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Runder Turm

Круглая башня

Diese Station verbindet die verschwundene Stadtmauer mit einem Turm, für den die Einwohner eine einträgliche Nutzung fanden.

15 Min.
Der Runde Turm im historischen Zentrum von Wyborg
Sergey Galchenkov · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Steinerner zylindrischer Turm
  • Verlauf der Stadtmauer und des Viehtors im Pflaster
  • Dichtes Mauerwerk am Eingang

Die Geschichte des Ortes

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Im Jahr neunzehnhundert stellte der Architekt Waldemar Aspelin nebenan das Gebäude der Nordischen Bank fertig und forderte, den Runden Turm zu entfernen. Er verdeckte den Haupteingang und verhinderte, dass man die neue Fassade als Ganzes sehen konnte. Für Aspelin war er ein alter steinerner Koloss, der gerade am denkbar ungeeignetsten Ort stand.

Als der Turm gebaut wurde, war sein Standort hingegen genau richtig. Mitte des sechzehnten Jahrhunderts befestigte der schwedische König Gustav Wasa die östliche Zufahrt nach Wyborg, und der Festungsingenieur Hans Bergen setzte einen runden Geschützturm vor die Stadtmauer, zum Viehtor hin. Von hier aus konnten die Artilleristen entlang der Mauer auf diejenigen schießen, die dicht an sie herangekommen waren. Der runde Grundriss ließ die Geschosse von der Mauer abgleiten, und die bis zu vier Meter dicken Wände hielten dem Beschuss stand.

Dann wurden die Befestigungsanlagen abgetragen, um Platz für Straßen und den Marktplatz zu schaffen. Auf dem Pflaster vor dem Eingang ist heute der Verlauf der verschwundenen Mauer und des Tores nachgezeichnet. Der Turm blieb allein zurück: Zunächst bewahrte man darin Waffen auf, später Waren und Gartengeräte. Was früher die Zugänge zur Stadt kontrollieren ließ, behinderte nun den Verkehr und verdeckte die Bankfassade. Ein Teil der städtischen Verwalter stimmte dem Abriss zu.

Der Wyborger Architekt Uno Ullberg suchte für den Turm eine Nutzung, wegen der die Einwohner bereit wären, ihn zu unterhalten. Gleichzeitig brauchte der örtliche Technische Klub einen festen Raum für Versammlungen. Ullberg verband diese Aufgaben: Der Klub gründete eine eigene Aktiengesellschaft, erhielt die Genehmigung der Kommission für alte Denkmäler und mietete den Turm für dreißig Jahre von der Stadt. Das war nicht länger ein Aufruf, das Alte zu bewahren, sondern eine finanzielle Verpflichtung.

Ullberg ließ außen die schwere steinerne Hülle bestehen und richtete innen ein Restaurant, Klubräume und eine Bibliothek ein. Im oberen Saal nahm man die massive zentrale Stütze auseinander und ersetzte sie durch vier Säulen, damit etwa einhundertfünfzig Personen an Tischen Platz nehmen konnten. Aus der Küche wurden die Speisen mit einem kleinen Aufzug hinaufbefördert: Die Kellner in historischen Kostümen mussten die Tabletts nicht über die engen Treppen tragen. Am achtzehnten November neunzehnhundertdreiundzwanzig eröffnete das Restaurant, und der Turm wurde zu einem Ort für Mittagessen, Sitzungen und Stadtfeste.

Die Kriegsjahre unterbrachen dieses Leben, die Innenräume wurden beschädigt, und im Inneren richtete man wieder ein Lager ein. In den siebziger Jahren stellte der Architekt Wiktor Dmitrijew die Nutzung als Restaurant wieder her, und im Jahr neunzehnhundertsechsundsiebzig empfingen die Säle erneut Besucher. Die Nordische Bank Aspelins steht weiterhin hinter dem runden steinernen Koloss. Und hinter der Tür des Turms arbeitet ein Restaurant – genau jene Nutzung, die Ullberg vor mehr als einem Jahrhundert für ihn erdacht hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktGranitpalast und Nordwall
Eintrittvon außen; innen ein Restaurant

Das Restaurant im Turm ist gewöhnlich 12:00–23:00 geöffnet; die Außenbesichtigung ist jederzeit frei möglich.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Innenraum wird von einem Betrieb genutzt und ist kein ständig geöffnetes Museum. Wenn Sie die historischen Ausmalungen sehen möchten, erkundigen Sie sich im Voraus nach der Möglichkeit eines Zutritts.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie weiter entlang der Bucht bis zu einem Haus mit Granitverkleidung und einem Segelschiff an der Fassade.

Stopp 3 von 9Weiter: Granitpalast und Nordwall

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wyborg: alte Stadt, Burg und Monrepos“ — 9 Stopps, 7,5–8,5 km zu Fuß, mit kurzer Busfahrt oder Taxifahrt nach Monrepos, 5,5–6,5 Std..

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