Stopp 7 von 8

Dōguyasuji

千日前道具屋筋商店街

Diese Station zeigt die unsichtbare Infrastruktur einer Restaurantstadt – vom Messer und Herd bis zur Laterne und zum Schild.

15 Min.
Dōguyasuji-Straße mit Geschäften für Küchengeräte und Besuchern
DVMG · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Riesiges rotes Schriftzeichen für „Weg“
  • Überdachte Einkaufsarkade
  • Messer und Küchenmaschinen
  • Schilder, Laternen und Vorhänge

Die Geschichte des Ortes

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„Dōguyasuji“ bedeutet „Straße der Gerätehändler“: Ein dōguya ist ein solches Geschäft, und suji nennt man in Osaka eine Straße, die von Norden nach Süden verläuft. Doch die ersten Verkäufer handelten hier keineswegs nur mit Küchenbedarf.

Um das Jahr achtzehnhundertzweiundachtzig besetzten Händler für gebrauchte Gegenstände und kleine Haushaltswaren diesen Durchgang, weil er von Sennichimae beim Hōzen-ji zum Shitennō-ji und zum Imamiya-Ebisu-Schrein führte. Sie lebten von Pilgern: Sie breiteten ihre Waren am Straßenrand dort aus, wo der Käuferstrom durch den Kalender der Tempelbesuche gesichert war. Nach diesen Geschäften erhielt der Durchgang den Namen Dōguyasuji.

Dann kamen rund um Namba und Sennichimae mehr Theater, Vergnügungsstätten und Restaurants hinzu. Die Händler erkannten, dass nun die Besitzer von Lokalen und die Köche einen stetigen Verdienst brachten. Bis zum Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig gab es hier etwa zwanzig Geschäfte; die Verkäufer wechselten von zufälligem Altwarenhandel zur Herstellung, zum Großhandel und zum Verleih professioneller Ausstattung. Bis zur Mitte der dreißiger Jahre richteten sie ihr Angebot immer genauer an den Bestellungen der Restaurants aus: Messer, Kessel, Bratplatten, Geschirr, Schilder, Laternen und Vorhänge.

Im Jahr neunzehnhundertfünfundvierzig zerstörten Luftangriffe die Geschäftszeile. Den Händlern verbrannten Räume und Vorräte, und viele Restaurants, die sie belieferten, schlossen. Nach dem Krieg errichteten die Händler provisorische Baracken und begannen mit dem Tausch von Gegenständen. Als die Köche zurückkehrten und wieder Lokale eröffneten, brauchten sie erneut alles auf einmal – vom Herd bis zum Teller. Bis zum Ende der vierziger Jahre wurde der Handel aus dem Schwarzmarkt herausgeführt, und die Geschäftsinhaber bauten die Dōguyasuji als spezialisierte Zeile wieder auf.

Hier entstand eine besondere Arbeitsweise mit einem neuen Restaurant. Bei den Geschäften arbeiteten Bantō – Verwalter, die die Aufgaben eines leitenden Verkäufers und eines Beraters verbanden. Sie sagten dem Besitzer, wie er die Ausstattung anordnen sollte, wo er Lebensmittel beziehen konnte und welche Dinge er vor der Eröffnung brauchte. Wenn ein benötigter Gegenstand bei einem Verkäufer nicht vorhanden war, fand dieser ihn beim Nachbarn. Die gesamte Bestellung ließ sich in einer einzigen kurzen Straße zusammenstellen: Uniformen für das Personal, ein Schild, Geschirr, Küchenmaschinen und sogar Zahnstocher.

Die heutige überdachte Zeile von etwa einhundertfünfzig Metern Länge entstand zur Expo ’70 im Jahr neunzehnhundertsiebzig. Später wurde über dem Eingang ein riesiges rotes Schriftzeichen für „Weg“ angebracht. Darunter setzt sich dieselbe Handelsordnung fort: Auf der ehemaligen Pilgerstraße und an der Stelle der Nachkriegsbaracken kann ein einziges Restaurant noch immer ausgestattet werden, indem man von Geschäft zu Geschäft geht.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktUra Namba
Eintrittfrei zugänglich

Öffnungszeiten und Ruhetage unterscheiden sich je nach Geschäft. Das städtische Register beschreibt die Straße als Einkaufsarkade mit wechselnden Öffnungszeiten; planen Sie Zeit am Tag ein.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Nehmen Sie Messer und professionelle Ausstattung nicht ohne Einladung des Verkäufers in die Hand. Wenn Sie hineingehen, nennen Sie besser eine konkrete Aufgabe – hier beginnt das Gespräch mit der Arbeit, nicht mit dem Souvenir.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie zum Theater, umgehen Sie es auf der Ostseite und betreten Sie die ersten Restaurantgassen.

Stopp 7 von 8Weiter: Ura Namba

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Namba und Dōtonbori: Märkte, Bühnen und Restaurants“ — 8 Stopps, ca. 2,9 km, 2,5–3,5 Std..

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