Stopp 7 von 8

Von Gott geschaffene Höhlen

Богом зданные пещеры

Die Höhlen zeigen, wie die Erzählung von der ersten Bestattung die Anlage der Klosternekropole prägte.

25 Min.
Keramische Grabplatte aus den Höhlen des Heiligen Mariä-Entschlafen-Höhlenklosters von Petschory.
неизвестный автор; загрузка Wikimedia Commons — Viktorianec · Public Domain Mark 1.0; cropped/resized for app
12345678

0 von 8 erledigt

Audioguide · aufgenommene StimmeOrtsgeschichte anhören

Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Die Inschrift „Von Gott geschaffene Höhlen“
  • Die Gräber von Vassa und Jona
  • Bestattungsnischen in den Wänden
  • Unterirdische Galerien

Die Geschichte des Ortes

Textgröße

Über dem Eingang sind die Worte „Von Gott geschaffene Höhlen“ eingemeißelt. „Geschaffen“ bedeutet „erschaffen“. Die Klostererzählung aus dem sechzehnten Jahrhundert berichtet, dass der Besitzer dieses Waldgrundstücks, Iwan Dementjew, Bäume am Hang fällte. Einer von ihnen riss einen benachbarten Baum um und zog mitsamt den Wurzeln eine Rasenscholle heraus. Darunter öffnete sich ein Eingang, und über dem Eingang stand eben jene Inschrift. Dies ist eine Klosterüberlieferung, die nach den Worten von Dementjews Stiefsohn aufgezeichnet wurde. Sie erklärt den Namen: Die ursprüngliche Höhle galt hier als gefunden und nicht als von einem Menschen ausgegraben. Die unterirdische Kirche und die Begräbnisgalerien wurden erst später von Menschen in den Sandstein gehauen.

Als Erster begann damit der Priester Ioann, der einen Ort für ein mönchisches Leben suchte. Zuvor hatte er in Jurjew gedient – so hieß das heutige estnische Tartu damals. Nachdem er die Stadt verlassen hatte, brachte Ioann seine Frau Maria und zwei Söhne zur Höhle. Die Familie ließ sich im Dorf von Iwan Dementjew nieder, und Ioann begann, eine kleine Mariä-Entschlafen-Kirche in den Berg zu graben.

Maria erkrankte bald. Vor ihrem Tod nahm sie unter dem Namen Vassa das Mönchtum an – als Erste der künftigen Gemeinschaft von Petschory. Ioann grub für sie innerhalb der Höhle ein Grab und bestattete seine Frau.

Das Weitere gibt die Erzählung als Wunder wieder. Am nächsten Morgen fand man Vassas Sarg über der Erde. Ioann und der Priester, der die Bestattung vollzogen hatte, entschieden, sie hätten sich beim Ritus geirrt. Sie sprachen erneut die Gebete und ließen den Sarg ein zweites Mal ins Grab hinab. Am folgenden Morgen lag er wieder oben.

Danach hörte Ioann auf, den Sarg mit Erde zuzuschütten. Er hieb in die linke Wand am Eingang eine Nische und stellte den Leichnam seiner Frau dort hinein. So wurde Vassa als Erste in der Höhlennekropole bestattet, und der offen gelassene Sarg begründete die örtliche Bestattungsordnung: Hier bringt man Särge in Wandnischen unter und verschließt sie manchmal mit Stein- oder Tonplatten.

Ioann selbst nahm nach dem Tod seiner Frau unter dem Namen Jona das Mönchtum an und vollendete die Höhlenkirche. Die Priester aus Pskow wagten es nicht, die Kirche mit ihrer ungewöhnlichen unterirdischen Anlage zu weihen. Jona erwirkte die Erlaubnis beim Erzbischof von Nowgorod, Feofil, und am Tag Mariä Entschlafung im Jahr eintausendvierhundertdreiundsiebzig wurde die Kirche geweiht. Von diesem Datum an zählt man die Geschichte des Klosters.

Am Eingang stehen die Gräber von Vassa und Jona nebeneinander. Hinter ihnen gehen sieben unterirdische Straßen mit Bestattungsnischen auseinander. Als erste in dieser Reihe gilt die linke Nische, die Ioann nach dem zweiten Versuch, seine Frau in der Erde zu bestatten, für sie ausgehauen hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort25 Min.
Nächster PunktErzengel-Michael-Kathedrale und Festungsmauer
Eintrittnach Vereinbarung

Nahe Höhlen: täglich 09:00–17:00; die fernen Von Gott geschaffenen Höhlen – nach vorheriger Anmeldung, montags und donnerstags keine Führungen, die Zahl der Pilger ist begrenzt. Geprüft am 2026-06-24.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die fernen Höhlen können nur nach vorheriger Anmeldung und gemäß der vom Kloster festgelegten Ordnung besucht werden. Entfernen Sie sich nicht von den Begleitpersonen, berühren Sie die Bestattungen nicht und fotografieren Sie nicht ohne Erlaubnis.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie von den Höhlen zur Kathedrale hinauf, die in die Mauerlinie eingebaut ist.

Stopp 7 von 8Weiter: Erzengel-Michael-Kathedrale und Festungsmauer

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Isborsk und Petschory: Festungen an der Westgrenze“ — 8 Stopps, rund 22,7 km mit Transfer; zu Fuß rund 5 km, 7–8 Stunden ab Pskow.

Ohne App Store und Google Play

Guide On Map als App installieren

Ein Symbol erscheint auf dem Startbildschirm; die Website öffnet sich ohne Browseroberfläche.

Android · Chrome
  1. Wenn unten „Jetzt installieren“ erscheint, tippe darauf und bestätige.
  2. Falls die Schaltfläche fehlt: Menü ⋮ → „App installieren“.
iPhone · Safari
  1. Tippe unten in Safari auf „Teilen“.
  2. Wähle „Zum Home-Bildschirm“ und dann „Hinzufügen“.
Symbol auf dem BildschirmVollbildmodusOffline-RoutenSpazierfortschritt