Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Abbild von Mumbadevi ohne Mund
- Silberne Krone
- Metallener Tiger
- Läden mit Girlanden und Kokosnüssen
Die Geschichte des Ortes
Inmitten der Marktstände befindet sich ein hinduistisches Heiligtum, zu dem man Kokosnüsse, Girlanden und Kampfer bringt. Im Inneren ist das verehrte Abbild der Göttin ohne Mund dargestellt, unter einer silbernen Krone und schweren goldenen Halsketten; davor steht ein metallener Tiger. In der Nähe befinden sich Altäre anderer Gottheiten, die besonders für Familien wichtig sind, die aus den westlichen Regionen Indiens hierhergekommen sind.
Der Tempel entstand hier, bevor sich das heutige Juwelierviertel um ihn herum herausbildete. Doch der Mann, der das Heiligtum nach Bhuleshwar verlegte, verdiente selbst sein Geld mit Gold.
Mumbadevi bedeutet „Göttin Mumba“. Die Koli, Fischergemeinschaften, die die Inseln vor dem Entstehen der Großstadt bewohnten, betrachteten sie als ihre Schutzgöttin. Auch der Name Mumbai wird mit dem Namen der Göttin verbunden: „ai“ bedeutet auf Marathi „Mutter“. Einer Überlieferung zufolge gründete die Fischerin Munga das erste Heiligtum, doch verlässliche Informationen über sie sind nicht erhalten.
Der alte Tempel stand nahe Phansi Talao, dem Galgenteich, ungefähr auf dem Gelände des heutigen Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus. Mitte des achtzehnten Jahrhunderts erweiterte die Kolonialverwaltung des damaligen Bombay, des heutigen Mumbai, die Befestigungen. Vor dem Fort wurde ein freies Schussfeld benötigt, und die Britische Ostindien-Kompanie erwarb das Grundstück mit dem Heiligtum und ordnete dessen Beseitigung an.
Hier wurde ein neuer Standort zugewiesen. Mit dem Bau wurde Pandurang Shivaji beauftragt, ein einflussreicher Goldschmied und Händler. Er errichtete den Tempel und übernahm seine Verwaltung. Für Pandurang bedeutete das eine jahrelange Verantwortung für Spenden, Rituale und das Eigentum des Heiligtums; nach seinem Tod verfügten seine Nachkommen über all dies.
Die Familienverwaltung endete mit einem Gerichtsverfahren. Im Jahr tausendachthundertachtundachtzig beschuldigte der leitende Jurist der Kolonialverwaltung Vasudev Laxman, den Ehemann von Pandurangs Enkelin und damaligen Verwalter, Tempelgelder veruntreut zu haben. Ungefähr zehn Jahre später setzte das Gericht die Familie ab und übergab den Tempel einem Kuratorium.
Zu dieser Zeit war Bhuleshwar bereits von Kaufleuten gefüllt, die aus Gujarat und benachbarten Gebieten zugezogen waren. Viele der neuen Treuhänder gehörten zum gujaratischen Handelsmilieu. Forschende bringen diesen Wechsel der Verwalter damit in Verbindung, dass es unter den Gläubigen immer mehr Gujaratis gab und die örtlichen Rituale schrittweise an gesamtindische brahmanische Regeln angepasst wurden. Die Verbindung zu den Koli riss dabei nicht ab: Noch zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts brachte man frisch verheiratete Paare aus Fischerfamilien hierher, damit sie Mumba eine Kokosnuss, ein Tuch oder ein Schmuckstück darbrachten.
An den Läden rund um den Tempel kauft man Girlanden, Kokosnüsse, Kampfer und andere Opfergaben. Im Hauptheiligtum steht ein Abbild von Mumba ohne Mund, mit einer silbernen Krone und goldenen Halsketten; vor ihr befindet sich ein metallener Tiger. Daneben liegen die Altäre von Jagannath, Balaji und anderen Gottheiten, die besonders von Menschen aus Gujarat und Rajasthan verehrt werden. Die Göttin der Fischer wurde von einem Goldschmied hierher verlegt, seine Nachkommen verloren den Tempel nach einem Gerichtsverfahren, und der alte Name blieb über dem Juwelierbasar und bei der ganzen Stadt.
Praktisch vor Ort
Offiziell: Darshan täglich 06:30-20:55; der Tempel schließt um 21:00.
Öffnungszeiten nach Tagen
Lassen Sie Ihre Schuhe dort, wo die Tempeldiener es anweisen, und folgen Sie der Bewegung der Warteschlange. Die Regeln für Aufnahmen im Inneren können streng sein; orientieren Sie sich daher an den Schildern und den direkten Anweisungen des Tempels.
