Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Steinpflaster
- Offene Fläche
- Zweigeschossiges Gebäude der Caixa Escolar de Macau
Die Geschichte des Ortes
Das Steinpflaster liegt über dem Tunnel, in den der Autoverkehr verlegt wurde, nachdem man an der Stelle des früheren Sportfelds den heutigen Platz angelegt hatte. Auf dem Feld spielte man Feldhockey, und heute ist der offene Raum Schauplatz für Stadtfeste und Kunsthandwerksmärkte. Am Rand des Platzes ist das zweigeschossige Haus der Caixa Escolar de Macau erhalten: Aus ihren Mitteln kaufte man Kindern Lehrbücher, bezahlte Mittagessen und vergab Stipendien; heute finden hier Ausstellungen und Aufführungen für Jugendliche statt.
Der Name „Tap-Seac“ ist älter als der Platz. Er wird mit Granitblöcken in Verbindung gebracht, die auf dem hiesigen Hügel übereinander lagen, wie ein steinerner Turm. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts schüttete man das sumpfige Gelände auf, und die riesigen Steine wurden zerstört. Der Name blieb ohne den Gegenstand, der ihn hervorgebracht hatte.
Auf dem freigewordenen Land versammelten sich Kinder aus dem benachbarten Waisenhaus und ließen Drachen steigen. Dann nahm sich Fernando de Lara Reis der Sache an – Lehrer für Zeichnen, Handarbeit und Gymnastik am gegenüberliegenden Liceu de Macau. Er lebte von seinem Lehrergehalt, seine Schüler aber mussten für die Sekundarschulbildung bezahlen. Nur wenige waren von den Gebühren befreit, weshalb armen Familien Geld für Lehrbücher, Essen und die Fortsetzung der Ausbildung fehlte.
Lara Reis veranstaltete kostenpflichtige Schulaufführungen und Messen. Die Einnahmen gingen an die Caixa Escolar de Macau: Sie kaufte den Kindern Schulmaterial, versorgte sie in der Schulmensa mit Essen und vergab Stipendien. Im Jahr neunzehnhunderteinundzwanzig veranstaltete der Lehrer noch eine Messe – diesmal für einen Sportplatz am Tap-Seac-Platz.
Im November des folgenden Jahres stellte er ein Projekt mit einem Pavillon und drei Plätzen vor. Für das verbleibende Gelände setzte er sich für ein Fußballfeld ein. Im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig übergab die Verwaltung der Caixa Escolar de Macau das Grundstück kostenlos. Der Plan eines ausschließlich für Schüler bestimmten Platzes änderte sich: Die städtische Jugend begann ihn zu nutzen, und der Fußballteil wurde für Feldhockey vorgesehen.
In den dreißiger Jahren kamen Mannschaften aus Hongkong fast jeden Sonntag hierher. Am neunten April neunzehnhundertvierunddreißig umringten fünftausend Zuschauer das Feld bei einem Spiel Macaos gegen die Auswahl Malayas, eine der stärksten in Asien. Der Schiedsrichter erkannte zwei Tore der Mannschaft aus Macao nicht an, die Gäste gewannen eins zu null, und nach dem Schlusspfiff bestritt die Menge das Ergebnis. Ende desselben Jahres reisten die Spieler aus Macao zu Rückspielen nach Singapur und Malaya; sie kehrten nach zwei Siegen und zwei Niederlagen mit dem Ruf einer der besten Hockeymannschaften Asiens nach Hause zurück.
Im Jahr zweitausendfünf bauten Bauarbeiter das Feld ab. Zwei Jahre später eröffnete man an seiner Stelle den gepflasterten Platz, und der Autoverkehr wurde in einen Tunnel darunter verlegt. Seit zweitausendacht werden hier im Frühling und Herbst Reihen von Zelten für die Kunsthandwerksmesse aufgestellt; an anderen Tagen wird der offene Platz von Festen und Kulturveranstaltungen genutzt.
Von Lara Reis' Unternehmung ist das zweigeschossige Gebäude der Caixa Escolar de Macau erhalten, das im Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig am Rand des Feldes errichtet wurde. Heute finden darin Ausstellungen und Aufführungen für Jugendliche statt. Das Hockeyfeld selbst lag dort, wo sich heute das Steinpflaster des Platzes fortsetzt.
Praktisch vor Ort
Offener Platz; der Zugang kann sich während Messen, Konzerten und städtischen Veranstaltungen ändern.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Auf dem Platz gibt es wenig Schutz vor der Sonne, und während städtischer Veranstaltungen können Bühnen und Absperrungen einen Teil des Raums einnehmen. Für die Erzählung hält man besser näher am Rand an, ohne den Menschenstrom zu kreuzen.
