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Kremlwall und Graben

Вал и ров

Ermöglicht, die Verteidigung des Kremls am erhaltenen Relief nachzuvollziehen, obwohl Mauern und Tore nicht mehr da sind.

15 Min.
Erdwall im Vordergrund und die Kathedralen des Rjasaner Kremls dahinter
Елена Нечипоренко · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Grasbewachsener Wallkamm
  • Senke des Grabens
  • Hänge der Befestigung
  • Glebowski-Brücke

Die Geschichte des Ortes

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Hier verlief die Linie der Kremlbefestigungen. Der grasbewachsene Wall erhebt sich noch über der Senke des ehemaligen Grabens, und die Glebowski-Brücke überspannt diesen Bruch im Relief. Von Mauern, Toren und Festungsgeschützen ist nichts geblieben, doch die Erde selbst hat die Form der alten Verteidigung bewahrt.

Der grasbewachsene Kamm ist durch eine tiefe Senke von der Stadt getrennt. Im Jahr eintausendfünfhunderteinundzwanzig stand auf dem Wall eine hölzerne Mauer, unten befand sich ein mit Wasser gefüllter Graben, und in die Festung gelangte man über eine Brücke zum Tor. Diese Engstelle ermöglichte es einst einigen Verteidigern, ein Heer aufzuhalten, vor dem Moskau kurz zuvor zurückgewichen war.

Der Krim-Khan Mehmed Giray kehrte von einem großen Feldzug zurück. Der Moskauer Herrscher Wassili III. hatte nicht rechtzeitig genügend Kräfte sammeln können und stellte dem Khan eine Urkunde aus, in der er sich als dessen Tributpflichtiger anerkannte. Mit diesem Dokument rückte Mehmed Giray bis Pereslawl-Rjasanski vor und forderte Lebensmittel. Die Stadt befehligte Iwan Chabar Simski, ein Moskauer Woiwode, der entsandt worden war, das erst kürzlich angeschlossene Land Rjasan zu halten. Der Khan befahl ihm, als Untergebener eines Tributpflichtigen zu erscheinen.

Chabar antwortete, von einer solchen Abhängigkeit wisse er nichts, und bat darum, die ursprüngliche Urkunde zu zeigen. Der Bote des Khans brachte die Schriftrolle zum Tor. Der Woiwode nahm sie hinter die Mauer und weigerte sich, sie zurückzugeben.

Darauf beschlossen die Belagerer, sich den einzigen Durchgang über den Graben zunutze zu machen. Einigen Gefangenen erlaubten sie, zum Tor zu fliehen, und hinter ihnen näherte sich der Brücke eine Menge Krieger: Sie forderten die Auslieferung der Flüchtlinge und rechneten damit, in dem Tumult die Wache niederzumachen. Graben und Wall ließen es nicht zu, das Tor seitlich zu umgehen, deshalb entschied sich alles auf dem schmalen Zugang.

Der Büchsenmeister Ioann Iordan, ein Deutscher in russischen Diensten, der hier für die Festungsgeschütze zuständig war, wartete nicht auf einen Befehl und feuerte auf die vor dem Tor Versammelten. Die Angreifer wichen zurück. Mehmed Giray verlangte die Auslieferung des Büchsenmeisters, doch Chabar ließ ihn am Leben und verweigerte dem Khan dies erneut.

Bald hob der Khan die Belagerung auf: Aus seinen eigenen Herrschaften kamen Nachrichten über einen Angriff astrachanischer Abteilungen. Die erbeutete Urkunde brachte man nach Moskau und vernichtete sie, sodass das Versprechen, Tribut zu zahlen, ohne Dokument blieb. Chabar wurde zum Bojaren ernannt; Iordan blieb im Dienst.

Die hölzerne Mauer, das Tor und die Geschütze gibt es hier nicht mehr. Erhalten blieben die Erde, auf der die Verteidiger standen, und die Senke des ehemaligen Grabens, die die Krieger des Khans im Jahr eintausendfünfhunderteinundzwanzig zwang, sich im Wirkungsbereich eines einzigen Schusses zu versammeln.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktGlebowski-Brücke und Kathedralenglockenturm
Eintrittfrei zugänglich

Offener Punkt im Gelände; der Zugang hängt vom Zustand des Pfades und vom Wetter ab.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Steigen Sie nicht den rutschigen Hang hinauf und kürzen Sie den Weg nicht ab: Wasser und ausgetretene Rinnen zerstören den Erdwall.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur steinernen Überquerung hinab und bleiben Sie vor dem Bogen des Glockenturms stehen.

Stopp 2 von 8Weiter: Glebowski-Brücke und Kathedralenglockenturm

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Rjasaner Kreml: Festung am Trubesch“ — 8 Stopps, ca. 1,6 km, 2 Std. 30 Min..

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