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Akademische Galerie

Академическая галерея

Die Arkade hilft, den Weg von einer kleinen warmen Quelle bis zum wichtigsten Treffpunkt der „Wassergesellschaft“ nachzuvollziehen.

20 Min.
Die weiße Akademische Galerie mit einer langen Arkade zwischen grünen Hängen.
Артём Белевич · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die lange überdachte Arkade
  • Die Bogenöffnungen
  • Die seitlichen Pavillons
  • Die breite Treppe

Die Geschichte des Ortes

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Eine lang gestreckte Kette von Bogenöffnungen unter einem Dach überquert die Mulde am Hang des Maschuk, seitlich schließen sich Pavillons an. Ein dauerhaftes Gebäude wurde nötig, als sich bereits so viele Kurgäste am örtlichen Wasser versammelten, dass die hölzernen Überdachungen und Bänke sie nicht mehr fassten. Hier wurde nicht hastig behandelt: Unter dem Dach ging man zwischen den Wasserportionen umher, wartete, nutzte die Bäder und schöpfte Wasser in den Trinkhallen. Die Quelle, deretwegen all dies eingerichtet wurde, verschwand bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts; später schloss man auch die Trinkhalle.

Im Jahr achtzehnhundertneun gab es hier weder eine steinerne Arkade noch eine breite Treppe. Der neunundzwanzigjährige Friedrich Haass, Chefarzt des Moskauer Pawlowsk-Krankenhauses, nahm nach zwei überstandenen Krankenhausfiebern Urlaub und kam zum Maschuk, um die Mineralwässer zu untersuchen. Er lebte für seinen Dienst im Krankenhaus und seine private Arztpraxis; nun musste er entscheiden, welche der örtlichen Quellen den Patienten tatsächlich empfohlen werden konnten.

An diesem Hang bemerkte Haass Pferde, die gierig warmes, säuerliches Wasser tranken. Die Einwohner versicherten, die Pferde würden danach gesünder. Für den Arzt war dies eine Beobachtung, die noch überprüft werden musste. Haass untersuchte das Wasser und schlug als Erster vor, die Quelle zum Trinken zu nutzen. Seine Verordnung begann mit zwei Gläsern täglich und stieg bis auf zehn bis zwölf, zwischen denen man langsam spazieren gehen sollte. Dies ist ein historisches Behandlungsschema vom Beginn des neunzehnten Jahrhunderts, kein Rat für heutige Besucher.

Haass nannte die Quelle Elisabethenquelle – zu Ehren von Elisabeth Alexejewna, der Ehefrau des Kaisers Alexander I. Nach seiner zweiten Reise veröffentlichte er ein Buch mit den Ergebnissen seiner Beobachtungen. Die Quelle wurde schnell zur wichtigsten Trinkquelle von Pjatigorsk: Zunächst schöpfte man das Wasser aus einem vertieften Brunnen, dann richtete man um ihn herum einen Platz und hölzerne Galerien mit Bänken ein. Hierher kamen die Menschen, um die verordnete Menge zu trinken, die Zeit bis zum nächsten Glas abzuwarten und andere Kurgäste zu treffen. So entstand die Pjatigorsker „Wassergesellschaft“.

Michail Lermontow beschrieb gerade diesen Brunnen und die hölzerne Galerie in Fürstin Mary. Das heutige Gebäude hat er nicht gesehen. Bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts fassten die provisorischen Bauten die Besucher nicht mehr. Der Kaukasusstatthalter Michail Woronzow ordnete an, sie durch eine dauerhafte Galerie zu ersetzen, und der Kurarchitekt Samuel Upton errichtete sie im Jahr achtzehnhunderteinundfünfzig. Die lange überdachte Arkade diente als Promenadenhalle, in den Pavillons befanden sich Bäder, Warteräume und Trinkhallen – Orte, an denen Mineralwasser geschöpft wurde. Die Galerie steht gerade deshalb quer zur Mulde, weil neben ihr die Quelle von Haass austrat.

Der heutige Name entstand im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig, zum zweihundertjährigen Bestehen der Akademie der Wissenschaften. Die Galerie wurde Akademische genannt, zum Gedenken an die Wissenschaftler, die die Zusammensetzung der kaukasischen Wässer erforschten und die Kurverfahren in ärztliche Behandlung verwandelten.

Die Elisabethenquelle selbst verschwand bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Später leitete man Wasser aus anderen Bohrungen in die Galerie, doch auch diese Trinkhalle wurde mit der Zeit geschlossen. Auf dem Platz, auf dem Haass die trinkenden Pferde sah, kann man sein Wasser heute nicht mehr schöpfen. Geblieben sind die Arkade über der Mulde und das Gebäude, das aus einer ärztlichen Empfehlung an einer kleinen warmen Quelle hervorging.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktProval-See
Eintrittaußen frei zugänglich; innen vor Ort

Die Außenbesichtigung ist frei zugänglich. Im Gebäude ist täglich von 11:00 bis 22:00 ein Restaurantkomplex geöffnet; Veranstaltungen können den Zugang ins Innere einschränken.

Geprüft: 12. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Geschichte lässt sich gut vor der Fassade anhören: Der Besuch des Restaurantkomplexes im Inneren ist für diesen Halt nicht erforderlich.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie durch die Galerie hindurch und setzen Sie den Weg am Maschuk entlang zum Tunnel fort.

Stopp 6 von 8Weiter: Proval-See

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Pjatigorsk: Wasser, Maschuk und Lermontow“ — 8 Stopps, etwa 6,4 km + Transfer, 4–4,5 Std..

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