Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Der steinerne Bogen der Brücke
- Der schmale Kanal unter der Brücke
- Das offene Wasser von The Pond
- Die steinernen Uferbefestigungen
Die Geschichte des Ortes
Unter dem steinernen Bogen beginnt ein schmaler Kanal, durch den Wasser aus dem südlichen Teil des Central Park in das Becken von The Pond eintritt. Das Gewässer selbst wurde in einer ehemaligen sumpfigen Senke angelegt, durch die früher das Wasser von De Voor’s Mill Stream floss. Heute hält eine dichte Auskleidung am Grund das Wasser zurück, und städtische Rohre füllen The Pond aus dem allgemeinen Netz auf. Die steinernen Ufer und der Durchgang unter der Brücke lenken den gesamten Abfluss aus diesem Teil des Parks hierher, weshalb sich der Schlamm zuerst im schmalen Kanal absetzt.
Die Gapstow Bridge führte im Jahr achtzehnhundertvierundsiebzig einen Fußweg über die engste Stelle von The Pond. Der Architekt Jacob Wrey Mould baute die erste Brücke aus Holz und Gusseisen: Zwei hohe Holzbögen erhoben sich über dem Belag, dazwischen verlief ein durchbrochenes Geländer. Die Konstruktion hielt zweiundzwanzig Jahre. Als das Holz verrottet war, baute die Stadt die Brücke vollständig ab. Im Jahr achtzehnhundertsechsundneunzig errichtete der Architekt John Galen Howard an denselben Ufern den heutigen Bogen aus Manhattan-Schiefer.
The Pond legten Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux in einer sumpfigen Senke an, die von De Voor’s Mill Stream gespeist wurde. Heute hält eine wasserdichte Auskleidung am Grund das Wasser zurück, und unterirdische Rohre führen Wasser aus dem städtischen Netz hierher. Der schmale Kanal unter der Brücke dient als Eingang zum Hauptbecken von The Pond – deshalb setzt sich alles, was aus dem südlichen Teil des Central Park angeschwemmt wird, zunächst hier ab.
Bis zum Jahr neunzehnhundertsiebenundsiebzig war das offene Wasser unter dem Bogen fast verschwunden. Die Hänge wurden ausgewaschen, und für die Reinigung der Einzugsbecken fehlte Geld. Arbeiter, die einen U-Bahn-Tunnel unter dem Park vortrieben, pumpten Wasser mit Ton und Schlamm aus der Baugrube in dasselbe Regenwassersystem. Die Ablagerungen verstopften den Kanal, zogen unter der Gapstow Bridge hindurch und bildeten einen langen Streifen aus Rohrkolben, Schilf und Weidengebüsch.
Im neuen Flachwasser erschienen Vögel, die zuvor nur selten im Central Park verweilten. Der Ornithologe Roger Pasquier, der kurz zuvor als Assistent eines Kurators am American Museum of Natural History gearbeitet hatte, beobachtete hier einen Kleinen Gelbschenkel – einen Watvogel, der den Park gewöhnlich umging. Pasquier und seine Kollegen von der Linnaean Society of New York baten darum, einen Teil der Rohrkolben zu erhalten oder sie zu dem benachbarten Vogelschutzgebiet umzupflanzen. Sie wollten den Vögeln dieses zufällig entstandene Versteck lassen.
Fachleute des Bundesstaats erkannten den zugewachsenen Kanal als Süßwassersumpf an. Dieser Status verlangte eine gesonderte Genehmigung für die Räumung. Für Martin Lang, den Kommissar der städtischen Parkverwaltung, bedeutete das einen Stopp des Projekts, für das er kraft seines Amtes verantwortlich war. Der Schlamm staute sich bereits in das Regenwassernetz zurück: Bei starken Regenfällen sperrte die Polizei die Querstraße an der Fünfundsechzigsten Straße manchmal. Die Uferbefestigungen zerfielen, das Wasser stand still.
Eines Tages stand Lang um vier Uhr morgens auf und fuhr nach Albany, um den Beamten des Bundesstaats nachzuweisen, dass das Gestrüpp aus Bau- und Stadtschlamm entstanden war. Der Sumpfstatus wurde aufgehoben. Anschließend überzeugte Lang die Bundesregierung, The Pond als künstlich angelegtes Gewässer in ein Programm zur Reinigung von Seen aufzunehmen, und erhielt fast vierhundertachtundneunzigtausend Dollar an Bundesmitteln.
Bis zum Jahr neunzehnhunderteinundachtzig war der angesammelte Schlamm entfernt, die Einlass- und Auslassanlagen waren wiederhergestellt und die Ufer erneut mit Stein befestigt worden. Pasquiers vorübergehendes Flachwasser verschwand. Unter Howards Bogen liegt wieder offenes Wasser; das Gestrüpp, wegen dessen der Ornithologe und der Kommissar zu Beamten fuhren, befand sich genau hier, im Durchgang unter der Brücke.
Praktisch vor Ort
Geöffnet nach den Öffnungszeiten des Central Park: täglich 6:00–1:00.
Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Den besten Gesamtblick haben Sie nicht von der Brücke selbst, sondern vom Ufer aus. Gehen Sie nach Regen nicht zu nah an die rutschige Wasserkante.
