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Dovmont-Stadt

Довмонтов город

Die freigelegten Fundamente zeigen, wie eng das fürstliche, gerichtliche und kirchliche Viertel am Pskower Kreml angeordnet war.

18 Min.
Fundamente der Dovmont-Stadt im Pskower Kreml.
EACraske · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Steinerne Umrisse der Bauten
  • Mauerfragmente
  • Wege zwischen den Fundamenten

Die Geschichte des Ortes

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Lange Zeit verbarg eine Erdaufschüttung einer militärischen Befestigung diesen offenen Bereich, und die darüber erhaltenen Bauten wurden später abgerissen. Ausgrabungen brachten die Fundamente von Kirchen und weltlichen Gebäuden wieder unter der Erde hervor; stellenweise ragte das Mauerwerk höher als ein Mensch auf. Die steinernen Überreste und die Wege zwischen ihnen gehören zu einem Gebiet mit einer eigenen Mauer, das an den Pskower Kreml angrenzte und durch einen Durchgang mit ihm verbunden war. Hier befanden sich der Hof des Fürsten, das Gericht und die kirchliche Verwaltung.

Im Jahr eintausendzweihundertsechsundsechzig kam Dovmont nach Pskow – ein Fürst des Nalschan-Landes, der in einem litauischen Bruderkrieg eine Niederlage erlitten hatte. Er brachte Verwandte und ein Gefolge von siebzig Mann mit. Bei einer Rückkehr drohte ihm die Vergeltung; in Pskow suchte er Zuflucht und einen neuen Dienst.

Dovmont ließ sich hier auf den Namen Timofej taufen, und die Pskower setzten ihn auf den Fürstenthron. Der Fürst wurde berufen, das Heer zu führen und Recht zu sprechen, daher hing seine Stellung von der Stadt selbst ab. Im Jahr eintausendzweihundertsiebzig ersetzte Großfürst Jaroslaw Jaroslawitsch Dovmont durch einen anderen Heerführer. Schon im folgenden Frühjahr holten die Pskower den Verbannten zurück und ließen ihn bis an sein Lebensende regieren.

Südlich des Pskower Kremls begann man unter Dovmont, die ehemalige Posad zu befestigen. Hier richtete man den Fürstenhof ein und begann, die ersten steinernen Kirchen zu errichten. Eine wurde Timofej von Gaza geweiht – dem Heiligen, dessen Namen Dovmont bei der Taufe erhalten hatte. Die mittelalterliche „Erzählung von Dovmont“ berichtet, dass der Fürst nach dem Sieg über das livländische Heer im Jahr eintausendzweihundertzweiundsiebzig hier eine Kirche des Feodor Stratilat errichtete. So hinterließ Dovmonts Kriegsdienst in diesem Bereich steinerne Kirchen.

Dovmont regierte in Pskow insgesamt dreiunddreißig Jahre. Nach seiner letzten Schlacht starb er während einer Seuche im Jahr eintausendzweihundertneunundneunzig und wurde in der Dreifaltigkeitskathedrale beigesetzt. Die Pskower verehrten ihn als Verteidiger der Stadt, und der befestigte Bereich mit Fürstenhof und Kirchen erhielt seinen Namen. Das Wort „Stadt“ bezeichnete hier ein eigenes Gebiet hinter eigenen Mauern.

Zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts standen auf anderthalb Hektar siebzehn kirchliche und mindestens vier weltliche Steingebäude. Ihre Enge erklärt sich aus der Bestimmung des Bereichs: Hierher verlegte man den Fürstenhof, das Gericht und die kirchliche Verwaltung, während der Durchgang zum Pskower Kreml daneben erhalten blieb.

Im Jahr eintausendsiebenhunderteins fürchtete Pjotr I. nach der Niederlage der russischen Armee bei Narwa einen schwedischen Angriff auf Pskow. Auf seinen Befehl trugen Militärbauer die oberen Teile mehrerer hiesiger Kirchen ab, schütteten die Gebäude mit Erde zu und errichteten darüber eine Artilleriebastion. Nach dem Ende des Großen Nordischen Krieges rückte die Grenze nach Westen, und die Befestigung verlor ihre frühere Funktion. In den zwanziger und dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts riss man die noch über der Erde stehenden Bauten wegen Baufälligkeit ab.

Die zugeschütteten Mauern lagen bis zu den Ausgrabungen unter der Bastion. Seit eintausendneunhundertsechsundfünfzig legten Archäologen der Staatlichen Eremitage die Gebäude eines nach dem anderen frei; unter der Aufschüttung blieben einzelne Kirchenmauern mehr als vier Meter hoch erhalten. Die Archäologen brachten die Umrisse von vierzehn Bauten an die Oberfläche. Die niedrigen steinernen Rechtecke ringsum bilden den Grundriss des fürstlichen und kirchlichen Viertels, das man zuerst in eine Batterie verwandelte und dann darunter hervorgrub.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktPrikas-Kammer
Eintrittvon außen

Der offene Teil der Dovmont-Stadt kann vom Gelände des Pskower Kremls aus besichtigt werden; die Öffnungszeiten des Geländes des Pskower Kremls sind von 08:00 bis 21:00 Uhr, Einlass bis 20:00 Uhr. Änderungen sind möglich.

Geprüft: 2. Juli 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie die Ruinen von den Wegen aus und treten Sie nicht auf das Mauerwerk. Um das Viertel zu erkennen, ist es hilfreicher, mehrere Fundamente zugleich zu überblicken, als einen einzelnen steinernen Umriss zu untersuchen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Durchqueren Sie das archäologische Viertel und gehen Sie zu der weißen steinernen Kammer.

Stopp 4 von 8Weiter: Prikas-Kammer

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Pskower Kreml und Pskow als Grenzstadt“ — 8 Stopps, etwa 2,2 km, 2 Std. 30 Min..

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