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Bischofsbasilika von Philippopolis

Епископска базилика на Филипопол

Eine Inschrift unter dem oberen Mosaikboden wird aus einer langjährigen Hypothese den nachgewiesenen Status als Hauptkirche machen.

35 Min.
Mosaikboden der Bischofsbasilika von Philippopolis mit geometrischen Feldern und Vogeldarstellungen
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Worauf achten

  • Fragment der griechischen Inschrift
  • Zwei Mosaikböden
  • Darstellung eines Altartischs und zweier Gefäße
  • Nordschiff

Die Geschichte des Ortes

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Unter dem Schutzdach sind zwei Mosaikflächen freigelegt, die nun auf verschiedenen Ebenen liegen. In der Spätantike stand hier beim Forum der Stadt die Hauptkirche der Christen von Philippopolis: Drei Schiffe liefen auf die Apsis zu, vor der sich eine marmorne Erhöhung für den Bischof und den Klerus befand. Auf der unteren Ebene sind Darstellungen eines Altartischs und von Gefäßen für die Kommunion erhalten, und der nördliche Teil der Kirche ist nach dem Abbau eines Straßenabschnitts über den Ruinen wieder freigelegt.

Zu Beginn der neunzehnhundertachtziger Jahre legten Bauarbeiter einen Fußgängertunnel unter dem Zentralplatz an und stießen auf einen Mosaikboden. Elena Kesyakova, Archäologin am Regionalmuseum Plowdiw, erhielt mitten auf der städtischen Baustelle eine Rettungsgrabung. Unter dem Mosaik zeichnete sich der Grundriss einer riesigen dreischiffigen Kirche ab, doch vollständig untersuchen ließ er sich nicht: Die nördliche Hälfte des Gebäudes verlief unter einer in Betrieb befindlichen Straße.

Von neunzehnhundertdreiundachtzig bis neunzehnhundertsechsundachtzig legte Kesyakova das Mittel- und das Südschiff, den Altarbereich und einen Hof mit Kolonnaden frei. Philippopolis – der antike Name von Plowdiw – hatte diese Kirche neben dem Forum der Stadt errichtet. Im Mittelschiff befand sich eine mit Marmor verkleidete Erhöhung für den Bischof und den Klerus. Aufgrund ihrer Größe und Lage entschied Kesyakova, dass sie die Hauptkirche der Christen der Stadt gefunden hatte, in der der Bischof zelebrierte. Einen direkten Beweis hatte sie jedoch nicht. Das Objekt erhielt einen vorsichtigeren Namen: Große Basilika.

Dann wurden die Ausgrabungen eingestellt. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und Veränderungen im Land ließen den Archäologen nur die Möglichkeit, das Gefundene zu schützen. Einige Mosaikabschnitte nahm man ab und brachte sie in Museumsdepots, andere schüttete man mit Sand zu. Das nicht ausgegrabene Nordschiff blieb unter der Straße. Über den Ruinen errichtete man eine provisorische Überdachung, doch Ende der neunzehnhundertneunziger Jahre stürzte sie ein, und der Zustand der Mosaiken begann sich zu verschlechtern. Kesyakovas Schlussfolgerung blieb fast drei Jahrzehnte lang eine fachliche Hypothese, gemeinsam mit dem größten Teil des Gebäudes begraben.

Im Jahr zweitausendfünfzehn kehrte Kesyakova als archäologische Beobachterin hierher zurück. Das Restaurierungsteam von Elena Kantareva-Decheva bereitete die Mosaiken für eine künftige Ausstellung vor. Der obere Boden musste abschnittsweise abgenommen, gefestigt und anschließend wieder zusammengesetzt werden. Als man ihn im Südschiff anhob, kam eine frühere Mosaikschicht zum Vorschein.

In der Mitte dieser Schicht legten Handwerker der Spätantike einen Altartisch und zwei Gefäße aus – für Wein und Wasser, die während der Kommunion verwendet wurden. Daneben verlief eine griechische Stifterinschrift. Der Anfang des Namens ist verloren: Epigraphiker schlagen Markian oder Lukian vor. Erhalten sind dagegen das Amt und das Ende des Namens. Die Inschrift berichtet, dass das Mosaik zur Zeit eines Bischofs gelegt wurde, dessen Name auf „kian“ endete.

Diese wenigen Buchstaben bestätigten Kesyakovas Schlussfolgerung. Vor den Archäologen lag die Kirche des städtischen Bischofssitzes, die vom vierten bis zum Ende des sechsten Jahrhunderts in Betrieb war. Hier versammelte sich eine große christliche Gemeinde, und der Bischof sowie der Klerus nahmen die Erhöhung vor der Apsis ein. So erhielt die Große Basilika ihren heutigen Namen – Bischofsbasilika von Philippopolis.

Die Funde zwangen auch dazu, den Museumsentwurf zu ändern. Die Stadt baute einen Straßenabschnitt über dem Nordschiff ab, und die Gruppe der Archäologin Zhenya Tankova legte die verbliebene Hälfte der Kirche frei. Die Restauratoren erhielten zugleich zwei übereinanderliegende antike Mosaikböden. Den unteren bewahrte man an seinem ursprünglichen Ort. Den oberen, der für die Arbeiten darunter abgenommen werden musste, setzte man im zweiten Stock des Schutzgebäudes wieder zusammen.

Im Südschiff bleibt ein Fragment der Inschrift erhalten: „zur Zeit des Bischofs … kian“. Der obere Mosaikboden, der diese Worte bis zum Jahr zweitausendfünfzehn verborgen hatte, ist nun ein Stockwerk höher ausgestellt.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort35 Min.
Nächster PunktRömisches Forum und Odeon
Eintrittmit Ticket

Täglich 09:00–18:00; Erwachsenenticket – 7,57 Euro.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Das Wichtigste befindet sich im Museumskomplex; nehmen Sie sich Zeit und vergleichen Sie die Mosaiken aus der Nähe und von den höher gelegenen Aussichtspunkten.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie hinaus zum Platz und umrunden Sie den Block nach Westen, zum offenen Forum und zum halbrunden Saal.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Plowdiw über Plowdiw: Zentrum und Altstadt“ — 9 Stopps, 2,6 km, etwa 4 Std..

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