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Lafayette Cemetery No. 1

Lafayette Cemetery No. 1

Dieser Ort zeigt, wie das städtische Bestattungssystem an einem einzigen Tag der Epidemie überfordert war.

13 Min.
Mauer, Lafayette Cemetery No. 1, New Orleans – Außenansicht
Daniel X. O'Neil · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Tor mit dem Namen
  • Oberirdische Familiengrüfte
  • Kreuzung der Friedhofswege

Die Geschichte des Ortes

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Auf dem Tor steht „Lafayette Cemetery No. 1“, obwohl der Marquis de La Fayette selbst hier nicht begraben ist. Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette, war ein französischer Offizier, der für die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten kämpfte. Nach seiner feierlichen Ankunft in New Orleans im April achtzehnhundertfünfundzwanzig benannte man einen Vorort nach ihm. Als mehrere Siedlungen zur Stadt Lafayette vereinigt wurden, wies deren Rat diesen quadratischen Häuserblock als städtischen Friedhof aus.

Er wurde im Jahr achtzehnhundertdreiunddreißig eröffnet. Zwei breite Wege kreuzten sich in der Mitte und teilten das Gelände in vier Teile, damit Trauerzüge zwischen den Gräbern hindurchfahren konnten. Die Gesetzgeber gliederten die Stadt Lafayette im Jahr achtzehnhundertzweiundfünfzig New Orleans an. Schon im folgenden Sommer musste sich die Anlage an einer Zahl von Todesfällen bewähren, die ihre Gründer nicht hatten vorhersehen können.

Während der Gelbfieberepidemie starben in New Orleans innerhalb weniger Monate fast achttausend Menschen. Viele waren erst kürzlich aus Irland und den deutschen Ländern eingewandert, um Arbeit zu finden, und hatten noch keine einzige örtliche Epidemie erlebt. Damals wusste man nicht, dass eine Mücke das Virus überträgt. Die Friedhofsarbeiter kamen nicht mehr nach: Die Särge wurden schneller gebracht, als die Arbeiter Grabstellen vorbereiten konnten.

Am Sonntag, dem vierzehnten August, ließ man einundsiebzig Särge am Tor des Lafayette Cemetery No. 1 zurück. Der Bürgermeister von New Orleans, Abdiel Crossman, versuchte dringend, Totengräber zu finden, und bot ihnen einen für jene Zeit außergewöhnlichen Lohn von fünf Dollar pro Stunde. Er ordnete an, auch eine Kettenkolonne aus dem Stadtgefängnis zur Arbeit einzusetzen. Nachdem gemischte Kettenkolonnen im Jahr achtzehnhunderteinunddreißig verboten worden waren, schickte man in New Orleans schwarze Gefangene zu solchen Arbeiten.

Am Abend gingen die Gefangenen, die seit der Tagesmitte gegraben hatten, bereits weg. Gershom Kursheedt, der Vorsitzende des Friedhofskomitees beim städtischen Gesundheitsrat, traf auf sie: Seine Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass die Leichen nicht noch einen weiteren Tag am Tor blieben. Kursheedt versprach den Männern zusätzlichen Lohn und ein Abendessen. Sie kehrten zurück. Sie arbeiteten die ganze Nacht und machten am nächsten Tag weiter; um halb vier waren alle einundsiebzig Menschen begraben. Danach verboten die Stadtbeamten vorübergehend, weitere Leichen hierher zu bringen. Einer der Wege zu einem anderen Friedhof war ausgespült worden, deshalb musste man den Strom der Verstorbenen auf andere Grundstücke umleiten.

In jener Nacht gruben die Gefangenen gewöhnliche Erdgräber. Die oberirdischen Familiengrüfte, an denen man den Lafayette Cemetery No. 1 heute erkennt, gehörten privaten Eigentümern; bei Massenbestattungen armer Einwanderer begrub man die Menschen auch direkt in der Erde. Der Friedhof ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten für die Öffentlichkeit geschlossen, Angehörige der Bestatteten werden nach Anmeldung zugelassen. Hinter dem Tor blieben vier Häuserblöcke und die Kreuzung der Wege für die Prozessionen, und über dem Tor der Name der verschwundenen Stadt, an eben diesem Tor warteten im August achtzehnhundertdreiundfünfzig einundsiebzig Menschen auf ihre Bestattung.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort13 Min.
Nächster PunktColonel Short's Villa
Eintrittvon außen

Wegen Renovierungsarbeiten für die Öffentlichkeit geschlossen; Besichtigung nur von der Straße aus.

Geprüft: 28. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Versuchen Sie nicht, ins Innere zu gelangen oder über die Bauzäune zu schauen; diese Station ist für die Betrachtung von der Straße aus vorgesehen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Umgehen Sie den Friedhof über die Washington Avenue und gehen Sie über die Prytania Street zum Maiszaun.

Stopp 3 von 7Weiter: Colonel Short's Villa

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Wie der Garden District entstand“ — 7 Stopps, ca. 2,4 km, ca. 90 Min..

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