Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bootsanlegestelle
- Uferlinie
- Offenes Wasser des Nerosees
Die Geschichte des Ortes
Im Winter von neunzehnhundertelf auf neunzehnhundertzwölf baute Trunow, ein Kaufmann aus dem Dorf Worscha am See, am Rostower Ufer bei dieser Anlegestelle einen Schleppdampfer mit Eisenrumpf. Von hier aus sollte er zwei Frachtfähren über den Nerosee führen: mit Wagen, Pferden, Menschen und Waren für den Rostower Markt.
Eine solche Fährverbindung durfte man nicht frei eröffnen. Im Jahr siebzehnhundertneun übertrug Zar Pjotr I. den Einwohnern des Dorfes Ugoditschi am gegenüberliegenden Ufer das ausschließliche Recht, im Nerosee zu fischen sowie Menschen und Fracht über den See zu befördern. Die Bauern aus Ugoditschi nahmen Geld für die Überfahrt und fuhren in großen Ruder- und Segelbooten, den Sominen, nach Rostow. Als der Kaufmann Jemeljanow aus Rybinsk hier den ersten Dampfer einsetzte, musste er den Inhabern dieses Rechts zahlen.
Später übernahm der Kaufmann Michail Fafurin aus Ugoditschi den Fährbetrieb. Sein hölzerner Schleppdampfer „Nikolai I.“ zog zwei Fähren, auf jeder fanden bis zu vierzig Fuhrwerke Platz. An Markttagen machte er vier Fahrten. Besonders viel Arbeit fiel im Herbst an, wenn die Bauern ihre Ernte und gewerbliche Waren nach Rostow brachten. Alle Menschen auf dem Dampfer stammten aus Ugoditschi, und nachts kehrte das Schiff an ihr Ufer zurück. Rostow diente als Markt, doch selbst die städtische Anlegestelle blieb ein Ende einer fremden ländlichen Fährverbindung.
Der alte Schleppdampfer fuhr langsam und musste oft repariert werden. Trunow baute bei der Rostower Anlegestelle ein neues Schiff mit Eisenrumpf und nannte es „Rostow Weliki“. Mit zwei beladenen Fähren im Schlepp überquerte es den See in vierzig Minuten statt wie zuvor in mehr als einer Stunde. Danach zerlegte Fafurin den hölzernen Dampfer, die Lastkähne und die Fähren: Einen Teil verkaufte er, der Rest wurde zu Brennholz.
Die eiserne „Rostow Weliki“ fuhr auch nach der Revolution weiter. Zuerst benannte man sie in „Morgenröte der Freiheit“ um, dann in „Udarnik“. Neben den Fähren schleppte sie gewaltige Bündel von Flößholz zur Stadt, damit die Einwohner von Rostow Brennholzvorräte anlegen konnten. Im Jahr neunzehnhundertachtundfünfzig stellte man das Schiff von Holzfeuerung auf Kohle um, doch bald darauf gab der neue Leiter der Verwaltung der kleinen Flüsse den gesamten Dampfer im Rahmen einer Kampagne zum Sammeln von Altmetall zum Verschrotten.
An der Podosjorka gibt es noch immer eine Bootsanlegestelle. Die alten Pfahlanleger, die beiden Frachtfähren und die „Rostow Weliki“ selbst sind hier nicht mehr vorhanden: Von der Fährverbindung, für die das Schiff an diesem Ufer gebaut wurde, blieb der Zugang zum Wasser.
Praktisch vor Ort
Das öffentliche Ufer ist ohne Museumsbetrieb zugänglich; bei Tageslicht ist es sicherer, und rechnen Sie nicht mit einer durchgehend ausgebauten Uferpromenade.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Betrachten Sie den See von einem festen Zugang aus und prüfen Sie die Festigkeit des Ufers nicht mit dem Fuß. Bleiben Sie nach Regen auf dem Pflaster oder auf einem trockenen Weg; für eine gute Aussicht müssen Sie nicht bis direkt ans Wasser hinabsteigen.
