Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Schleuse
- Hochwasserentlastungskanäle
- Genieteter Aufzugsschacht
- Fußgängerbrücke
Die Geschichte des Ortes
Der Katarinahissen verbindet die Uferpromenade Stadsgården mit Mosebacke im oberen Teil von Södermalm. Der Schacht mit den Nieten und die Fußgängerbrücke sind um den Aufzug angeordnet, den jene nutzten, die schnell den Hang hinaufkommen mussten, ohne über steile Straßen und Holztreppen zu steigen. Den ersten Turm demontierte man beim Umbau von Slussen; der heutige entstand später, und nach einer langen Unterbrechung fährt in ihm wieder eine große Kabine.
Westlich von Slussen liegt das Süßwasser des Mälaren, östlich davon der brackige Saltsjön, ein Teil der Ostsee. Der See liegt höher, deshalb hebt und senkt die Schleuse Schiffe beim Übergang zwischen den beiden Gewässern. Von dieser Funktion stammt der Name des ganzen Ortes: Slussen bedeutet „die Schleuse“. Heute wird hier über die Hochwasserentlastungskanäle auch der Pegel des Mälaren geregelt, indem überschüssiges Wasser ins Meer abgeleitet wird.
Über der Schleuse erhebt sich der Katarinahissen. Zwischen der Uferpromenade Stadsgården und Mosebacke liegen vertikal etwa fünfunddreißig Meter. Im neunzehnten Jahrhundert überwand man diesen Höhenunterschied über steile Straßen und Holztreppen.
Der private Ingenieur Knut Lindmark beschloss, den Stadtbewohnern einen kurzen Weg nach oben zu verkaufen. Er bemühte sich um die Genehmigung, einen Turm mit Aufzug und eine Fußgängerbrücke von der Anlegestelle nach Mosebacke zu bauen. Der Stadtrat erteilte im Mai eintausendachthunderteinundachtzig seine Zustimmung, doch private Geldgeber finanzierten den Bau. Lindmark gründete das Mosebacke gångbroaktiebolag und überzeugte Investoren, einhundertachtzigtausend Kronen beizusteuern. Dieses Geld sollte durch einen kleinen Preis für jede Fahrt zurückfließen.
Am neunzehnten März eintausendachthundertdreiundachtzig stiegen die ersten Fahrgäste in zwei Kabinen. In jede passten zwölf Personen und ein Schaffner. Eine Dampfmaschine beförderte sie in fünfundvierzig Sekunden nach oben. Die Fahrt nach oben kostete fünf Öre, nach unten drei: Lindmark verstand, für welche Richtung die Menschen bereitwilliger zahlten. Schon im ersten Monat nutzten täglich etwa eintausendfünfhundert Menschen den Aufzug, und die Aktionäre erhielten gute Dividenden. Die Stadtbewohner kauften sich fünfundvierzig Sekunden statt des Aufstiegs am Hang.
Katarina im Namen gab es schon vor dem Aufzug. Den östlichen Teil von Södermalm gliederte man eintausendsechshundertvierundfünfzig als eigene Katarina församling aus und benannte ihn nach der schwedischen Prinzessin Katharina von Schweden, der verstorbenen Mutter von Karl X. Gustav. Der Name ging auf die Gemeinde, den Hügel und dann auf den Aufzug über; das schwedische Wort „hissen“ bedeutet „Aufzug“.
Lindmarks Turm steht nicht mehr hier. Man demontierte ihn eintausendneunhundertdreiunddreißig beim Umbau von Slussen. Der offene genietete Schacht vor uns gehört zum nächsten Aufzug, der eintausendneunhundertsechsunddreißig in Betrieb genommen wurde. Nach einer dreizehnjährigen Unterbrechung installierte man in ihm eine große Kabine und begann im Herbst zweitausenddreiundzwanzig wieder, Menschen zu befördern. Lindmark verlangte für die Auffahrt fünf Öre; heute bleibt sein kurzer Weg durch denselben Felsen kostenlos.
Praktisch vor Ort
Städtischer Punkt der Route; der Zugang zum Aufzug, zur Kirche, zum Museum und zum Theater ändert sich, daher prüfen Sie die aktuellen Regelungen auf den offiziellen Seiten oder vor Ort.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Orientieren Sie sich an den aktuellen Wegweisern: Wegen Bauarbeiten können sich die Durchgänge ändern. Planen Sie die Route nicht unter der Annahme, mit dem Aufzug fahren zu können.
