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Cálem: Portwein, über den Atlantik verschickt

Caves Cálem

Dieser Halt zeigt, wie Rückfracht aus Brasilien den Handel eines Familienunternehmens veränderte.

20 Min.
Fassade von Cálem an der Uferpromenade von Vila Nova de Gaia.
Michael Gaylard from Horsham, UK · CC BY 4.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Fassade der Keller
  • Karavelle auf dem Emblem
  • Holzbehälter
  • Steingewölbe

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der Steinfassade und den Gewölben am Douro sind die Keller eines Weinhauses in Betrieb: Hierher bringt man Portwein, der weiter flussaufwärts hergestellt wurde, damit er in der kühleren Luft von Vila Nova de Gaia reifen kann. Im Inneren stehen weiterhin Holzfässer, und daneben gab der Fluss den Lagerhäusern einst Zugang zu den Seewegen. An diesen Kais wachsen keine Trauben: Die hiesige Arbeit begann nach der Ernte und Verarbeitung, wenn das Getränk Zeit, Behältnisse und den Versand an Käufer brauchte. Die Karavelle auf den Flaschen erinnert an die maritime Seite dieses Ufers.

Im Jahr achtzehnhundertneunundfünfzig gründete der Weinhändler António Alves Cálem am Ufer von Vila Nova de Gaia, nahe der Stelle der heutigen Brücke, sein eigenes Unternehmen. Cálem lebte vom Umsatz des Weins: Er investierte Geld in die Ladung, bezahlte die Seebeförderung und erhielt sein Kapital erst nach dem Verkauf zurück. Für Portwein blieben die Britische Inseln und europäische Häfen die üblichen Ziele, doch er wählte Brasilien.

Zunächst verschiffte Cálem gewöhnliche portugiesische Tafelweine über den Atlantik. Dann stellte sich die Frage der Rückfahrt: Ein leeres Schiff kostete einen Teil des Gewinns. In Brasilien begann Cálem, Holz einzukaufen und nach Vila Nova de Gaia zu bringen. Hier eröffnete er eine Küferei. Aus dem eingeführten Holz fertigte man Fässer, und eigene Fässer ermöglichten dem Unternehmen, Portwein für den Verkauf zu lagern und reifen zu lassen. Das Haus Cálem kam über die Fracht zum Portwein, mit der man die Schiffe auf der Rückfahrt füllte.

Die Rechnung ging auf. Bis zum Jahr achtzehnhundertachtzig gingen mehr als vierzig Prozent der Cálem-Produktion nach Brasilien. Die Eigentümer erwarben eine eigene Flotte und anschließend Weinberge im Alto Douro. Nun kontrollierte eine Familie die gesamte Kette: Trauben, Reifung, Fässer und die Seebeförderung.

Damit erklärt sich auch die Funktion der Räume hinter der Fassade. Die Trauben werden weiter flussaufwärts am Douro angebaut und verarbeitet. In das kühlere Vila Nova de Gaia bringt man den Wein zur Reifung, und das Flussufer verband die Lagerhäuser mit dem Seehandel. Hier befinden sich bis heute die Keller von Cálem, wo Portwein in Holzbehältern reift.

Seit dem Jahr neunzehnhundertfünfundsechzig ist auf jeder Flasche von Cálem eine Karavelle abgebildet, die mit Portweinfässern beladen wird. Brasilianisches Holz ist auf dem Emblem nicht zu sehen. Doch gerade die Rückfracht erklärt, woher Cálem die Fässer hatte und warum ein Händler mit Tafelwein zum Besitzer eines Portweinhauses wurde.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktBurmester: Reifung, Name und Vertrauen
Eintrittvon außen

Führungen und Verkostungen finden in Zeitfenstern statt; prüfen Sie den aktuellen Zeitplan und die Sprache der Führung auf der offiziellen Website.

Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Museum, Keller und Verkostung sind im Rahmen eines separaten Besuchs zugänglich, der besser im Voraus gebucht wird. Ohne Reservierung kann man den Halt von außen machen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie am Ufer und gehen Sie zum bogenförmigen Eingang von Burmester.

Stopp 6 von 7Weiter: Burmester: Reifung, Name und Vertrauen

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Gaia: Kloster, Brücke und Weinufer“ — 7 Stopps, etwa 1 km zu Fuß + Seilbahn, 3 Std..

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