wohnbebauung verlor die Hälfte, und die Passanten erhielten einen offenen Rand über dem Wasser. Im Jahr neunzehnhundertzwölf legte man hier bereits die ersten Pflanzungen an.

Auf der anderen Seite blieben niedrige Holz- und Steinhäuser erhalten. Anna Lindhagen, Inspektorin für Pflegekinder und Mitglied des Stadtrats, sah, wie die alten Viertel Stockholms abgetragen und neu geplant wurden. Im Jahr neunzehnhundertdreizehn brachte sie den Vorschlag ein, die Bebauung von Stigberget südlich der Fjällgatan als Kulturreservat zu erhalten. Ihr ging es gerade um die bescheidenen Wohnungen: Ohne sie würden künftige Stadtbewohner Paläste und Institutionen sehen, aber nicht verstehen, wie ein gewöhnliches Stadthaus eingerichtet war.

Der Rat setzte den Vorschlag zu ihren Lebzeiten nicht um. Lindhagen schuf daraufhin direkt auf der Fjällgatan einen eigenen Beweis. Im Jahr neunzehnhundertneunundzwanzig vermietete die Stadt ihr vier Zimmer und eine Küche im obersten Stockwerk des Hauses Nummer vierunddreißig. Sie trug Möbel aus Schenkungen, aus dem Nachlass eines Antiquitätenhändlers und aus ihrem eigenen Haus zusammen, um die Wohnung einer Angestelltenfamilie aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts zu zeigen. Dann gründete sie Föreningen Stigberget, der sie die Unterhaltung des Museums anvertraute, und veranstaltete dort Musikabende und Vorträge.

Fünf Jahre später zog Lindhagen in zwei benachbarte Zimmer um. So entstand eine seltene Anordnung: Ein Teil des Stockwerks stellte das Zuhause einer anderen Familie aus einem vergangenen Jahrhundert dar, und hinter der nächsten Tür lebte die Gründerin des Museums. Nach ihrem Tod wurden auch diese Zimmer Teil der Ausstellung. Die Entscheidung für ein Kulturreservat fiel erst im Jahr neunzehnhundertsechsundfünfzig – fünfzehn Jahre nach Lindhagens Tod und dreiundvierzig Jahre nach ihrem ersten Vorschlag.

So entstand das heutige Erscheinungsbild der Fjällgatan. Auf der Wasserseite blieb der offene Rand, der nach der Freiräumung des Hangs für den Hafen entstanden war. Gegenüber stehen die Häuser und Gärten, für deren Erhaltung Lindhagen sich einsetzte. Auf der Terrasse ist ihr Gesicht auf einer runden Bronzeplatte angebracht, die einer vergrößerten Medaille ähnelt; im Haus Nummer vierunddreißig befindet sich weiterhin das von ihr geschaffene Museum.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen

Städtischer Routenpunkt; der Zugang zum Aufzug, zur Kirche, zum Museum und zum Theater verändert sich, prüfen Sie daher die aktuellen Regeln auf den offiziellen Seiten oder vor Ort.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Straße bleibt eine Wohnstraße, betreten Sie daher keine Höfe und fotografieren Sie Fenster nicht aus nächster Nähe. Der Besuch der Museumswohnung wird separat vereinbart.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beenden Sie den Spaziergang am Haus Nummer 34, zwischen dem offenen Rand über dem Hafen und der erhaltenen alten Bebauung.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Södermalm über dem Wasser: Höhen, Aufzüge und alte Straßen“ — 8 Stopps, etwa 2,7 km, 2–3 Stunden.

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