Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Bahnsteig der oberen Station
- Kabinen beim Wenden
- Niedrige Sträucher
- Zähes Gras
Die Geschichte des Ortes
Die obere Station beendet die Auffahrt am Osthang des Rucu Pichincha, auf einer Höhe von dreitausendneunhundertsiebenundvierzig Metern. Hier umrunden die Kabinen das Antriebsrad und fahren wieder hinab, während die Fahrgäste den Andenwald verlassen und ins Páramo gelangen – ein Hochland mit niedrigen Sträuchern und zähem Gras. Der Name der Station wird aus dem Spanischen als „Hügel des Kreuzes“ übersetzt.
Dieses Kreuz wurde nicht für Gottesdienste errichtet. Im Jahr eintausendsiebenhundertsechsunddreißig traf in Quito eine französisch-spanische geodätische Expedition ein. Pariser Gelehrte stritten über die Form der Erde: Isaac Newton behauptete, die Rotation stauche sie an den Polen, während die Messungen der Familie Cassini darauf hindeuteten, dass der Planet im Gegenteil gestreckt sei. Die Überprüfung der Berechnungen übertrug man Menschen, die bereit waren, Jahre mit Winkelmessinstrumenten auf Andengipfeln zu verbringen.
Zwei französische Akademiker, Pierre Bouguer und Charles Marie de La Condamine, stiegen zu diesem Bergsporn auf, um einen einzigen festen Orientierungspunkt zu schaffen. Sie errichteten auf dem Gipfel ein Zeichen in Kreuzform. Es musste aus der Ferne zu erkennen sein: Geodäten auf benachbarten Höhen richteten ihre Instrumente auf denselben Punkt, maßen Winkel und verbanden die Berge mit imaginären Dreiecken. Da sie die Länge einer Seite eines solchen Dreiecks kannten, berechneten sie die übrigen Entfernungen, ohne eine Messkette durch die Schluchten legen zu müssen.
La Condamine riskierte nicht nur seinen Ruf als Akademiker. Einen Teil der Kosten streckte er aus eigenen Mitteln vor und bat später den König, ihm diese Summen zu erstatten. Die Arbeit zog sich über etwa acht Jahre hin. Bouguer kehrte im Jahr eintausendsiebenhundertvierundvierzig nach Frankreich zurück, La Condamine einige Monate später. Ihre Messungen bestätigten: Die Erde ist an den Polen abgeplattet. Beide veröffentlichten ihre Berechnungen, obwohl es gegen Ende der Reise kein einheitliches Team mehr gab.
Der heutige Bahnsteig entstand erst im Jahr zweitausendfünf und liegt tiefer als jener alte geodätische Punkt. Das eigentliche Messkreuz ist nicht erhalten geblieben. Von ihm blieb der Name des Bergsporns, und später ging er auf die obere Station über: Cruz Loma.
Praktisch vor Ort
Nur während der Öffnungszeiten des TelefériQo zugänglich. Kehren Sie mit Zeitreserve zum Einstieg zurück: Die Abfahrt selbst dauert etwa achtzehn Minuten.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Bleiben Sie kurz stehen, achten Sie auf Ihre Atmung und ziehen Sie eine warme Schicht an, bevor Sie auf den offenen Hang hinausgehen. Bei einer spürbaren Verschlechterung des Befindens fahren Sie wieder hinab.
