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Drei Brüder

Hier erkennen Sie, welche Teile des Ensembles der Restaurator bewahrte, entfernte oder von anderen Gebäuden versetzte.

10 Min.
Wohngebäudekomplex „Drei Brüder“
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Drei unterschiedlich hohe Fassaden
  • Freier Platz vor dem ältesten Haus
  • Steinernes Portal über dem Eingang des mittleren Hauses
  • Portale und Wappen im Hof

Die Geschichte des Ortes

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Drei schmale, unterschiedlich hohe Fassaden stehen dicht nebeneinander; hinter dem unterschiedlichen Aussehen der Häuser verbirgt sich eine alte Art, in einem Gebäude zu leben und Geld zu verdienen. Im ältesten Haus nahm das untere Geschoss einst fast vollständig ein gemeinsamer Raum mit Feuerstelle und breitem Rauchfang ein: Der Handwerker lebte hier mit seiner Familie, arbeitete und empfing Kunden, und fertige Dinge wurden durch innere Luken aus dem Keller zu drei Dachgeschossebenen hinaufgezogen. Der freie Platz an dieser Fassade blieb dort, wo sich die Bäckerei einst zur Straße hin erweitert hatte; heute arbeiten in den Häusern Menschen, die das architektonische Erbe schützen, und das Lettische Architekturmuseum ist geöffnet.

Die „Drei Brüder“ haben keine gemeinsame Abstammung. Es sind drei eigenständige Wohnhäuser, die zu verschiedenen Zeiten errichtet wurden: das älteste Ende des fünfzehnten Jahrhunderts, das mittlere im Jahr eintausendsechshundertsechsundvierzig, das jüngste in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts. Die Geschichte von drei Bauleuten aus einer Familie bleibt eine Legende. Eine nüchternere Erklärung verbindet den Beinamen mit den Tallinner „Drei Schwestern“ – einer Gruppe alter Lagerhäuser, auf die die Rigaer mit ihren „Brüdern“ antworteten.

Die Verwandtschaft zwischen den Häusern schuf der Architekt und Restaurator Pēteris Saulītis. Im Jahr eintausendneunhundertdreiundfünfzig erhielt er den Auftrag, die Gebäude wiederherzustellen, die im Laufe mehrerer Jahrhunderte mit Anbauten und Umbauten überwachsen waren. Saulītis verdiente sein Geld gerade mit Restaurierungen, und hier blieb ein beruflicher Fehler im Stein: Man konnte eine spätere Schicht zusammen mit dem echten Mauerwerk abtragen oder alles wahllos bewahren und drei alte Häuser erhalten, deren Geschichte sich nicht mehr lesen ließ. Darüber, welches Aussehen als das richtige gelten sollte, stritten die Fachleute mehrere Jahre lang.

Besonders schwierig war das älteste Haus mit der Nummer siebzehn. Ursprünglich nahm fast sein ganzes Erdgeschoss ein einziger Raum mit einer Feuerstelle und einem großen Rauchfang ein. Hier lebte der Handwerker mit seiner Familie, arbeitete und verkaufte das Hergestellte; die Waren wurden durch innere Luken aus dem Keller zu drei Dachgeschossebenen hinaufgezogen. Im Jahr eintausendsechshundertsiebenundneunzig eröffnete man im Haus eine Bäckerei. Das Brot brachte dem Besitzer Einkommen, und für die Produktion erweiterte er den Raum zunächst zum Hof, dann zur Straße hin. Der Anbau nahm einen kleinen Platz vor der Fassade ein.

Saulītis beschloss, den zur Straße gelegenen Teil der Bäckerei zu entfernen. Deshalb entstand vor dem ältesten „Bruder“ wieder der freie Platz, der vor der Erweiterung bestanden hatte. Dem mittleren Haus gab man die Fassade nach einer Zeichnung aus dem Jahr siebzehnhundertfünfundachtzig zurück, und über seinem Eingang setzte man ein steinernes Portal aus dem Jahr siebzehnhundertsechsundvierzig ein, das von einem benachbarten alten Haus versetzt worden war. Im Hof verbanden die Restauratoren drei zuvor getrennte Grundstücke und bauten Portale, Wappen und Mauerwerk von verschwundenen Rigaer Gebäuden in die Wände ein.

Die Räume waren noch während der Arbeiten für Menschen bestimmt, die sich mit dem Denkmalschutz beschäftigen. Heute befinden sich hier das Lettische Architekturmuseum und die Nacionālā kultūras mantojuma pārvalde. Im Hof ist ein Portal aus einem verlorenen Haus in der Schwarzhäupterstraße erhalten geblieben. Darauf steht: „Du wirst gesegnet sein, wenn du hier eintrittst, und mit Gott hinausgehen.“ Das Haus selbst gibt es nicht mehr; sein Eingang befindet sich bei den „Drei Brüdern“.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktSchwedentor und Mauerverlauf
Eintrittvor Ort

Der beste Gesamtblick eröffnet sich von der gegenüberliegenden Seite der schmalen Straße, doch der Durchgang ist hier eng – bleiben Sie nicht in der Mitte stehen. Betreten Sie den Hof nur bei geöffnetem und erlaubtem Zugang.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie am Dom St. Jakob vorbei zur schmalen Lärmstraße und treten Sie an den Bogen eines Wohnhauses heran.

Stopp 3 von 4Weiter: Schwedentor und Mauerverlauf

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Altstadt Riga: Stadt innerhalb der Mauer“ — 4 Stopps, etwa 1 km, 1 Std. 25 Min..

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