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Dreifaltigkeitskathedrale und Wetscheplatz

Свято-Троицкий кафедральный собор

Die Station verbindet die Hauptkirche mit dem Ort, an dem die städtischen Dokumente aufbewahrt und die Wetsche zum letzten Mal einberufen wurde.

20 Min.
Die Dreifaltigkeitskathedrale von Pskow, vom Wetscheplatz aus gesehen.
Екатерина Борисова · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Dreifaltigkeitskathedrale
  • Glockenturm
  • Offene Fläche südlich der Kathedrale

Die Geschichte des Ortes

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Im Januar eintausendfünfhundertzehn stand an der Stelle der heutigen weißen Kathedrale ihr Vorgängerbau. Südlich davon drängte sich der Wetscheplatz mit einer steinernen Tribüne, der Stufe. Eine große Glocke auf dem Glockenturm rief die Stadtbewohner hierher. Die Wetsche verabschiedete Gesetze und Handelsverträge, entschied Fragen von Krieg und Frieden, lud Fürsten ein und wählte Posadniks, die Leiter der städtischen Angelegenheiten. In den Vorhallen der Kathedrale bewahrte man den Schatz, das Archiv und die Siegel auf; dort versammelte sich auch der Rat einflussreicher Pskower Familien. Die Versammlung kam bei der Dreifaltigkeit zusammen, weil sich hier sowohl die Dokumente als auch die Menschen befanden, die den gefassten Beschluss ausführen sollten.

Der letzte Beschluss erwies sich als Antwort auf ein Ultimatum.

Die Pskower Posadniks und Bojaren beklagten sich beim Moskauer Großfürsten Wassili dem Dritten über dessen neuen Statthalter Iwan Repnja-Obolenski – einen vom Fürsten eingesetzten Verwalter, der Moskauer Verhältnisse einführte. Die Pskower beriefen sich auf den alten gegenseitigen Eid mit den Moskauer Fürsten und strebten den Erhalt ihrer Gesetze an. Wassili bestellte die Beschwerdeführer zu sich nach Nowgorod und hielt sie dort fest. Dann schickte er den Schreiber Tretjak Dolmatow mit den Bedingungen nach Pskow: Die Wetsche sei aufzulösen, die Posadniks abzuschaffen, die Glocke abzunehmen und die Stadt sowie ihre Vorstädte durch fürstliche Statthalter verwalten zu lassen. Im Falle einer Weigerung sollte ein Heer gegen Pskow ziehen.

Am dreizehnten Januar rief die Glocke die Stadtbewohner zum letzten Mal zusammen. Viele Menschen, die die Versammlung gewöhnlich leiteten, blieben in Nowgorod in Gewahrsam. Sie ließen ihren Mitbürgern ausrichten, Widerstand werde mit dem gemeinsamen Untergang enden: Der Großfürst verfügte über ein zahlreiches Heer. Auf dem Platz wiederholten die Pskower, sie hielten den früheren Eid für gebrochen, würden die Stadt aber selbst nicht verriegeln und keine Waffen erheben. Sie erklärten sich bereit, die Forderung zu erfüllen.

Noch am selben Tag nahm man die Glocke vom Glockenturm bei der Dreifaltigkeit herunter. Der Chronist schrieb, die Pskower hätten sie angesehen und wegen ihrer alten Ordnung und ihrer Freiheit geweint. In der Nacht brachte Tretjak Dolmatow die Glocke zu Wassili nach Nowgorod. Elf Tage später kam der Großfürst nach Pskow. Die Wetsche wurde nicht mehr einberufen, die Posadniks wurden durch eingesetzte Verwalter ersetzt.

Dabei blieb es nicht. Aus Pskow brachte man mindestens dreihundert Familien von Posadniks, Bojaren, Kaufleuten und anderen wohlhabenden Stadtbewohnern fort – zusammen mit ihren Frauen und Kindern. Sie durften nur das Eigentum mitnehmen, das sich sofort fortschaffen ließ. Ihre Speicher im Pskower Kreml, ihre städtischen Höfe, Gärten, Felder und Landgüter gingen an den Großfürsten, seine Dienstleute und Umsiedler aus anderen Städten über. Ein Teil der Pskower Kaufleute ließ sich anschließend in Moskau nieder; die Spuren vieler Posadniks- und Bojarenfamilien verloren sich.

Der offene Raum südlich der Kathedrale blieb bestehen, doch die alte Stufe, der Glockenturm und die Wetscheglocke verschwanden. Die heutige Dreifaltigkeitskathedrale wurde erst im Jahr eintausendsechshundertneunundneunzig vollendet, der heutige Glockenturm noch später errichtet. Die älteste seiner Glocken wird auf das Jahr eintausendfünfhundertsechsundzwanzig datiert – sie entstand sechzehn Jahre nach der letzten Pskower Wetsche.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktDovmont-Stadt
Eintrittfrei zugänglich

Die Kathedrale ist täglich von 08:00 bis 20:00 geöffnet; Gottesdienste finden täglich statt. Der Gottesdienstplan ändert sich wöchentlich.

Geprüft: 2. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Kathedrale wird genutzt, daher lässt sich der Hauptteil der Erzählung bequem draußen anhören. Falls drinnen ein Gottesdienst stattfindet, schalten Sie den Ton aus oder benutzen Sie Kopfhörer, ohne die Gottesdienstbesucher zu stören.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Kathedrale hinab zu dem Ort, an dem der Platz in ein Netz niedriger steinerner Fundamente übergeht.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Pskower Kreml und Pskow als Grenzstadt“ — 8 Stopps, etwa 2,2 km, 2 Std. 30 Min..

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