Stopp 5 von 8

Côte de la Montagne

Côte de la Montagne

Der Abstieg erklärt, warum die wichtigste Verbindung zwischen den beiden Ebenen der Stadt zum Streit zwischen Verteidigung und Verkehr wurde.

12 Min.
Côte de la Montagne
GK tramrunner229 · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
12345678

0 von 8 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Steinbogen
  • Fußgängerbrücke
  • Stein mit Prescotts Todesdatum
  • Stützmauer

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Die Côte de la Montagne ist ein steiler, kurvenreicher Abstieg zwischen Oberstadt und Unterstadt. Im französischen Namen bedeutet „côte“ eine Straße am Hang und „montagne“ einen Berg. Das beschreibt das Gelände und ist kein Familienname.

Samuel de Champlain, der Gründer von Québec und Leiter der Handelsniederlassung, stand hier als Erster vor einer einfachen Aufgabe. Unten, an der Stelle der heutigen Place Royale, befand sich eine befestigte Faktorei mit Wohnräumen und einem Lagerhaus. Dort wurden Vorräte und Waren aufbewahrt, und Vertreter der indigenen Völker tauschten Felle gegen europäische Erzeugnisse. Im Jahr eintausendsechshundertzwanzig errichtete Champlain oben das Fort Saint-Louis: Von der Höhe aus konnte man den Fluss überwachen und die Faktorei schützen. Zwischen Lagerhaus und Fort lag ein Felsen.

Champlain legte hier einen Weg an. Zunächst führte ein gerader Pfad hinab, der nur für Fußgänger geeignet war. Im Jahr eintausendsechshundertdreiundzwanzig fügten die Bauleute die untere Kurve hinzu und führten den Weg zur Unterstadt. So entstand die erste dauerhafte Verbindung zwischen dem Hafenteil von Québec und der befestigten Höhe. Später wuchs um die untere Faktorei ein Handelsviertel, während oben die Residenz des Gouverneurs und Behörden untergebracht wurden. Menschen, Güter und Fuhrwerke mussten an diesem Anstieg zusammenkommen.

Das nutzte Robert Prescott, der britische Generalgouverneur und Oberbefehlshaber der Truppen in Nordamerika, der für die Verteidigung von Québec verantwortlich war. Im Jahr eintausendsiebenhundertsiebenundneunzig ordnete er an, den Anstieg mit steinernen Toren zu versperren. Über dem niedrigen Bogen richtete man einen Wachraum ein, in dem Soldaten rund um die Uhr Dienst taten. Ein Fuhrwerk passte kaum durch die Öffnung, für Fußgänger blieb ein eigener Durchgang mit Stufen, und nachts schloss man die Torflügel.

Für die Fuhrleute, die ihren Lebensunterhalt damit verdienten, Waren vom Hafen nach oben zu bringen, bedeuteten die Tore eine ständige Verzögerung. Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts hatten die Häuser und der Verkehr am Hang zugenommen; die schlammige, schmale Straße verlangte bereits für sich genommen viel Kraft, und der gesamte Verkehr zwängte sich zudem durch einen einzigen Bogen.

Prescott verließ Kanada und starb im Jahr achtzehnhundertfünfzehn in England. Nach seinem Tod erhielten die Tore seinen Namen, das Prescott-Tor, und über einer Schießscharte brachte man einen Stein mit seinem Todesjahr an. Im Jahr achtzehnhundertvierundfünfzig verbreiterte man die Durchfahrt, doch das erwies sich als unzureichend. Siebzehn Jahre später riss man die Tore ab, und die Fuhrleute erhielten einen freien Aufstieg.

Der heutige Bogen entstand im Jahr neunzehnhundertdreiundachtzig unterhalb des früheren Standorts. Innen besteht er aus Beton, außen ist er mit Stein verkleidet; verschließbare Torflügel und einen Wachraum gibt es nicht. Es handelt sich um eine Fußgängerbrücke, die nach einem Entwurf gebaut wurde, den Frederick Temple Blackwood, Lord Dufferin, ein Jahrhundert zuvor vorgeschlagen hatte. Den alten Standort der Tore markiert ein in die Stützmauer eingelassener Stein mit Prescotts Todesdatum, und darunter windet sich noch immer die Straße, die im Jahr eintausendsechshundertdreiundzwanzig zur Unterstadt geführt wurde.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktPlace Royale
Eintrittfrei zugänglich

Offene städtische Straße und Treppenverbindung. Im Winter, nach Regen und während städtischer Arbeiten kann der Durchgang rutschig oder teilweise eingeschränkt sein.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Gehen Sie ohne Eile, halten Sie Abstand zum Verkehr und treten Sie auf nassem oder vereistem Belag besonders vorsichtig auf.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zur Bronzebüste in der Mitte des Platzes hinab.

Stopp 5 von 8Weiter: Place Royale

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Altstadt von Québec: von der Klippe zum Fluss“ — 8 Stopps, etwa 1,3 km, 2–3 Stunden.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt