Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Alte Apfelbäume
- Gewächshäuser
- Offene Beete
- Steinofen der Bäckerei
Die Geschichte des Ortes
Gewächshäuser, Obstbäume und Gemüseanbauflächen sind vom Lehrbetrieb beim Rosendals slott geblieben. Künftige Berufsgärtner wurden hier an lebenden Pflanzungen unterrichtet: Der Wintergarten war für Klassenräume vorgesehen, und ringsum pflanzte man Tausende Bäume und Sträucher. Nach der Schließung der Schule wurde das Land an private Betriebe vermietet, doch die Apfelbäume der ersten Pflanzung tragen weiterhin Früchte. Die Bäckerei baute man um einen bereits fertigen sechzehn Tonnen schweren Steinofen herum.
Gewächshäuser, Beete, Obstgarten, Café, Laden und Bäckerei werden von einer einzigen Stiftung betrieben. Die Ernte gelangt in die Küche und auf den Ladentisch, die Einnahmen finanzieren die Pflege der Pflanzungen, und Speisereste kehren als Kompost auf die Beete zurück. Dieses System erdachten Gärtner, denen zu Beginn der achtziger Jahre einige baufällige Gewächshäuser und ein verfallender Betrieb in die Hände gefallen waren.
Der Gartenbau hatte sich hier viel früher durch einen Vertrag der verwitweten Königin Josefina etabliert. Im Jahr tausendachthunderteinundsechzig musste sie den Park beim benachbarten Rosendals slott unterhalten. Der Svenska Trädgårdsföreningen fehlte dagegen Platz für eine Schule. Josefina überließ der Gesellschaft für fünfzig Jahre eine Terrasse, den Hof bei den Stallungen, einen Teil der Wiese, den Wintergarten und die Gewächshäuser. Dafür pflegten die Gärtner den Schlosspark.
Der Wintergarten wurde zu einem Unterrichtsgebäude umgestaltet. Beim Schloss pflanzte man etwa zweitausend Bäume und Sträucher: Die Schüler konnten die Pflanzen nicht anhand von Zeichnungen, sondern durch Anbauen und Beschneiden studieren. Von tausendachthundertzweiundsechzig bis tausendneunhundertelf bestand hier Schwedens erste Berufsschule für Gärtner. Ihre Absolventen eröffneten eigene Betriebe und erhielten Stellen als Stadtgärtner; einer von ihnen, Alfred Medin, war später fast vierzig Jahre lang für die öffentlichen Pflanzungen Stockholms verantwortlich.
Als der fünfzigjährige Vertrag endete, zog die Gesellschaft weg, und die Schule wurde geschlossen. Kungliga Djurgårdens Förvaltning begann, die Flächen an private Gartenbaubetriebe zu vermieten. Zu Beginn der achtziger Jahre war das frühere System erschöpft. Der Stadtgärtner Stockholms schlug vor, für Rosendals trädgård eine andere Aufgabe zu finden, und wandte sich an das Gartenbauseminar in Järna.
Dort arbeiteten Lars Krantz und Pål Borg, junge Gärtner mit einer Ausbildung in biologisch-dynamischer Landwirtschaft. Sie wollten in der Stadt einen offenen Betrieb einrichten, in dem der Pflanzenanbau zugleich Menschen ernähren und als Unterricht dienen sollte. Im Jahr tausendneunhundertzweiundachtzig gründeten Krantz und Borg die Stiftung „Stiftelsen Rosendals Trädgård“, und im folgenden Frühjahr führten sie hier die erste Aussaatsaison durch.
Land und Gebäude erhielten sie nicht als Eigentum: Die Stiftung wurde Mieterin von Kungliga Djurgårdens Förvaltning. Private Eigentümer, an die ein Gewinn hätte ausgezahlt werden können, gab es ebenfalls nicht. Der Unterhalt des Gartens sollte durch den Verkauf von Pflanzen und Gemüse, durch Kurse und durch Essen für Besucher finanziert werden. So wurden Café und Laden Teil des Betriebssystems: Ohne ihre Einnahmen hätte die Stiftung den öffentlich zugänglichen Garten nicht pflegen können. Auch heute kommt sie ohne dauerhafte staatliche und kommunale Zuschüsse aus und verwendet einen möglichen Überschuss wiederum hier.
Die biologisch-dynamische Methode bedeutet auf diesen Beeten ganz materielle Handgriffe. Die Gärtner wechseln Kulturen ab, säen Pflanzen zur Düngung des Bodens aus, stellen Kompost her und bringen Mist von den Tieren aus Skansen herbei. Gemüse, Kräuter und Obst gelangen in den Laden oder in die Küche. Im Jahr tausendneunhundertachtundneunzig mauerte man für die Bäckerei zunächst einen sechzehn Tonnen schweren Steinofen und errichtete anschließend ein Gebäude um ihn herum.
Unter den heutigen Apfelbäumen stehen noch Bäume, die im Jahr tausendachthunderteinundsechzig gepflanzt wurden, als Josefina dieses Land der Gartenbaugesellschaft überließ. Ihre Äpfel werden hier weiterhin geerntet und gepresst; Reste aus der Küche gelangen in eine Kompostmaschine, und den entstandenen Kompost tragen die Gärtner zurück auf die alten Lehrfelder.
Praktisch vor Ort
Die Gartenbereiche sind tagsüber zugänglich. Café und Pflanzenladen täglich 11:00–17:00; Hofladen und Holzofenbäckerei täglich 10:00–17:00. Feiertagsbedingte Schließungen und private Veranstaltungen prüfen Sie auf der offiziellen Website.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der Garten bleibt ein arbeitender Betrieb: Gehen Sie auf den erlaubten Wegen, betreten Sie die Beete nicht und erkundigen Sie sich vor Ort, welche saisonalen Aktivitäten angeboten werden. Café, Bäckerei und Schnittblumenverkauf können eigenen Öffnungszeiten folgen; planen Sie sie daher nicht als unverzichtbaren Teil des Abschlusses ein.
