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Piazza della Scala

Piazza della Scala

Der Platz verbindet das heutige Bild des Zentrums mit einer Kirche, die für den Bau des Theaters verschwand.

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Piazza della Scala
Daniel Case · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Fassade des Teatro alla Scala
  • Palazzo Marino
  • Denkmal für Leonardo da Vinci
  • Bogen der Galleria Vittorio Emanuele II

Die Geschichte des Ortes

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Zwischen der Theaterfassade und dem Rathaus der Stadt liegt ein offener Platz; in seiner Mitte steht eine Bronzegruppe eines Lehrers mit vier Schülern. Die Bronzegruppe erbte ihren Namen von der Hofkirche, in der etwa zwanzig Priester für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Familie Visconti Gottesdienste hielten. Die Besitzer der Theaterlogen hatten Eigentumsrechte an den Plätzen und bezahlten selbst den Bau des neuen Zuschauerraums, wobei sie diese Rechte behielten. Auf dem Theaterprogramm und auf den Schildern des Platzes ist der Familienname von Beatrice della Scala erhalten geblieben.

Von der Galleria Vittorio Emanuele II gelangt man zur Fassade des Teatro alla Scala. Gegenüber steht Palazzo Marino, das Mailänder Rathaus, in der Mitte Leonardo da Vinci mit vier Schülern. Dieses Bild entstand erst Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Bis achtzehnhundertachtundfünfzig gab es hier keinen Platz.

Sein Name ist viel älter. Im Jahr dreizehnhunderteinundachtzig beschloss Beatrice della Scala, die Tochter des Herrschers von Verona und Ehefrau des Mailänder Herrschers Bernabò Visconti, die kleine Kirche, die hier stand, durch eine größere Kirche Mariä Himmelfahrt zu ersetzen. Scala ist der Familienname ihres Veroneser Geschlechts. Die neue Kirche hieß zunächst Santa Maria alle Case Rotte, nach den umliegenden „zerstörten Häusern“, dann setzte sich für sie der Name ihrer Gründerin durch: Santa Maria alla Scala.

Beatrice starb, als die Mauern bereits errichtet waren, die Versorgung der Geistlichen aber noch nicht geregelt war. Bernabò vollendete ihren Plan: Bei der Kirche gab es etwa zwanzig Priester, die verpflichtet waren, für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Familie Visconti Gottesdienste zu halten. So wurde der Familienname der Frau zum Namen einer Hofkirche und blieb es fast vier Jahrhunderte lang.

Im Jahr siebzehnhundertsechsundsiebzig zerstörte ein Brand das frühere Mailänder Opernhaus beim herzoglichen Palast. Seine Logenbesitzer verloren nicht nur ihre Plätze bei den Aufführungen: Die Logen galten als ihr Eigentum. Kaiserin Maria Theresia beauftragte Giuseppe Piermarini, hier, auf dem Gelände der baufälligen Santa Maria alla Scala, ein neues Theater zu errichten. Die Kosten wurden den Logenbesitzern auferlegt; im Gegenzug übertrug man ihnen das Grundstück der ehemaligen Kirche und gab ihnen das Eigentumsrecht an den Logen im neuen Zuschauerraum zurück. Die Kirche wurde abgetragen, und im Jahr siebzehnhundertachtundsiebzig eröffnete das Theater, das ihren Namen bewahrte.

Vor dem Theater verlief weiterhin eine enge Straße. Die alten Häuser standen fast an der Fassade, und die Kutschen stauten sich an der überdachten Vorfahrt zum Aussteigen der Fahrgäste. Im Jahr achtzehnhundertsechsundfünfzig ordnete die Verwaltung den Abriss des gegenüberliegenden Viertels an; zwei Jahre später entstand zwischen dem Theater und Palazzo Marino ein offener Raum. Der Name Piazza della Scala setzte sich dafür im Jahr achtzehnhundertfünfundsechzig durch.

Später versetzten städtische Beamte das für einen anderen Platz vorgesehene Leonardo-Denkmal hierher. Der Bildhauer Pietro Magni stellte den Meister über vier Schülern dar, die in Mailand gearbeitet hatten; die Gruppe wurde im Jahr achtzehnhundertzweiundsiebzig enthüllt, als die Galleria und das Rathaus der Stadt bereits daneben entstanden waren.

Von Beatrices Kirche sind keine Mauern geblieben: An ihrer Stelle steht das Theater. Ihr Familienname blieb auf dem Theaterprogramm und auf den Schildern des Platzes erhalten, den es hier zu Beatrices Lebzeiten noch nicht gab.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort10 Min.
Nächster PunktTeatro alla Scala und Museo Teatrale alla Scala
Eintrittsquare

Gehen Sie um das Denkmal herum, um die ganze Gruppe zu sehen; die Fassaden lassen sich vom mittleren Teil des Platzes besser vergleichen.

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Wie weiter?

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Vom Mailänder Dom bis Brera: das repräsentative Mailand von innen“ — 8 Stopps, 1,7 km, 3 Std. 30 Min..

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