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Souk Zrabi

سوق الزرابي

Die erhaltene Ordnung des Handels zeigt die schwerste frühere Funktion dieses Hofes.

12 Min.
Teppiche, die entlang einer Handelsreihe in Marrakesch aufgehängt sind.
Donar Reiskoffer · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Inschrift am Eingang
  • Zwei Steingefäße
  • Teppiche an den Wänden
  • Zusammengerollte Lose

Die Geschichte des Ortes

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Zunächst wurde in diesem Hof mit Wolle gehandelt; später nahmen Teppiche denselben Platz ein. Zwei Steingefäße stehen in der Mitte, und zusammengerollte Lose warten an den Wänden, bis sich gegen Abend die Händler versammeln. Ein Vermittler legt die Ware bei den Gefäßen aus, nimmt Gebote entgegen und übergibt das Bündel demjenigen, der den letzten Preis genannt hat; im Laden erhält der Kauf einen Preis für den gewöhnlichen Käufer.

„Zrabi“ bedeutet auf Marokkanisch „Teppiche“. Die Inschrift am Eingang bezeichnet diesen Ort als Hauptmarkt für Teppiche, den kleinen Hof als Berberverkauf. Dieser Name bezieht sich vor allem auf Teppiche, die in amazighischen oder berberischen Siedlungen des Atlasgebirges gewebt werden. Beim Verkauf selbst handeln städtische Vermittler mit ihnen.

Am späten Nachmittag, außer freitags, legt ein Vermittler Teppiche neben zwei großen Steingefäßen in der Mitte des Hofes aus und bietet sie den Händlern einzeln an. Die Käufer nennen einen Preis; der Vermittler versucht, das nächste Gebot zu erzielen, weil er für einen zustande gekommenen Verkauf eine Provision erhält. Der Gewinner trägt den Teppich in seinen Laden und legt dort den Einzelhandelspreis fest. Deshalb wechselt die Ware hier noch vor der Begegnung mit dem gewöhnlichen Käufer den Besitzer.

Im Jahr achtzehnhundertzweiundachtzig sah der französische Arzt Adolphe Marçais in diesem Hof ein nahezu gleiches Verfahren. Zu den übrigen Zeiten wurden hier Wolle und Stoffe verkauft, und mittwochs, donnerstags und freitags, kurz vor Sonnenuntergang, führten Vermittler versklavte Menschen herbei.

Die Mehrheit waren Frauen. Einige wurden mit Karawanen durch die Sahara gebracht, andere in Marokko selbst entführt. Die Käufer brauchten Dienstmädchen, Köchinnen und Konkubinen; die Vermittler brauchten ein hohes Gebot und eine Provision. Jeder Vermittler führte bis zu drei Frauen durch den Hof: Die erste ging voraus, die übrigen folgten ihr. Wer kaufen wollte, gab ein Zeichen und wählte eine aus.

Die Frau wurde vor ihn gestellt oder gesetzt. Der Käufer untersuchte ihre Zähne, Augen, Hände und Füße, fragte nach ihrem Alter und danach, was sie zu tun verstand. Dann nannte er einen Preis oder lehnte ab. Im zweiten Fall führte der Vermittler sie erneut durch den Hof und verkündete der nächsten Reihe von Käufern das letzte Gebot. Wenn niemand mehr überbot, wurde das Geschäft abgeschlossen, und ein neuer Besitzer führte die Frau fort. Ihre frühere Familie konnte nicht einmal wissen, in welcher Stadt sie gelandet war.

Zeugen vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts beschrieben hier Frauen mit Kindern und sehr kleine Mädchen. Fast niemand schrieb ihre Namen auf: In die Berichte gelangten Alter, Fähigkeiten, Aussehen und der Verkaufspreis. Nach der Errichtung von Französisch-Marokko wurden öffentliche Versteigerungen von Menschen verboten, obwohl der geheime Handel langsamer verschwand.

Mit Wolle wurde in diesem Hof schon zuvor gehandelt, deshalb nahmen Teppiche ihren Platz ein. Heute geht ein Vermittler denselben Rundgang mit einem neuen oder gebrauchten Teppich. Wenn die Gebote enden, trägt ein Händler das zusammengerollte Los in den Laden. Der Hof und die Ordnung der Versteigerung sind erhalten geblieben; von den Namen der Frauen, die einst hier im Kreis geführt wurden, ist nichts geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort12 Min.
Nächster PunktRahba Kedima
Eintrittfrei zugänglich

Der öffentliche Durchgang ist geöffnet; die Sichtbarkeit der ausgestellten Teppiche hängt von den geöffneten Läden und dem aktuellen Handel ab. Die historischen und handelsbezogenen Bezeichnungen von Zrabi erfordern vor einer Verstärkung des Textes eine lokale Überprüfung.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bitten Sie nur bei ernsthaftem Interesse darum, Teppiche auszurollen, und halten Sie eine schöne Geschichte nicht für einen Beweis für Alter oder Herkunft. Bei einem teuren Kauf klären Sie Material, Zustand und Lieferbedingungen gesondert.

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Wie weiter?

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Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

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