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A-Ma-Tempel

媽閣廟 / Templo de A-Má

Hier gibt eine Meereslegende der Route ihren Ausgangspunkt und erklärt die Herkunft des Namens Macao.

20 Min.
Der A-Ma-Tempel mit dem Platz vor dem Eingang und dem grünen Hang dahinter.
WiNG · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Steintor mit dem Namen Mazu
  • Pavillons am Hang
  • Gebetssaal
  • Oberes Heiligtum von Guanyin

Die Geschichte des Ortes

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Am Eingang zum Inneren Hafen kamen jahrhundertelang Fischerboote und Handelsschiffe zusammen. Wer von hier aufs Meer hinausfuhr, hatte Grund zu bitten: Neben Ladung und Gerät setzte man das eigene Leben aufs Spiel. Die Rückkehr feierte man mit Gaben, durch die Altäre, Pavillons und neue Darstellungen der himmlischen Schutzpatronin entstanden. Das Steintor, der Gebetssaal und das Heiligtum weiter oben am Hang ziehen noch immer jene an, die Räucherwerk bringen und um Sicherheit und Glück bitten.

Die Steinpavillons steigen am Hang von Barra übereinander empor. In fast allen wird dieselbe Schutzpatronin der Seeleute verehrt: Mazu. Das obere Heiligtum gehört Guanyin, der Göttin des Erbarmens. So wuchs der Tempel über mehrere Jahrhunderte, doch die örtliche Legende beginnt seine Geschichte mit einem einzigen Boot, das dieses Ufer erreichte.

Im Hafen der Provinz Fujian bat ein armes Mädchen darum, auf ein Schiff mitgenommen zu werden. Sie konnte ihren Platz nicht bezahlen und bot an, unterwegs zu arbeiten. Die Besitzer der Dschunken lehnten ab: Jeder transportierte Waren und wollte keinen zusätzlichen Menschen ernähren. Nur ein Teehändler stimmte zu.

Als die Flottille aufs Meer hinausfuhr, begann ein Sturm. Der Legende nach sanken die Dschunken eine nach der anderen. Das Boot des Händlers, der das Mädchen an Bord gelassen hatte, überlebte. Die Passagierin stellte sich ans Steuer und brachte das Schiff in eine geschützte Bucht am Hügel Barra. An Land wartete sie nicht auf Dank: Sie stieg den Hang hinauf und verschwand. Die Seeleute entschieden, dass Mazu selbst sie gerettet hatte – die vergöttlichte Lin Moniang, die die Bewohner der Küste als Beschützerin der Fischer und Seefahrer ansahen. An der Stelle der Landung errichteten die Überlebenden ihr ein Heiligtum.

Dies ist eine Legende und keine verlässliche Aufzeichnung über den Bau. Die erhaltenen Pavillons wurden in verschiedenen Jahren errichtet und umgebaut. Der früheste durch eine Steininschrift bestätigte Teil des Komplexes – der Gebetssaal „Erster Tempel des Heiligen Berges“ – stammt aus dem Jahr eintausendsechshundertfünf. Seine heutige Größe erhielt der Tempel nach dem großen Umbau des Jahres eintausendachthundertachtundzwanzig.

Die Legende gibt genau den Grund wieder, warum das Heiligtum hier benötigt wurde. Am Eingang zum Inneren Hafen lebten Fischer, und Handelsschiffe machten Halt. Die Menschen riskierten Boot, Ladung und ihr eigenes Leben; deshalb drückten sie ihre Dankbarkeit für die Rückkehr vom Meer ganz greifbar aus: Sie bezahlten Altäre, Pavillons und neue Darstellungen der Schutzpatronin.

Im sechzehnten Jahrhundert gingen portugiesische Kaufleute und Seefahrer in der Nähe des Tempels an Land und suchten einen Ort für den Handel. Die Chinesen nannten diese Bucht A-Ma-Gau – die Bucht von Mazu. Die Portugiesen übertrugen den gehörten Namen auf ihre Siedlung; mit der Zeit wurde daraus „Macao“.

Der Tempel bleibt ein aktives Heiligtum. Hier bringt man Räucherwerk und Gaben dar, bittet um Sicherheit und Glück, und am Mazu-Tag – am dreiundzwanzigsten Tag des dritten Monats im Mondkalender – finden vor dem Tempel Opfergaben und Aufführungen der kantonesischen Oper statt. Über dem Steintor steht weiterhin der Name Mazu, und der Name der Stadt bewahrt den Namen der armen Passagierin, der ein Teehändler in der örtlichen Legende einen Platz überließ.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktMaurische Kaserne
Eintrittfrei zugänglich

Gewöhnlich 07:00–18:00; dies ist ein aktiver Tempel, daher können einzelne Bereiche wegen Zeremonien eingeschränkt sein.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Dies ist ein aktiver Tempel. Stören Sie das Gebet nicht, bleiben Sie nicht in den Durchgängen stehen und steigen Sie vorsichtig die Steinstufen hinauf.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie vom Tempelplatz zu den Arkaden am Hang hinauf.

Stopp 1 von 8Weiter: Maurische Kaserne

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Von Barra nach St. Paul: das alte Macao“ — 8 Stopps, etwa 2,4 km, 3–4 Stunden.

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