Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Grotte
- Becken des Wasserbassins
- Aussichtsplattform
- Granitabhang
Die Geschichte des Ortes
Auf der oberen Terrasse von Gaia liegt ein Stadtgarten mit einer Grotte, dem Becken eines früheren Wasserbassins und einer Aussichtsplattform inmitten von Granit. Er wurde angelegt, nachdem man hier ein Felsmassiv freigelegt hatte: In der Nähe verlief eine neue direkte städtische Linie, und weiter oben entstanden Häuser, Geschäfte und Einrichtungen. Auch heute hält die Metro fast dort, wo früher die elektrische Straßenbahn verlief.
Der Name „Jardim do Morro“ bedeutet „Garten des Hügels“. Nur der westliche Teil des Hügels, der dem Garten seinen Namen gab, ist bereits verschwunden. Nach der Eröffnung des oberen Brückendecks stieß die Straße aus Porto am Ufer von Gaia auf die Granitbasis der Serra do Pilar. Um weiter nach Süden zu gelangen, mussten Fuhrwerke sie umfahren. Hier gewann man auch Stein: Auf einem Foto aus dem Jahr neunzehnhundertdreiundzwanzig sieht der spätere Garten noch wie ein in Betrieb befindlicher Steinbruch aus.
Straßenbahner und Fahrgäste veränderten die Lage. Im Jahr neunzehnhundertfünf wurde beschlossen, die elektrische Linie aus Porto entlang der heutigen Avenida da República zu verlängern; damals hieß sie Avenida Campos Henriques. Für eine direkte Strecke schnitten die Arbeiter eine schmale Kerbe in den Hügel. Die Straßenbahn fuhr vom oberen Brückendeck nach Süden, und zu beiden Seiten der Schienen blieb zunächst Granit stehen.
Die direkte Verbindung veränderte Gaia stärker als eine einzelne Straße. Das Land entlang der Strecke wurde teurer, Häuser mit Gärten, Geschäfte und Einrichtungen entstanden. Der Stadtrat beschloss, das Rathaus aus dem alten Zentrum am Fluss hierher zu verlegen; das neue Gebäude wurde im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig fertiggestellt. Menschen, die zuvor für Handel und städtische Angelegenheiten zur Uferpromenade hinabsteigen mussten, erhielten oben ein neues Zentrum.
Zwei Jahre später ordneten die Stadtbehörden an, die westliche Hälfte des Hügels vollständig abzutragen. Der Steinbruchbetrieb an dieser Stelle endete. Der Hauptmann der Pioniertruppe João Oliveira Pombeiro entwarf einen Plan für einen öffentlichen Garten, und Alfredo Moreira da Silva mit seinen Söhnen – ein Familienunternehmen, das Pflanzen zog und Gärten anlegte – setzte ihn auf dem freigelegten Granit um. Im zentralen Massiv entstanden eine Grotte, ein Wasserbecken und eine Aussichtsplattform. In frühen städtischen Unterlagen hieß dieser Ort einfach Jardim do Morro.
Die heutige Metro überquert den Fluss auf demselben oberen Brückendeck und hält am Garten fast auf der Strecke der ersten elektrischen Straßenbahn. Von Pombeiros Entwurf sind die Grotte und das Becken des Wasserbassins erhalten. Und das Wort „Morro“ bewahrt im Namen den Granitvorsprung, den die Stadtbewohner zunächst für die Straßenbahnwagen durchschnitten und dann für Straße und Garten abtrugen.
Praktisch vor Ort
Offener öffentlicher Raum; an Konzerttagen und bei städtischen Veranstaltungen können sich die zugänglichen Bereiche ändern.
Geprüft: 25. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Machen Sie hier vor dem Abstieg eine Pause. Halten Sie die Grotte nicht für den Rest einer natürlichen Höhle: Sie ist eine Parkdekoration.
