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Alte Pinakothek

Alte Pinakothek

Um den Wiederaufbau nach dem Krieg zu sehen, der die Stelle der Zerstörung nicht verborgen hat.

14 Min.
Alte Pinakothek München 02
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Worauf achten

  • Grenze zwischen altem und neuem Mauerwerk
  • Breite Treppe
  • Östliches Portal mit steinernen Löwen

Die Geschichte des Ortes

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Sechs Jahre lang entwarf der Münchner Architekt Hans Döllgast die Rettung dieser Galerie – ohne Auftrag und ohne Gewissheit, dass seine Arbeit jemals angenommen würde. Er begann im Jahr neunzehnhundertsechsundvierzig, als die Alte Pinakothek kein Dach hatte, ihre Räume ausgebrannt waren und in der Südwand ein etwa vierzig Meter breiter Durchbruch klaffte.

Vor dem Krieg zeigte man hier alte europäische Meister aus der Sammlung der Wittelsbacher. Der bayerische König Ludwig I. wollte die dynastische Sammlung in ein öffentliches Museum verwandeln und beauftragte den Hofarchitekten Leo von Klenze, für sie eine eigene Galerie zu errichten. Das Grundstück wählte man außerhalb der damaligen Stadtgrenze: Ringsum war es frei, und Feuer bedrohte die Bilder weniger. Das Gebäude eröffnete im Jahr achtzehnhundertsechsunddreißig und hieß einfach Pinakothek – nach dem griechischen Wort für eine Sammlung von Gemälden. Als in der Nähe ein Museum für die damals zeitgenössische Malerei gebaut wurde, fügte man dem bisherigen Namen das Wort „Alte“ hinzu.

Während des Krieges brachten die Mitarbeiter die Bilder in sichere Depots, darunter in Schloss Neuschwanstein und Schloss Herrenchiemsee. Die Gemälde konnten zurückkehren, doch es gab keinen Ort, an den sie zurückkehren konnten. In den ersten Nachkriegsjahren verglichen Beamte die Kosten des Wiederaufbaus mit dem Preis eines Neubaus und diskutierten ernsthaft darüber, die ausgebrannten Wände von Klenze abzureißen.

Döllgast setzte sich für den Erhalt genau dieser Wände ein. Sein Kostenvoranschlag lag so weit unter dem staatlichen Ansatz, dass der Bayerische Landtag für die Arbeiten eine halbe Million Mark bereitstellte. Im Jahr neunzehnhundertzweiundfünfzig erhielt der Architekt endlich den offiziellen Auftrag.

Man erlaubte ihm, die Ruine zu retten, doch längst nicht alle seine Entscheidungen wurden angenommen. Döllgast schlug vor, den Durchbruch mit einer Glasfassade zu schließen und die Loggia offen zu lassen. Das Bauamt lehnte diesen Entwurf ab und verlangte eine Ziegelwand. Bereits zur Hälfte gemauerte Treppen wurden wieder abgetragen; auch die Innenaufteilung führte man nicht genau nach seinen Zeichnungen aus. Der Architekt bewahrte den erhaltenen Baukörper und ergänzte das Verlorene mit vereinfachten Formen. Für die neuen Partien nahm man Ziegel aus den Ruinen benachbarter Kasernen an der Türkenstraße; ihren abweichenden Farbton verdeckte man nicht mit Putz.

Im Jahr neunzehnhundertsiebenundfünfzig brachte man die Bilder in die eröffneten Säle zurück. Heute zeigt man hier wieder europäische Malerei vom Mittelalter bis zum achtzehnten Jahrhundert, doch der Weg im Inneren gehört nun Döllgast: Er verlegte den Haupteingang von der Ostseite auf die Nordseite und schuf an der Stelle der südlichen Loggia eine breite Treppe.

An der Südfassade zeichnet die Grenze zwischen altem und neuem Mauerwerk genau jenen vierzig Meter breiten Durchbruch nach. Dahinter beginnt die Treppe von Döllgast. Die steinernen Löwen auf der Ostseite markieren weiterhin den Eingang von Klenze, obwohl die Besucher von der gegenüberliegenden Seite eintreten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort14 Min.
Nächster PunktPinakothek der Moderne
Eintrittvon außen

Städtischer Punkt der Route; wenn Sie hineingehen möchten, prüfen Sie Öffnungszeiten und Besuchsregeln auf der offiziellen Website des Ortes.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für Albrecht Altdorfer, Albrecht Dürer und die Sammlung Boisserée sollten Sie gesondert Zeit in den Sälen einplanen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie an der Südwand entlang zur Barer Straße und wechseln Sie zum letzten Museum.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Königsplatz und Kunstareal: Kunst, Macht, Erinnerung“ — 8 Stopps, etwa 2,2 km, 2-3 Stunden.

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