Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Ockerroter Fassadenanstrich
- Hölzerne Fensterläden
- Zwei Brunnen
- Geschwungene Metalltreppe
Die Geschichte des Ortes
Die ockerrote Fassade mit hölzernen Fensterläden verbirgt eine öffentliche Galerie, die in zwei miteinander verbundenen Gebäudeteilen eingerichtet ist: Der vordere führt zur Straße, der zweite reicht in den Hof hinein. Im vorderen Teil wechseln sich Ausstellungen ab, während im hinteren Bereich Vorführungen, Gespräche und Vorträge stattfinden. Zwischen den Gebäudeteilen sind Stufen und ein Innenhof erhalten, der von oben durch eine gläserne Dachlaterne beleuchtet wird.
In der Mitte dieses ockerroten Hauses sind zwei alte Brunnen erhalten. Heute liegen sie unter einer gläsernen Dachlaterne zwischen den Ausstellungsräumen, doch in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts nutzte sie eine wohlhabende Familie aus Macao. Das Vorderhaus und der spätere Bau im Hof bildeten damals ein privates Anwesen.
Mitte der neunziger Jahre beschloss Fundação Oriente, hier das Centro de Arte Contemporânea de Macau zu eröffnen: eine Galerie im Erdgeschoss und ein Radiostudio im Obergeschoss. Der Auftrag ging an Maria José de Freitas, eine Architektin und Restauratorin. Man bezahlte sie für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes, und sie war zugleich für zwei Dinge verantwortlich: für einen modernen Arbeitsraum und für den Erhalt des Hauses, das nicht in eine leere Kulisse mit historischer Fassade verwandelt werden durfte.
De Freitas erhielt die Außenwände, die hölzernen Fensterläden, die ockerfarbene und rote Bemalung, die bisherigen Geschosshöhen und beide Brunnen. Die Innenräume zerlegte sie und setzte sie um Sichtbeton und weiße Wände herum neu zusammen. Das Vorderhaus wurde mit dem hinteren Bau verbunden, über den Brunnen vergrößerte man die gläserne Dachlaterne, und im hinteren Bereich errichtete man eine Metalltreppe mit sanfter Kurve. Im Juni neunzehnhundertsiebenundneunzig erhielt der Auftraggeber die Galerie unten und das Radiostudio oben. Das Centro de Arte Contemporânea begann hier Ausstellungen zu veranstalten, verließ das Haus jedoch einige Jahre später.
Instituto Cultural mietete die frei gewordenen Räume und eröffnete am fünften Dezember zweitausenddrei die Tap-Seac-Galerie. Zur Zeremonie kam der japanische Grafikdesigner Shigeo Fukuda. Am nächsten Tag eröffnete in den neuen Sälen eine Ausstellung seiner Plakate – die erste Ausstellung der Galerie. Das Haus wurde sofort für die Rolle genutzt, die ihm zugedacht war: ausländische Kunst in Macao zu zeigen und später ortsansässigen Künstlern, Wettbewerbsprojekten und jährlichen Ausstellungen Raum zu geben.
Heute finden im vorderen Teil des Gebäudes wechselnde Ausstellungen statt. Im hinteren Bereich gibt es Vorführungen, Gespräche und Vorträge; zwischen beiden befinden sich weiterhin die Stufen und der von oben beleuchtete Innenhof. Das Radiostudio gibt es hier nicht mehr, das Centro de Arte Contemporânea ist umgezogen, und die beiden Brunnen des Hauses ließ de Freitas genau in der Mitte der öffentlichen Galerie bestehen.
Praktisch vor Ort
In der Regel täglich 10:00–19:00; geschlossen wegen Auf- und Abbau von Ausstellungen sowie Wartung.
Öffnungszeiten nach Tagen
Der Zugang ins Innere hängt von der aktuellen Ausstellung ab. Wenn die Türen geschlossen sind, betrachten Sie die Fassade und die Anlage des Gebäudes von der Straße aus; Vorträge, Eröffnungen und Sonderveranstaltungen sollten Sie separat prüfen und planen.
