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Puerta del León

Puerta del León

Das Keramikpaneel zeigt, wie man das Bild bewahrte und die Anerkennung für die Arbeit verteilte.

15 Min.
Puerta del León des Alcázar von Sevilla in Sevilla
José Luis Filpo Cabana · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Bogen des Haupteingangs
  • Keramikpaneel
  • Gekrönter Löwe mit Kreuz
  • Signaturen von Gestoso und der Fábrica de los Hermanos Mensaque

Die Geschichte des Ortes

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Durch den breiten Bogen mit dem gekrönten Löwen strömt heute der Besucherstrom des Alcázar von Sevilla, und im Mittelalter endete hier der zeremonielle Weg der Monarchen von der Kathedrale von Sevilla zum königlichen Palast. Alte Dokumente nannten den Durchgang Montería; vielleicht versammelten sich dahinter die Jäger vor dem Ausritt, obwohl sich der Ursprung dieses Namens nicht mehr genau feststellen lässt. Später machte man den Zugang von der Seite des Patio de Banderas zur wichtigsten Einfahrt, und dieser Bogen trat für zwei Jahrhunderte in den Hintergrund. Der Löwe mit dem Kreuz über dem Eingang festigte den heutigen Namen des Tores und machte es wieder zur repräsentativen Schwelle des Palasts.

Im Jahr achtzehnhundertsechsundsiebzig stieg der Hofmaler Joaquín Domínguez Bécquer zu dem Bild über diesem Eingang hinauf. Auf dem Putz war ein gekrönter Löwe mit einem Kreuz gemalt. Die Farbe blätterte ab, und Bécquer, der die Malerarbeiten des Alcázar von Sevilla leitete, erneuerte sie. Schon damals konnte niemand den Ursprung der Zeichnung mit Sicherheit benennen. Bekannt ist nur, dass der Reisende Richard Ford den Löwen hier bereits im Jahr achtzehnhundertzweiunddreißig skizzierte.

Bécquers Reparatur hielt weniger als zwei Jahrzehnte. Sonne und Regen beschädigten das Bild über dem offenen Bogen erneut. Der historische Berater des Alcázar von Sevilla, José Gestoso, schlug vor, es auf gebrannte Keramik zu übertragen. Die Ausführung der Zeichnung wurde Manuel Tortosa anvertraut, einem Künstler der Fábrica de los Hermanos Mensaque in Triana. Für Tortosa waren Bemalungen auf Fliesen Handwerk und Erwerb; Gestoso bestimmte, welches historische Bild bewahrt werden sollte.

So entstand der heutige Löwe: eine Krone auf dem Kopf, ein Kreuz in der rechten Pranke, ein besiegtes Banner unter der linken. Auf dem Band über seiner Brust steht „Ad utrumque“ – „zu beidem“, die verkürzte Formel „für das eine wie das andere bereit“. Dieses Zeichen sollte den Eintretenden begrüßen und dabei als Wächter des königlichen Palasts dienen. Unten auf dem Paneel sind Gestoso, die Fábrica de los Hermanos Mensaque und das Jahr achtzehnhundertvierundneunzig angegeben. Der Name Tortosas, der die Zeichnung auf die Fliesen übertrug, erscheint in der Signatur nicht.

Bis zum neunzehnten Jahrhundert nannten Dokumente diesen Durchgang Puerta de la Montería, also Jagdtor. Dahinter versammelten sich die königlichen Jäger vor dem Ausritt, obwohl Historiker warnen: Den genauen Ursprung des alten Namens kann man nicht mehr beweisen. Im neunzehnten Jahrhundert sprachen Schriftsteller und Verfasser von Reiseführern immer häufiger von der Puerta del León. Das Keramikpaneel festigte diesen Namen, entstand jedoch später als er.

Im Mittelalter betrat man durch diesen Bogen den christlichen Alcázar von Sevilla; hier endete der feierliche Weg der Monarchen von der Kathedrale von Sevilla zum Palast. Danach machte man für zwei Jahrhunderte einen anderen Zugang zur wichtigsten Einfahrt, von der Seite des heutigen Patio de Banderas. Heute lässt man die Besucher wieder durch die Puerta del León eintreten.

Auch die gebrannte Keramik musste gerettet werden. Im Jahr zweitausendsieben bemerkte der Verwalter des Alcázar von Sevilla, José María Cabezas, bei einem gewöhnlichen Rundgang, dass sich die Fliesen von der Mauer lösten. Die Restauratoren befestigten mehr als dreihundert Teile, eines nach dem anderen. Über dem Haupteingang ist die Arbeit von Manuel Tortosa aus der Fábrica erhalten geblieben, und unten liest man weiterhin den Namen des Mannes, der sie leitete.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktPatio de Banderas
Eintrittfrei zugänglich

Der Außenbereich am Eingang ist frei zugänglich. Der Eintritt in den Alcázar von Sevilla erfolgt separat nach Saisonplan: 01.04—30.09 gewöhnlich 09:30—19:00, 01.10—31.03 gewöhnlich 09:30—17:00; die Kasse befindet sich im Patio de Banderas, Kartenzahlung. Geprüft am 2026-06-29.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Das Tor ist von außen gut zu sehen; stellen Sie sich nicht in die Warteschlange am Eingang, wenn Sie den Alcázar von Sevilla nicht mit einer separaten Eintrittskarte besuchen wollen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Betreten Sie nicht den Palast: Gehen Sie an der Mauer entlang zum Bogen des benachbarten Hofs.

Stopp 6 von 7Weiter: Patio de Banderas

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Sevilla zwischen Kathedrale, Archivo General de Indias und Alcázar von Sevilla“ — 7 Stopps, etwa 600 m, 2,5—3,5 Stunden.

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