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Worauf achten
- Halbrundes Fundament
- Zugemauerte Zinnen
- Schießscharten
- Überdachter oberer Teil
Die Geschichte des Ortes
Am westlichen Eingang der Alten Brücke steht der Halebija-Turm. Der Name setzte sich wegen eines Menschen durch, doch das Mauerwerk selbst ist fast zwei Jahrhunderte älter als er. Archäologen datierten das halbrunde Fundament in die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts: Der Turm existierte bereits, als noch eine hölzerne Hängebrücke über die Neretva führte.
Besonders verwundbar war das rechte, westliche Ufer. Von hier führte eine Straße aus Richtung der venezianischen Besitzungen zur Überquerung. Zu Beginn des siebzehnten Jahrhunderts bewachten kleine Wachposten die Brücke, überwiegend nachts, und die Stadtbefestigungen galten als schwach. Dann begannen venezianische Trupps bis nach Mostar vorzudringen.
Im Jahr tausendsechshundertsiebenundachtzig drang ein Trupp unter Stojan Janković – einem venezianischen Grenzkommandanten, der versuchte, das befestigte Zentrum einzunehmen – bis zu den Stadttoren vor. Die Verteidigung führte Osman Halebija, ein einflussreicher städtischer Ältester von Mostar, dem die wichtigsten Angelegenheiten der Stadt anvertraut wurden. Er versammelte die Festungsgarnison und bewaffnete Stadtbewohner. Die Angreifer konnten einen Teil der westlichen Viertel plündern, kamen aber nicht durch die Tore.
Der Krieg dauerte an, und Halebija machte sich daran, gerade diesen Turm zu verstärken. Er mauerte die Zwischenräume zwischen den mittelalterlichen Zinnen zu, brach neue Schießscharten aus, erhöhte die Mauern um etwa anderthalb Meter und errichtete ein Dach. In den oberen Stockwerken entstanden Räume für Soldaten. Zuvor kam die Wache vor allem nachts hierher; nun konnte die Garnison rund um die Uhr an der Überquerung bleiben.
Die Stadtbewohner begannen, den umgebauten Turm Halebinovka, später Halebija-Turm zu nennen. Die örtliche Überlieferung schrieb Osman Halebija sogar das gesamte Bauwerk zu, doch die Untersuchung des Mauerwerks trennte seine Arbeit vom mittelalterlichen Fundament. Der heutige überdachte obere Teil wiederholt die von ihm eingerichtete Wachkaserne, während der untere halbrunde Teil zu dem Turm gehört, der noch die hölzerne Brücke bewachte. Eine ständige Garnison gibt es hier nicht mehr; der Name ihres Kommandanten ist am westlichen Eingang zur Überquerung geblieben.
Praktisch vor Ort
Das Äußere und der Durchgang am Brückeneingang sind ständig zugänglich; die Innenräume gehören nicht zur Route.
Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Der wesentliche Sinn dieser Station erschließt sich von außen; betreten Sie die geschlossenen Räume nicht und halten Sie sich nicht im Strom am Brückeneingang auf.
