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Galleria Vittorio Emanuele II

Galleria Vittorio Emanuele II

Der überdachte Durchgang zeigt, welchen persönlichen Preis der Architekt für die Vollendung des Haupteingangs auf der Seite des Mailänder Doms zahlte.

15 Min.
Galleria Vittorio Emanuele II
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Worauf achten

  • Monumentaler Bogen auf der Seite des Mailänder Doms
  • Glaskuppel
  • Achteckiger Saal
  • Mosaikboden

Die Geschichte des Ortes

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Unter dem monumentalen Bogen auf der Seite des Mailänder Doms beginnt eine überdachte städtische Straße, die die Piazza del Duomo mit dem Platz beim Teatro alla Scala verbindet. Sie führte durch das frühere Labyrinth enger Gassen, und ein zweiter Durchgang kreuzt sie unter einer Glaskuppel und bildet einen achteckigen Saal mit Mosaikboden. Entlang dieser inneren Kreuzung arbeiteten von Anfang an Läden und Cafés: Passanten gingen zwischen den beiden Hauptplätzen hindurch, die Mieter erhielten Publikum, und die Stadt Einnahmen aus den Räumlichkeiten.

Am dreißigsten Dezember achtzehnhundertsiebenundsiebzig stieg der achtundvierzigjährige Giuseppe Mengoni, Architekt und Bauunternehmer des monumentalen Bogens auf der Seite des Mailänder Doms, zur letzten Kontrolle auf das Baugerüst. Bis zu der im Vertrag vorgesehenen Frist blieb ein Tag. Mengoni stürzte und starb noch an Ort und Stelle.

Sechzehn Jahre lang hatte er auf diesen Bogen hingearbeitet. Nach dem Abzug der österreichischen Verwaltung nahmen sich die Mailänder Beamten des Stadtzentrums an. Zwischen dem Mailänder Dom und dem erst kürzlich angelegten Platz beim Teatro alla Scala lag ein Viertel enger Straßen. Die Stadtverwaltung wollte einen direkten Weg hindurchführen und schrieb einen Architekturwettbewerb aus. Mengoni, ein junger Ingenieur aus Bologna, bemühte sich um seinen ersten großen städtischen Auftrag. Sein Entwurf erhielt zunächst nicht den Hauptpreis, doch nach weiteren Runden wurde gerade ihm der endgültige Entwurf übertragen.

Mengoni führte zwischen den beiden Plätzen eine überdachte Straße an und kreuzte sie mit einem zweiten Durchgang. Unter der zentralen Glaskuppel entstand ein achteckiger Raum, an dessen Seiten Läden und Cafés untergebracht wurden. Die Menschen konnten vom Mailänder Dom zum Teatro alla Scala gehen, sich treffen und unter einem Dach einkaufen. Der Handel war von Anfang an von den Planern vorgesehen: Die Mieter erhielten einen Strom von Passanten, die Stadt Einnahmen aus den Räumlichkeiten.

Auch der Name bezieht sich auf den Plan der ersten Jahre des vereinten Italien. Viktor Emanuel II. war der erste König des neuen Staates und unterstützte persönlich den teuren Bau, um den es Streit gab. Am siebten März achtzehnhundertfünfundsechzig legte er den ersten Stein im Zentrum des künftigen Achtecks. In den Granit setzte man eine Bleischatulle mit dem Protokoll der Zeremonie, Zeichnungen, Fotografien sowie italienischen und englischen Münzen. Zwei Jahre später kehrte der König zurück und unterzeichnete die Urkunde zur Eröffnung der Galleria Vittorio Emanuele II, die bereits seinen Namen trug.

Für die Öffentlichkeit wurde der Durchgang eröffnet, als der Haupteingang auf der Seite des Mailänder Doms noch nicht fertig war. Dann ging die englische Bauträgergesellschaft bankrott und übergab die Immobilien der Stadtverwaltung. Mengoni wurde für einige Jahre von der Leitung abberufen. Als man ihn zurückholte, verantwortete er den abschließenden Bogen bereits mit seinem eigenen Namen und Geld: Im Jahr achtzehnhundertsechsundsiebzig übernahm der Architekt diesen Abschnitt selbst als Bauunternehmer.

Nach seinem Tod verzichteten die Mailänder Beamten auf mehrere Teile des Gesamtentwurfs: die Loggia Reale, die Fortsetzung der Portiken und den Palast der Unabhängigkeit, den Mengoni gegenüber dem Mailänder Dom errichten wollte. Der Bogen auf der Seite des Mailänder Doms ist der letzte Abschnitt, den er noch vollenden konnte. Unter ihm beginnt die überdachte Straße Viktor Emanuels II.; gegenüber blieb der Platz für den Palast aus Mengonis Entwurf leer.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktPiazza della Scala
Eintrittarcade

Am Mosaik ist es oft eng; halten Sie den Durchgang frei und betrachten Sie den Boden vom Rand aus, wenn sich dort eine Schlange gebildet hat.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Durchqueren Sie den Raum unter der Kuppel und gehen Sie zum Denkmal für Leonardo da Vinci.

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Vom Mailänder Dom bis Brera: das repräsentative Mailand von innen“ — 8 Stopps, 1,7 km, 3 Std. 30 Min..

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