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Messebrunnen

Ярмарочная площадь

Die gusseiserne Inschrift wird zum Einstieg in die Geschichte von Wasser, Bränden und den Ausgaben der Kaufleute.

14 Min.
Gusseiserner Messebrunnen vor dem Hauptmessehaus
Алексей Трефилов · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Gusseiserner Korpus
  • Menschenköpfe
  • Löwenköpfe
  • Inschrift aus dem Jahr 1869

Die Geschichte des Ortes

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Heute finden auf dem Messeplatz Feste, Konzerte, Tanzkurse und saisonale Märkte statt. Der gusseiserne Brunnen in der Mitte entstand hier für eine ganz andere Aufgabe. Zwischen Menschen- und Löwenköpfen auf seinem Korpus ist eine Inschrift eingegossen: „Im Jahr eintausendachthundertneunundsechzig. Auf Kosten der Messekaufleute.“ „Auf Kosten“ bedeutet: „von ihrem Geld“.

Als Messekaufleute bezeichnete man Händler, deren gewählte Vertreter einen Teil der Wirtschaft dieser saisonalen Handelsstadt verwalteten. Die Kaufleute brachten Waren hierher und lebten von den hier geschlossenen Geschäften. Sie brauchten Wasser zum Trinken und zum Löschen von Bränden: Der Verlust eines Ladens oder Lagers konnte das in die Waren investierte Kapital vernichten.

Die Kaufleute sammelten Geld für eine eigene Wasserleitung der Messe. Der Ingenieur Brunner erhielt den Auftrag für das Projekt, der Architekt Robert Kilewein leitete die Arbeiten. Aus Gusseisen goss man Rohre und zwei gleiche Brunnen-Reservoirs. Einen stellte man vor das Hauptmessehaus, wo die Vertreter der Kaufleute die Messeangelegenheiten führten, den anderen vor die Spasski-Altmesse-Kathedrale. Die Brunnen markierten die zwei wichtigsten Zentren der Messe und wurden zugleich Teil ihres Wasserversorgungsnetzes.

Am ersten August eintausendachthundertsiebzig leitete man Wasser durch sechseinhalb Werst lange Rohre zu den Handelsreihen, Hotels und Dienstgebäuden. Die Wasserleitung versorgte auch die benachbarte Kanawinskaja Sloboda. Die Kaufleute erhielten ein System, das sie selbst bezahlt hatten; doch mit dem Wachstum der Messe reichten seine Möglichkeiten nicht mehr aus.

Bis zum Jahr eintausendachthundertzweiundneunzig lieferte die Wasserleitung ungefähr die Hälfte der benötigten Wassermenge. Das Wasser entnahm man einem Altarm der Oka, in den Abwässer gelangten. Als vor der Eröffnung der Messe in der Stadt Cholera ausbrach, setzte sich der hierher entsandte Arzt und Professor der Medizin Wassili von Anrep für eine dringende Versorgung mit sichererem Wasser ein. Auf seine Anweisung richtete man am Ufer der Wolga eine provisorische Wasserleitung ein. Der Fabrikant Sawwa Morosow schickte aus seinem Betrieb vier Dampfmaschinen für die Pumpen.

Nach der Epidemie investierten die Messekaufleute mehr als einundachtzigtausend Rubel in den Umbau des Netzes. Die Ingenieure verlegten neue Rohre, erhöhten die Zahl der Hydranten und brachten die Wasserversorgung auf den Bedarf der Messebevölkerung. So setzte sich die Geschichte fort, die in einer Zeile auf dem Brunnen festgehalten ist: Die Händler bezahlten ein System, das sie selbst nutzten und das sie umbauen mussten, als die ursprüngliche Berechnung nicht mehr ausreichte.

Das heutige Hauptmessehaus wurde im Jahr eintausendachthundertneunzig fertiggestellt – der Brunnen stand zu diesem Zeitpunkt bereits seit einundzwanzig Jahren auf dem Platz. Sein Zwilling an der Spasski-Altmesse-Kathedrale wurde im Jahr eintausendneunhundertachtundzwanzig versetzt. Dieser blieb an seinem ursprünglichen Ort; bei der letzten Restaurierung ersetzte man die Pumpen und Leitungen, bewahrte jedoch die gusseiserne Inschrift der Kaufleute.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktKanawinski-Brücke
Eintrittfrei zugänglich; Absperrungen wegen Veranstaltungen möglich

Offener öffentlicher Raum; der Zugang zum Brunnen und zum Platz kann sich während des Aufbaus und der Durchführung von Veranstaltungen ändern.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Brunnen kann abgeschaltet sein, doch seine Konstruktion und sein Standort bleiben sichtbar. Verwenden Sie das Wasser aus dem Becken nicht als Trinkwasser.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Platz und gehen Sie zum nächstgelegenen Ufer der Oka und zu den Brückenspannen.

Stopp 3 von 7Weiter: Kanawinski-Brücke

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

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