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Kronvalda-Park und Stadtkanal

Kronvalda parks

Hier wird eine temporäre Ausstellungsfläche die Herkunft der Museumssammlung und des öffentlichen Parks erklären.

12 Min.
Ein Boot auf dem Stadtkanal im Kronvalda-Park, umgeben von grünen Ufern und Bäumen.
Olgerts V · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Stadtkanal
  • Gebäude des Lettischen Nationaltheaters
  • Parkalleen

Die Geschichte des Ortes

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Im Jahr achtzehnhundertsechsundneunzig erhielt der Lehrer und Kartograf Matīss Siliņš den Auftrag, die Grenzen der lettischen Regionen und ihre Verbindungen untereinander auf Karten einzuzeichnen. Die Karten waren für eine Ausstellung bestimmt, die man hier zwischen dem heutigen Kronvalda bulvāris und dem Stadtkanal, von der Krišjāņa Valdemāra iela bis zur Miķeļa iela, errichtete.

Siliņš verdiente sein Geld mit der Herausgabe des Kalenders „Atbalss“ und eigener Karten in lettischer Sprache. In dem Jahr, in dem er mit der Herausgabe des Kalenders begann, hatte er noch achtundzwanzig Konkurrenten. Fast den gesamten Inhalt erstellte er selbst, während die Karten sowohl als Beilagen als auch als eigenständige Ware dienten. Was ihm ein Einkommen sicherte, wurde nun für ein riskanteres Vorhaben gebraucht: Einen Monat lang galt es, Tausenden Menschen zu zeigen, welche Menschen überhaupt als Letten bezeichnet werden konnten und wo sie lebten.

Anlass war der Zehnte Allrussische Archäologenkongress, zu dem Forscher aus verschiedenen Ländern nach Riga kamen. Die Rigaer Lettische Gesellschaft beschloss, sie mit einer eigenen ethnografischen Ausstellung zu empfangen. Die Vorbereitungen begannen zwei Jahre zuvor. Expeditionsteilnehmer bereisten verschiedene Regionen und kauften Kleidung, Schmuck, Werkzeuge, Hausrat und Manuskripte oder nahmen sie als Schenkungen entgegen. Sie trugen mehr als sechstausend Gegenstände zusammen.

Auf zwei Hektar am Kanal errichtete man neun temporäre Gebäude in natürlicher Größe: eine Dreschscheune aus Vidzeme, ein altes Wohnhaus aus Kurzeme, ein modernes Bauernhaus, ein Badehaus, den Hauptpavillon, eine Bühne, ein Restaurant und einen Musikpavillon. Siliņš fertigte die Karten für die Hauptausstellung an. Auf ihnen versuchte man erstmals, die lettischen Gebiete als zusammenhängenden Raum mit verschiedenen historischen Regionen darzustellen und nicht als mehrere voneinander getrennte Randgebiete der Gouvernements des Russischen Kaiserreichs.

Im Laufe des Augusts besuchten etwa fünfundvierzigtausend Menschen die Ausstellung. Unter ihnen waren Teilnehmer des Archäologenkongresses, doch weitaus mehr Besucher waren Rigaer selbst. Nach einem Monat wurden alle neun Bauten abgebaut. Die zusammengetragenen Gegenstände blieben erhalten: Durch die Ausstellung erhielt die Rigaer Lettische Gesellschaft eine Sammlung für ein dauerhaftes ethnografisches Museum. Im Jahr neunzehnhundertzwei wurde Siliņš dessen Leiter und Hüter ebenjener Gegenstände, an deren Präsentation am Kanal er mitgewirkt hatte. Später leitete er die Sammlung des Staatlichen Historischen Museums. Ein bedeutender Teil der Ausstellungssammlung ging in die Bestände des heutigen Lettischen Nationalmuseums für Geschichte ein.

Am Standort der Pavillons blieb kein einziges Gebäude erhalten. Den größten Teil des Geländes nimmt das Gebäude des Lettischen Nationaltheaters ein, und der Stadtkanal verläuft entlang derselben Grenze, an der die Ausstellungshäuser standen.

Der Kanal entstand bereits vor der Ausstellung. Er ist ein erhaltener und umgestalteter Teil des Festungsgrabens. Im Jahr achtzehnhundertsiebenundfünfzig begann man, die Erdbefestigungen Rigas abzutragen; der Graben wurde verengt, seine Ufer wurden befestigt und von einem Grünstreifen umgeben. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals erhielt die Deutsche Schützengesellschaft Riga ein Grundstück für einen Schießstand, ein Klubhaus und einen Garten. Dieses Gelände wurde Schützengarten genannt, und der Zutritt blieb lange Zeit ein Vorrecht der Mitglieder der Gesellschaft.

Erst im Jahr neunzehnhundertsiebenundzwanzig wurde der Garten für alle Besucher geöffnet. Zehn Jahre später erhielt er den Namen von Atis Kronvalds. Kronvalds selbst hatte mit diesem Garten nichts zu tun. Er war Schullehrer, Publizist und einer der führenden Vertreter der Junglettenbewegung; er setzte sich dafür ein, dass die lettische Sprache im Bildungswesen und in der Presse verwendet wurde, und schuf neue Wörter für sie. Der bereits öffentlich zugängliche Stadtgarten wurde nach seinem Familiennamen benannt. Bis heute trennt der Kanal das ehemals geschlossene Gelände der Deutschen Schützengesellschaft Riga von dem Ufer, an dem Siliņš seine Karte der lettischen Regionen auslegte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktStrēlnieku iela 4a
Eintrittfreier Zugang

Freier Zugang zu den Parkwegen und zum Kanal; geprüft am 29.06.2026.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bleiben Sie auf den Wegen und nähern Sie sich dem Wasser vorsichtig; betrachten Sie den Pavillon von außen und rechnen Sie nicht damit, ihn betreten zu können.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Park auf der Seite der Krišjāņa Valdemāra iela und gehen Sie in Richtung der blauen Fassade an der Strēlnieku iela 4a.

Stopp 1 von 7Weiter: Strēlnieku iela 4a

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Stilles Zentrum von Riga: Jugendstil und Mietshäuser“ — 7 Stopps, etwa 2 km, 2,5 Stunden.

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