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Nikolai-Marinekathedrale

Морской Никольский ставропигиальный собор

Sie werden die Kirche als namentliches Denkmal für Seeleute sehen und die Geschichte der verlorengegangenen Verzeichnisse verfolgen.

35–50 Min.
Die Nikolai-Marinekathedrale mit einer großen Kuppel über dem Ankerplatz.
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Worauf achten

  • Schwarze Gedenktafeln
  • Zeilen mit Namen und Dienstgraden
  • Hauptaltar

Die Geschichte des Ortes

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Am fünfzehnten Oktober tausendachthundertsechsundneunzig legte Vizeadmiral Nikolai Kasnakow, Oberbefehlshaber des Hafens von Kronstadt, dem Marineminister den Plan und den Kostenvoranschlag für eine neue Kathedrale vor. Kasnakow setzte sich dafür ein, dass Seeleute hierher zum Beten kamen und an den Wänden die Namen von Menschen lasen, die im Dienst ums Leben gekommen waren. Die frühere Holzkirche fasste die gewachsene Flotte nicht mehr, und die Seeleute hatten kein gemeinsames namentliches Denkmal.

Kasnakow schlug einen Platz auf dem Ankerplatz vor. Hier bewahrte man alte Schiffsanker auf; ringsum standen Einrichtungen des Marineamts, und die Größe des Platzes erlaubte es, ganze Besatzungen vor der Kirche zu versammeln. Als der Staat die ersten Mittel bereitstellte, kamen nach einem Gottesdienst etwa vierzehntausend Menschen aus Flottenbesatzungen und Ausbildungseinheiten hierher. Sie trugen unentgeltlich die oberste Erdschicht ab und räumten die Baustelle.

Die Bediensteten des Marineamts beschlossen, jährlich ein Viertelprozent ihres Gehalts, ihres Verpflegungsgeldes und ihrer Marinebezüge für die Kathedrale abzuführen. Die Abzüge liefen von tausendachthundertachtundneunzig bis Anfang neunzehnhundertvierzehn und erbrachten zweihundertachtzigtausend Rubel. Die übrigen Kosten übernahm die Staatskasse: Der gesamte Bau kostete fast zwei Millionen. Kasnakow erlebte das Ergebnis nicht mehr – er starb tausendneunhundertsechs, sieben Jahre vor der Weihe.

Für die Gedenktafeln zog das Marineministerium den General Apollon Krotkow, einen Flottenhistoriker, heran. Er sollte entscheiden, wen und wie man in die Wände der Kathedrale eintrug. Krotkow stellte ein Verzeichnis der Gefallenen zusammen, das mit dem Jahr sechzehnhundertfünfundneunzig begann. Bei Offizieren verzeichnete man Name, Dienstgrad, Datum und Umstände des Todes. So erschienen etwa tausend Namen von Menschen verschiedener Konfessionen – Menschen, die in Kämpfen, bei der Erfüllung ihrer Pflichten oder an ihren Wunden gestorben waren.

Matrosen und andere untere Dienstgrade wurden fast nicht namentlich verzeichnet: Auf den Tafeln stand die Gesamtzahl der Gefallenen und Verwundeten in jeder Schlacht. Krotkow bestand darauf, auch die Verwundeten zu berücksichtigen. Er begründete dies ganz konkret: Bei der damaligen Schiffsmedizin und den Verhältnissen an Bord überlebten untere Dienstgrade eine schwere Verwundung nur selten. Ihre Namen blieben oft außerhalb der Dokumente, doch die Zahl der Menschen sollte an der Wand bleiben.

Entlang der unteren Galerie stellte man einhundertdreißig schwarze Marmortafeln auf. Für die gefallenen Schiffsgeistlichen bereitete man weiße Tafeln vor. Der Hauptaltar wurde Nikolaus dem Wundertäter geweiht, den Seeleute als Schutzpatron der Seefahrer verehrten. Daher der vollständige Name: Marinekathedrale des Nikolaus der Wundertäter.

Nach der Schließung der Kirche im Jahr tausendneunhundertneunundzwanzig entfernte und zerstörte man die Gedenktafeln. Mehrere Exemplare übergab man dem Zentralen Marinemuseum, doch später gingen auch sie verloren. Von dem echten schwarzen Marmor mit Krotkows Verzeichnissen ist hier nichts erhalten.

In den neunzehnhundertneunziger Jahren erarbeitete die Forscherin zur Geschichte Kronstadts Jelena Isakowa anhand von Archivdokumenten ein Projekt zur Wiederherstellung der Tafeln. Bei der Restaurierung brachte man die Verzeichnisse wieder an den Wänden an, und in der Kathedrale begann man erneut, der gefallenen Seeleute zu gedenken. Die schwarzen Platten im Inneren wurden neu angefertigt; Namen, Dienstgrade und Todesumstände wurden aus dem Verzeichnis rekonstruiert, das Apollon Krotkow vor mehr als einem Jahrhundert für diesen Ort zusammengestellt hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort35–50 Min.
Nächster PunktDie Kronstädter Admiralität und der Kronstädter Obwodnykanal
Eintrittfrei zugänglich

Täglich 10:00–19:00; Gottesdienste beginnen gewöhnlich um 10:00 und 18:00.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Wenn die Kathedrale für Besucher geöffnet ist, denken Sie daran, dass dies eine Kirche ist: Beachten Sie die geltenden Regeln und stören Sie den Gottesdienst nicht. Das Makarow-Denkmal und die äußere Architektur können unabhängig vom Eintritt besichtigt werden.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie nach der Kathedrale den Platz zu den Ziegellagern am Kanal.

Stopp 7 von 8Weiter: Die Kronstädter Admiralität und der Kronstädter Obwodnykanal

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kronstadt: Seefestung und Stadt der Flotte“ — 8 Stopps, 3,3 km, 4–5 Std..

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