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Goldenes Tor

Zlatna vrata

Die Haupteinfahrt wird die Größe der Residenz vor Augen führen und die Frage aufwerfen, warum ihr Herrscher nicht an die Macht zurückkehrte.

14 Min.
Nordfassade des Goldenen Tors des Diokletianpalasts mit vier leeren Nischen.
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Worauf achten

  • Äußerer Bogen
  • Steinerne Postamente über dem Bogen
  • Schlitze des Fallgitters
  • Innerer Hof des Durchgangs

Die Geschichte des Ortes

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Gold gab es hier nie: Den Namen Goldenes Tor erhielt das Tor erst im sechzehnten Jahrhundert unter venezianischem Einfluss. In der Römerzeit führte dieser nördliche Durchgang zur Straße nach Salona, der Hauptstadt von Dalmatia; im Mittelalter nannte man ihn das Römische Tor. Die äußeren Türen führten in einen geschlossenen Hof, hinter dem eine zweite Sperre stand, und die Wache oben konnte ein Fallgitter herablassen. Zu beiden Seiten schützten zwei achteckige Türme den Durchgang, und über dem Bogen sind vier steinerne Postamente von einem Entwurf erhalten, der möglicherweise nie in Statuen umgesetzt wurde.

Am ersten Juni des Jahres dreihundertfünf ging Diokletian durch dieses Tor – ein römischer Kaiser, der einen Monat zuvor freiwillig auf den Thron verzichtet hatte. Vor ihm verließen Kaiser dieses Amt gewöhnlich nach einem Mord, einer Niederlage oder ihrem Tod. Diokletian ging lebend und nach einer zuvor angekündigten Ordnung.

Er bereitete diesen Wechsel viele Jahre lang vor. Das Reich wurde von vier Männern regiert: zwei älteren Kaisern und zwei jüngeren Mitkaisern, die von ihnen zu ihren Nachfolgern bestimmt worden waren. Diese Ordnung nannte man später Tetrarchie, die Herrschaft von vier. Diokletian rechnete damit, dass die Älteren eines Tages zurücktreten würden, die Jüngeren ihre Plätze einnähmen und an ihrer Stelle die Nächsten ausgewählt würden. Die leiblichen Söhne der Herrscher erhielten keinen Vorrang.

Der Palast in Split wurde gerade für Diokletians Rückzug gebaut. Das Goldene Tor weist zur Straße nach Salona, der Hauptstadt des römischen Dalmatia und der Heimat des Kaisers nahe dem heutigen Solin. Es war der wichtigste Zugang auf dem Landweg: Die äußeren Türen ließen den Ankommenden in einen geschlossenen Hof, davor warteten zweite Türen, und die Wache oben konnte ein Fallgitter herablassen. Zu beiden Seiten standen zwei achteckige Türme. Durch einen solchen Eingang gelangte Diokletian nicht in ein vorübergehendes Versteck, sondern in eine Residenz für einen Mann, der seine kaiserlichen Ehren behielt, obwohl er nicht mehr über Armeen und Beamte befehligte.

Am ersten Mai versammelte er im fernen Nikomedia Soldaten, erklärte, er sei krank und müde, nannte die neuen Herrscher, stieg von der Tribüne herab und setzte sich in einen Wagen. Am selben Tag legte auch Maximian, sein westlicher Mitkaiser, den Kaisertitel nieder. Einen Monat später trat Diokletian hier in sein neues Leben ein.

Die Prüfung seiner Ordnung begann fast sofort. Einer der neuen älteren Kaiser starb, und die Soldaten riefen seinen Sohn Konstantin zum Kaiser aus, obwohl Diokletian den Platz für einen anderen vorgesehen hatte. In Rom erklärte sich Maxentius, der Sohn des zurückgetretenen Maximian, zum Kaiser. Maximian kehrte zurück, um seinen Sohn zu unterstützen, und legte wieder das kaiserliche Purpurgewand an. Anstelle von vier zuvor ausgewählten Herrschern traten Rivalen mit Armeen und familiären Ansprüchen auf.

Diokletian wurde aus Split zu einer Zusammenkunft ehemaliger Mitkaiser gerufen. Er half dabei, Maximian zum zweiten Mal zum Verzicht zu zwingen, weigerte sich aber selbst zurückzukehren. Ein spätantiker Autor schrieb ihm die Antwort zu: Wenn seine Gesprächspartner das Gemüse sähen, das er mit eigenen Händen in Salona angebaut habe, würden sie ihn nicht überreden, wieder Kaiser zu werden. Dies ist eine literarisch bearbeitete Erzählung, die Jahrzehnte später aufgezeichnet wurde, keine Mitschrift eines Gesprächs. Diokletians eigene Entscheidung wird durch sein Handeln bestätigt: Den Titel nahm er nie wieder an und kehrte in diesen Palast zurück.

Maximian konnte es in der Zurückgezogenheit nicht aushalten. Er versuchte, Konstantin den Titel zu nehmen, verlor und wurde zum Tod gezwungen. Maxentius kam im Krieg gegen denselben Konstantin ums Leben. Konstantin wurde schließlich Alleinherrscher. Diokletian erlebte dies nicht mehr: Seine letzten Jahre verbrachte er hier, hinter dem Tor, durch das er nach seinem Verzicht eingetreten war.

Die Römer nannten diesen Durchgang das Nördliche Tor, im Mittelalter das Römische Tor. Die Bezeichnung „Goldenes“ kam erst im sechzehnten Jahrhundert unter venezianischem Einfluss auf; goldenen Schmuck gab es hier nicht. Über dem Bogen sind vier steinerne Postamente erhalten, die man mit den geplanten Bildnissen von vier Herrschern in Verbindung bringt. Restauratoren fanden keine Spuren einer Befestigung der Statuen; daher ist unbekannt, ob sie überhaupt noch aufgestellt wurden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktPeristyl
Eintrittfrei zugänglich

Rund um die Uhr als Teil einer Stadtstraße.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Fassade von außen, vom Denkmal für Grgur Ninski aus: Im eigentlichen Durchgang ist es eng, und ständig gehen Menschen hindurch. Bleiben Sie nicht mitten im Durchgang stehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie in den Palast und folgen Sie der geraden Straße bis zur Kolonnade des Peristyls.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie der Diokletianpalast zu Split wurde“ — 9 Stopps, 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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