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Dschumaja-Moschee

Джумая джамия

Das erhaltene Dach bietet einen Einstieg in die Geschichte eines Gebäudes, das vor dem Abbruch bewahrt wurde, aber nicht sofort den Gläubigen zurückgegeben wurde.

15 Min.
Breite Fassade der Dschumaja-Moschee aus Ziegeln und Stein mit Kuppeln und einem gestreiften Minarett
Ad Meskens · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Dach über dem Gebetssaal
  • Künstliche Terrasse
  • Treppe zum Eingang
  • Großer Gebetssaal

Die Geschichte des Ortes

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Über dem Platz erhebt sich ein riesiger Gebetssaal: Zu seinem Eingang führt eine Treppe von einer aufgeschütteten Erhebung. Als ringsum der Markt lärmte, kamen hier freitags Bewohner verschiedener Viertel zum gemeinsamen Gebet zusammen, und die Größe des Gebäudes entsprach dieser Aufgabe. Der Name Dschumaja bewahrte die Erinnerung an den Freitag, Muradie an die sultanische Wohltätigkeitsstiftung, aus der die Moschee selbst und ihre Bediensteten unterhalten wurden. Das heutige Mauerwerk datieren Forscher ungefähr auf das Jahr eintausendvierhundertfünfundzwanzig, obwohl eine alte städtische Überlieferung einen anderen Sultan namens Murad als Auftraggeber nannte.

Im Sommer tausendachthundertachtundsiebzig wurde von dieser Moschee bereits das Dach abgetragen. Der Russisch-Türkische Krieg war beendet, russische Truppen standen in Plowdiw, und viele muslimische Gebäude wurden abgerissen oder für andere Zwecke genutzt. Vor dem Krieg zählte man in der Stadt dreiunddreißig Moscheen und Gebetsstätten; bis November sollte nur noch eine für den Gottesdienst nutzbar bleiben.

Am zweiundzwanzigsten Juli kamen Yusuf Rıza und Naşid Raşid hierher – osmanische Vertreter der Internationalen Rhodopen-Kommission. Die Kommission sammelte Informationen über das Schicksal von Flüchtlingen und zerstörtem Eigentum. Der Bericht hält fest: Ihr Erscheinen stoppte den Abbruch der Muradie, der „Moschee Murads“. Wer angeordnet hatte, das Dach abzutragen, und was die Kommissare genau sagten, berichtet das Dokument nicht. Das Ergebnis ist bekannt: Die Arbeiter hörten auf, das Gebäude abzureißen.

Die Rettung der Mauern gab den Menschen den Gebetssaal noch nicht zurück. Im Herbst nutzten russische Einheiten die Muradie als Lager. Nach ihrem Abzug bat die muslimische Gemeinde Plowdiws darum, zweitausend Lira aus der regionalen Staatskasse für die Instandsetzung dieser Moschee und der Imaret-Moschee auszuzahlen. Die Gemeindemitglieder rechneten mit dem Geld früherer frommer Stiftungen, aus denen die Gebäude und ihre Bediensteten unterhalten worden waren. Ihr Antrag wurde abgelehnt: Die Beamten erklärten, der Status dieser Gelder sei noch nicht geregelt. Eine große Instandsetzung der Muradie erfolgte erst im Jahr neunzehnhundertacht.

Der Name „Dschumaja“ erklärt, warum ein so großer Saal nötig war. „Dschuma“ bedeutet das gemeinsame Freitagsgebet, und Ulu Dschumaja die Hauptfreitagsmoschee. Freitags kamen hier Gläubige aus verschiedenen Vierteln zum gemeinsamen Gebet zusammen, deshalb errichtete man sie mitten auf dem damals bestehenden Markt. Die Erbauer hoben die Moschee auf eine künstliche Terrasse und verbanden sie durch eine Treppe mit den Marktständen. Der Markt verschwand, doch die Richtung blieb erhalten: Die Fußgängerstraße und der Platz der Stadt führen noch immer am Eingang zusammen.

Darüber, welchem der beiden Sultane namens Murad der ursprüngliche Entwurf gehörte, streiten Historiker. Eine alte Überlieferung nannte Murad I., der Plowdiw eroberte. Neuere Forschungen datieren das heutige Gebäude ungefähr auf das Jahr eintausendvierhundertfünfundzwanzig, als Murad II. herrschte; Ausgabenaufzeichnungen vom Ende des fünfzehnten Jahrhunderts verbinden die Moschee mit einer sultanischen Wohltätigkeitsstiftung. Deshalb behielt sie zwei Namen: Muradie erinnert an den Auftraggeber, Dschumaja an ihre Bestimmung.

Im Juli tausendachthundertachtundsiebzig hatte man nur einen Teil des Daches abtragen können. Darunter versammelt man sich noch heute zum Freitagsgebet.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktRömisches Stadion von Philippopolis
EintrittMoschee in Betrieb; Eintritt mit Erlaubnis

Moschee in Betrieb; ein offizieller touristischer Zeitplan ist nicht veröffentlicht. Der Eintritt hängt von den Gebeten und der Entscheidung des Moscheepersonals ab.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist eine Moschee in Betrieb: Stören Sie das Gebet nicht und treten Sie nur ein, wenn ein Besuch angebracht ist; die Malereien sind nur innen sichtbar.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zum Rand des Platzes und steigen Sie unter das Straßenpflaster zur Nordkurve des Stadions hinab.

Stopp 7 von 9Weiter: Römisches Stadion von Philippopolis

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Plowdiw über Plowdiw: Zentrum und Altstadt“ — 9 Stopps, 2,6 km, etwa 4 Std..

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