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Ura Namba

裏なんば

Zum Abschluss wird erklärt, wie mehrere Lokale verstreuten Gassen einen gemeinsamen Namen und neue Besucher gaben.

30 Min. und mehr nach Wunsch
Eine schmale Straße im Gebiet Sennichimae/Namba mit Restaurant-Schildern und Passanten.
m-louis .® from Osaka, Japan · CC BY-SA 2.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Schmale Durchgänge
  • Niedrige Gebäude
  • Schilder der Lokale
  • Wegweiser „Ura Namba“

Die Geschichte des Ortes

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„Ura Namba“ wurde von den Besitzern zweier hiesiger Lokale erfunden. Bis zum Beginn der zweitausender Jahre gab es auf der Karte von Osaka kein solches Viertel: Es gab die Quartiere Sennichimae und Namba-Sennichimae östlich des Bahnhofs Namba, Lagerhäuser von Händlern, alte Kabaretts und Klubs sowie einige Restaurants. Besucher gingen zum Kuromon-Markt, nach Dōguyasuji oder zum Theater Namba Grand Kagetsu, hielten sich in den Gassen aber nicht lange auf.

Im Jahr zweitausendsieben eröffnete der Gastronom Kawabata Yūji hier das Osaka Yakiton Center, einen Stehimbiss mit am Spieß gegrillten Schweineinnereien. Davon lebte sein Geschäft. Kawabata hatte beim früheren Besitzer gelernt, Schweineinnereien zu zerlegen und zuzubereiten, und eröffnete anschließend einen eigenen Imbiss in Nishinari. In Osaka war Yakiton weiterhin ungewohntes Essen: Rindfleisch oder Hähnchenspieße ließen sich hier wesentlich leichter verkaufen. Kawabata riskierte sein Geld in einer Gasse, in die sein gewünschtes Publikum fast nie kam, und mit einer Ware, die diesem Publikum erst noch erklärt werden musste.

Gerade die hiesige Bebauung ermöglichte das Risiko mit vergleichsweise kleinen Lokalen. Nach dem Krieg wurden die Quartiere östlich des Bahnhofs nicht neu geplant. Die hier vorgesehene dreißig Meter breite Hauptstraße wurde nie angelegt; die alten Parzellen, schmalen Durchgänge und niedrigen Gebäude blieben erhalten. Ladenbesitzer begannen, Lagerhäuser zu vermieten, und unabhängige Gastronomen konnten Räume beziehen, die für ein großes Restaurant zu eng waren, aber für einen Tresen, eine Küche und einige Tische passten.

Kawabata eröffnete in der Nähe noch mehrere Lokale mit unterschiedlichem Essen. Seine Rechnung war einfach: Ein Besucher einer Bar sollte einen Grund haben, zur nächsten weiterzugehen, ohne diese Straßen zu verlassen. Etwa zur gleichen Zeit eröffnete Hoshimoto Kōichirō hier den Grillplatten-Imbiss Teppan Yaro. Beide Besitzer wollten, dass ihre Gassen nicht mehr durch eine lange Kette von Orientierungspunkten erklärt werden mussten. Kawabata formulierte das Ziel ganz wörtlich: Ein Mensch sollte in ein Taxi steigen und dem Fahrer den Namen des Viertels sagen können.

Im Jahr zweitausendelf nannten Kawabata und Hoshimoto es „Ura Namba“. „Ura“ bedeutet Rückseite: Ihre Lokale lagen hinter dem Theater Namba Grand Kagetsu, wenn man von den Hauptstraßen Nambas kam. Es war ein von Händlern erfundener Name, um Gäste anzuziehen, und weder ein alter Ortsname noch eine Entscheidung der Stadtverwaltung.

Ein Wort allein genügte nicht. Im selben Jahr erstellten die Besitzer von elf Lokalen die erste Karte von Ura Namba und begannen, sie an Besucher zu verteilen. Auf dem Blatt erschienen die verstreuten Bars erstmals als ein einziger Ort, innerhalb dessen man zu Fuß umhergehen konnte. Die folgenden Ausgaben der Karte griff die lokale Verlegerin Maki Kayoko auf: Die Zahl der verzeichneten Lokale wuchs, Hinweise für ausländische Gäste kamen hinzu, und die Auflage erreichte zehntausend Exemplare.

Kawabata gewann Besucherströme für seine Imbisse und eröffnete in der Umgebung neue Lokale; Hoshimoto fügte seinem Restaurant die Bezeichnung „Hauptlokal in Ura Namba“ hinzu. Ihnen folgten weitere Besitzer in kleine Lagerhäuser und zweigeschossige Häuser. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zahl der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe östlich des Bahnhofs um mehr als ein Sechstel, obwohl sie im Chūō-ku zurückging.

Ura Namba hat bis heute keine offizielle Grenze. Gewöhnlich nennt man so die Gassen zwischen dem Theater, dem Kuromon-Markt, Dōguyasuji und dem Bahnhof. Das Osaka Yakiton Center befindet sich weiterhin in dem Haus in Namba-Sennichimae, in dem Kawabata sein riskantes Experiment begann. Und das von ihm erfundene Wort steht heute auf Karten, Hotelwegweisern und dem Schild von Hoshimotos Restaurant – genau als eine Adresse, die man einem Taxifahrer nennen kann.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort30 Min. und mehr nach Wunsch
Nächster PunktEnde der Route
Eintrittvon außen; Speisen und Getränke je nach Lokal

Die Gassen sind als Stadtstraßen zugänglich; Restaurants und Bars haben eigene Öffnungszeiten, viele richten sich auf den Abend aus.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Kleine Lokale füllen sich schnell. Wählen Sie daher eines aus und seien Sie darauf vorbereitet, zu warten oder Ihren Plan zu ändern. Besetzen Sie ohne Bestellung keinen Platz lange und erkundigen Sie sich nach den Regeln für Aufnahmen im Inneren.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Bleiben Sie in den Gassen: Der Spaziergang endet dort, wo ein von Gastronomen erfundener Name zu einer Adresse wurde.

Stopp 8 von 8Ende der Route

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Namba und Dōtonbori: Märkte, Bühnen und Restaurants“ — 8 Stopps, ca. 2,9 km, 2,5–3,5 Std..

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