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Manège militaire Voltigeurs de Québec

Manège militaire Voltigeurs de Québec

Dieser Punkt ist wichtig wegen der Geschichte dessen, was man aus dem Feuer retten konnte, und warum eine geschlossene Tür über das Schicksal des Archivs entschied.

15 Min.
Steingebäude des Manège militaire Voltigeurs de Québec mit Türmen und gläsernem Anbau in Québec.
Regmalo · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Zentrales Steinportal
  • Zwei kleine Türme
  • Steiles Dach
  • Place George-V

Die Geschichte des Ortes

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Die örtlichen Militärs nannten eine überdachte Halle für die Exerzierausbildung Manège. Die kanadische Regierung gab ihren Bau für die Voltigeurs de Québec in Auftrag, ein Reserve-Regiment der leichten Infanterie, das im Jahr achtzehnhundertzweiundsechzig entstand. Unter dem steilen Dach übten und versammelten sich hier die Reservisten, fanden Paraden statt, und Dokumente sowie Regimentsreliquien wurden aufbewahrt. Das Steinportal mit zwei kleinen Türmen an der Place George-V bewahrte man bei der Rekonstruktion, und der große Saal dient nun wieder dem Regiment und beherbergt öffentliche Veranstaltungen.

Am vierten April zweitausendacht verließ Raymond Falardeau, der Kurator des Regimentsmuseums, diesen Ort nach seinem Arbeitstag. Im Gebäude wurde renoviert, und vor dem Weggehen schloss er die Brandschutztüren sorgfältig. Eine Stunde später brach auf dem Dachboden des Hauptsaals ein Feuer aus. Die Untersuchung stellte die Ursache fest: Bei der Montage automatischer Sprinkler war eine tragbare Halogenlampe falsch eingesetzt worden.

Gegen zehn Uhr abends wurde Falardeau über das Feuer informiert. Die Holzkonstruktionen des Dachs brannten bereits, und ein Betreten war unmöglich. Erst als die Feuerwehrleute die Flammen eingedämmt hatten, gaben sie dem Kurator Schutzausrüstung und ließen ihn in den Museumsflügel. Auf dem Boden standen etwa fünfzehn Zentimeter Wasser. Hinter den Türen, die er vor dem Weggehen geschlossen hatte, war der Archivraum unversehrt geblieben.

Falardeau, Feuerwehrleute, Soldaten und Freiwillige des Museums trugen dreiundvierzig Kisten hinaus – mehr als sechzehntausend Seiten an Dokumenten, von denen einige auf den Beginn des neunzehnten Jahrhunderts zurückgingen. Danach holten sie die Regimentsfahne heraus, die mit dem ersten Einsatz der Voltigeurs de Québec im Jahr achtzehnhundertfünfundachtzig verbunden war. Als Falardeau das ausgebrannte Gebäude verließ, entfaltete er sie vor den Freiwilligen und Soldaten, die die Sammlung für verloren hielten. Zu diesem Zeitpunkt hatte für ihn ein fünfunddreißigstündiger Arbeitstag ohne Schlaf begonnen.

Letztlich wurden das gesamte Archiv und etwa neunzig Prozent der Museumsobjekte gerettet. Das Feuer zerstörte die Ausstellungsräume, die Lagerräume und fast den gesamten Hauptsaal. Das Regiment musste für zehn Jahre in ein anderes Gebäude umziehen.

Die Voltigeurs de Québec sind ein Reserve-Regiment der leichten Infanterie, das im Jahr achtzehnhundertzweiundsechzig gegründet wurde; es ist das älteste noch bestehende frankokanadische Regiment. Historisch bezeichnete das Wort „Voltigeurs“ leichte Schützen. Die kanadische Regierung gab diesen Manège militaire Voltigeurs de Québec für sie in Auftrag, der im Jahr achtzehnhundertsiebenundachtzig fertiggestellt wurde. Im örtlichen militärischen Sprachgebrauch ist ein Manège eine überdachte Exerzierhalle: Hier versammelten sich die Reservisten, übten, hielten Paraden ab und bewahrten das Archiv sowie die Regimentsreliquien auf. Deshalb trägt das Gebäude den Namen des Regiments und nicht den eines Architekten oder einer Schlacht.

Nach dem Brand blieben vom vorderen Teil das zentrale Steinportal und die beiden kleinen Türme daneben stehen. Man bewahrte sie bei der Rekonstruktion; der wiederaufgebaute Manège militaire Voltigeurs de Québec eröffnete im Jahr zweitausendachtzehn. Die Voltigeurs de Québec brachten ihre Verwaltungs- und Zeremonialräume hierher zurück, und der Hauptsaal wird nun für öffentliche und kulturelle Veranstaltungen vermietet.

In der Regimentsammlung wird noch ein weiterer Gegenstand aus jener Nacht aufbewahrt – ein Signalhorn, das die Stadt den Voltigeurs de Québec im Jahr achtzehnhundertsechsundsechzig für geleistete Dienste geschenkt hatte. Wenn man in Québec einen Brand bemerkte, rief man mit diesem Signalhorn Soldaten zur Hilfe beim Löschen zusammen. Im Jahr zweitausendacht wurde das Signalhorn aus dem brennenden Manège militaire Voltigeurs de Québec herausgetragen. Die Rußspuren darauf ließ man bestehen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktGrande Allée
Eintrittvon außen

Die Außenansicht ist von der Stadtseite aus zugänglich. Die Innenräume werden nach dem Zeitplan von Veranstaltungen, Vermietungen und einzelnen Programmen geöffnet; ein dauerhafter freier Zugang ist nicht vorgesehen.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Fassade ist von der Straße aus vollständig zu sehen. Der große Saal wird für Veranstaltungen genutzt; ob man hineingehen kann, muss daher gesondert geklärt werden, ohne mit freiem Zugang zu rechnen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Biegen Sie entlang der Grande Allée zum Haus mit dem Kupferdach ab.

Stopp 4 von 8Weiter: Grande Allée

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Québec: Colline Parlementaire und Abraham-Ebene“ — 8 Stopps, ≈3 km, 2–3 Std..

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