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Theater Shōchikuza

大阪松竹座劇場

Die Fassade wird zum Eingang in die Geschichte der Osakaer Revue und eines Zufalls, der zur Bühnentradition wurde.

10 Min. draußen
Neorenaissance-Fassade des Theaters Shōchikuza in Dōtonbori
DVMG · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Steinbogen
  • Neorenaissance-Fassade
  • Name „Shōchiku“ über dem Eingang

Die Geschichte des Ortes

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Der Steinbogen durchschneidet die schmuckvolle Fassade im Stil der italienischen Renaissance; dahinter verbarg sich lange ein Theatersaal. Die Straßenwand des früheren Kinos blieb erhalten, und in der Tiefe richtete man eine neue Bühne für Kabuki, Revuen, Dramen und Konzerte ein. Von außen bewahrte das Gebäude die Erinnerung an das alte Vergnügungsviertel, während sich hinter dieser Hülle ein ganz anderes Theaterleben fortsetzte.

Über dem Steinbogen ist der Name „Shōchiku“ erhalten geblieben. Er setzt sich aus den Namen der Zwillingsbrüder und Theaterunternehmer Shirai Matsujirō und Ōtani Takejirō zusammen: „Matsu“ ist die Kiefer aus Matsujirōs Namen, „Take“ der Bambus aus Takejirōs Namen. Zunächst las man die beiden Schriftzeichen als „Matsutake“, doch nach der Gründung der Filmgesellschaft im Jahr neunzehnhundertzwanzig setzte sich die Lesung „Shōchiku“ durch. Das Theater erhielt den Namen der Firma der Brüder.

Matsujirō wollte das Kino mit der für Japan neuen Bühnenrevue verbinden. Er eröffnete eine Schule für Mädchen und baute hier im Mai neunzehnhundertdreiundzwanzig ein Kino mit Bühne. Bei der Eröffnung spielten die Schülerinnen „L’Arlésienne“. Ihre Ballettnummern wurden damals zwischen zwei Filmen derselben Kinovorstellung aufgeführt. Aus dieser Truppe ging die Frauenkompanie OSK Nippon Revue Company hervor.

Drei Jahre später erfand Matsujirō für sie die jährliche Vorstellung „Haru no Odori“ – den „Frühlingstanz“. Die wichtigste gegenständliche Erinnerung an eine der frühen Aufführungen erscheint heute in den Finalen der Truppe weit entfernt von diesem Gebäude.

Im Frühjahr neunzehnhundertneunundzwanzig trat im vierten „Haru no Odori“ die eingeladene französische Sängerin Lucienne Dufrêne auf. In der Schlussszene sang sie „Haru no Uta“, während die Tänzerinnen zwischen Papier-Sakurablüten wirbelten. Dufrêne atmete Papierkonfetti ein und verlor mitten in der Nummer ihre Stimme. Für eine gastierende Solistin bedeutete das, dass sie ihre eigene Darbietung nicht beenden konnte.

Damit das Papier der Sängerin nicht mehr ins Gesicht flog, spannte man über ihr einen Schirm auf. Dufrêne setzte die Nummer darunter fort, und die Leiter der Truppe machten aus dem erzwungenen Schutz einen Bühneneffekt. Vom folgenden Jahr an traten die Tänzerinnen im Finale mit Schirmen auf. Später färbte man sie rosa, ließ sie an Sakurablüten erinnern und verband sie mit dem neuen Lied „Sakura Saku Kuni“. Das Drehen der rosa Schirme beendet bis heute die Vorstellungen der OSK Nippon Revue Company; den Zuschauern verkauft man sogar kleine Nachbildungen, damit sie die Bewegungen der Künstlerinnen vom Zuschauerraum aus nachmachen können.

Der alte Saal, in dem Dufrêne ihre Stimme mit einem Schirm rettete, existiert nicht mehr. Im Jahr neunzehnhundertvierundneunzig schloss man das Kino, und drei Jahre später ließen die Bauarbeiter die Neorenaissance-Fassade mit dem Bogen stehen und errichteten dahinter einen neuen Theatersaal für Kabuki, Revuen, Schauspielaufführungen und Konzerte.

Am sechsundzwanzigsten Mai zweitausendsechsundzwanzig endete hier die letzte Vorstellung. Wegen der Abnutzung der technischen Anlagen schloss die Gesellschaft das Theater und beschloss, das Gebäude abzureißen. Das nächste „Haru no Odori“ ist für Juni zweitausendsiebenundzwanzig in der NHK Osaka Hall angesetzt. Dort werden die Künstlerinnen wieder die rosa Schirme öffnen – ein Effekt, den man hier erfand, als Papier-Sakurablüten beinahe Lucienne Dufrênes Lied vereitelt hätten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min. draußen
Nächster PunktEbisubashi und Dōtonbori
Eintrittaußen; nur mit Ticket bei bestätigtem Spielplan

Auf den offiziellen Seiten war zum Prüfdatum nach den letzten Vorstellungen im Mai 2026 kein regulärer, verlässlicher Spielplan bestätigt. Nutzen Sie diesen Ort als Außenstopp, bis ein neues Programm veröffentlicht wird.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Betrachten Sie den Ort nach der Schließung des Theaters im Mai 2026 als Außenbesichtigung. Planen Sie keinen Besuch des Saals ohne eine neue offizielle Bekanntgabe über den Zugang.

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Wie weiter?

Lassen Sie den Theaterbogen hinter sich und gehen Sie zur Brücke unter der Läuferfigur von Glico.

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„Namba und Dōtonbori: Märkte, Bühnen und Restaurants“ — 8 Stopps, ca. 2,9 km, 2,5–3,5 Std..

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