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Kriva Ćuprija

Kriva ćuprija

Hier wird klar, wie private Einnahmen über Jahrhunderte einen öffentlichen Übergang trugen und warum die berühmte Legende von einem Versuchsgewölbe nur eine Legende bleibt.

12 Min.
Kriva Ćuprija überspannt die Radobolja mit einem einzigen Steinbogen.
Miłosz Pieńkowski (Niegodzisie) · CC BY-SA 4.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Steinbogen
  • Stufen der Brücke
  • Flussbett der Radobolja

Die Geschichte des Ortes

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Über das enge Flussbett der Radobolja spannt sich ein einzelner Steinbogen, über den Stufen führen. In alten Stiftungsurkunden nannte man ihn die Brücke an der Radobolja, und der Name Kriva Ćuprija setzte sich erst später durch, obwohl seine Herkunft unbekannt blieb. Der Übergang verband den Basarteil der Stadt mit der westlichen Straße und den Wassermühlen und gehörte vor der Eisenbahn zu den wichtigsten städtischen Verkehrsachsen. Ein Hochwasser zerstörte den früheren Bogen im Dezember zweitausend; danach brachte man die Brücke an ihren früheren Ort zurück, und das heutige Gewölbe ist bereits wiederhergestellt.

Ein Steinbogen über die Radobolja entstand hier vor dem berühmten Übergang über die Neretva. Mitte des sechzehnten Jahrhunderts standen an einem Ufer des Flüsschens Handels- und Handwerksreihen, am anderen entstanden Wohnviertel, Gärten und Wassermühlen. Hier mündete die Straße aus der westlichen Herzegowina. Über die Brücke gingen Bauern zum Markt, Händler zogen mit Lasttieren vorbei, Arbeiter gelangten zu den Mühlen.

Im Jahr fünfzehnhundertachtundfünfzig sorgte der mostarische Würdenträger und Wohltäter Ćejvan Ćehaja dafür, dass dieser Weg nicht von zufälligen Reparaturen abhängig blieb. Er gründete einen Vakuf – ein Vermögen, dessen Ertrag dauerhaft für öffentliche und religiöse Bedürfnisse bestimmt war – und schrieb in dessen Stiftungsurkunde: Das Geld solle für den Unterhalt „seiner Brücke am Fluss Radobolja“ ausgegeben werden. Aus dem Dokument geht hervor, dass der Übergang bereits bestand; ein genaues Baudatum und der Name des Baumeisters stehen darin nicht.

Sechs Jahre später hinterließ Nasuh-aga Vučjaković, der Besitzer der benachbarten Wassermühlen, dieselbe Verfügung. Die Mühlen brachten ihm Einnahmen, und seine Arbeiter gingen über diese Brücke zu ihnen. Zwei Männer wiesen unabhängig voneinander einen Teil ihrer Einnahmen derselben Steinbogenbrücke zu. Die Mittel sollten jedes Mal ausgezahlt werden, wenn sie reparaturbedürftig war. Dadurch blieb hier ein verlässlicher Übergang zwischen dem Basar, den Mühlen und der westlichen Straße erhalten. Bis zur Verlegung der Eisenbahn durch Mostar im Jahr achtzehnhundertvierundachtzig verlief über ihn eine der wichtigsten städtischen Verkehrsachsen.

Die Ähnlichkeit mit dem Bogen der Alten Brücke brachte die Legende hervor, dass man hier im Voraus deren verkleinertes Modell erprobt habe. Die Dokumente bestätigen das nicht: Kriva Ćuprija wird bereits acht Jahre vor der Fertigstellung der Alten Brücke erwähnt, und ihren Erbauer konnten Historiker nicht feststellen.

Auch der Name entstand erst später. In alten Stiftungsurkunden heißt sie lediglich „Brücke an der Radobolja“; wann und warum man sie Kriva Ćuprija zu nennen begann, ist unbekannt. Das Steingewölbe bildet dabei einen regelmäßigen Halbkreis.

Im Dezember zweitausend zerstörte ein Hochwasser der Radobolja den alten Bogen. Fachleute der UNESCO organisierten den Wiederaufbau, Luxemburg bezahlte die Arbeiten, und im Jahr zweitausendeins brachte man den Übergang an seinen früheren Ort zurück. Die heutigen Stufen führen wieder durch genau jenen schmalen Teil des Flussbetts, den die Arbeiter der Mühlen Nasuh-agas nutzten, auch wenn das Steingewölbe über ihnen bereits wiederhergestellt ist.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktTabačica und die ehemalige Tabhana
Eintrittfrei zugänglich

Offener Fußgängerübergang ohne feste Öffnungszeiten; nach schlechtem Wetter sind vorübergehende Einschränkungen möglich.

Geprüft: 24. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Überqueren Sie die Brücke langsam und halten Sie sich näher an die bequemere Seite; nasser glatter Stein wird leicht rutschig.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie von der Brücke entlang der Radobolja zur Tabačica-Moschee und zum Hof der Tabhana hinab.

Stopp 1 von 9Weiter: Tabačica und die ehemalige Tabhana

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Mostar: Brücken, Handwerk und eine wiederaufgebaute Stadt“ — 9 Stopps, etwa 1,5 km, 2 Std. 45 Min..

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