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Der Phou Si und That Chomsi

ພູສີ ແລະ ທາດຈອມສີ

Hier trifft das königliche Recht auf die Stadt auf eine Legende von einer Strafe, die zu einem Amt wurde.

45 Min.
Die goldene Stupa That Chomsi auf dem Gipfel des Phou Si.
Allie Caulfield · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Die goldene Stupa That Chomsi
  • Der Trommelpavillon
  • Der dreistufige Sockel
  • Bronzesonnenschirme

Die Geschichte des Ortes

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Nördlich der goldenen Stupa That Chomsi steht ein eigener Trommelpavillon; eintreten darf nur der ernannte Trommler. Er schlägt die Zeit, gibt an buddhistischen Feiertagen, bei Bekanntmachungen und in Notfällen Signale. In dieser Stupa werden Reliquien Buddhas aufbewahrt, und daneben erhebt sich eine andere, einundzwanzig Meter hohe Stupa: Ihr Sockel hat drei Stufen, an den Ecken stehen Lotuszeichen, und oben befinden sich vier siebenstufige Bronzesonnenschirme.

König Anurut von Luang Prabang ordnete nach zwei Gefangennahmen Bauarbeiten auf diesem Gipfel an. Seine Krone hing von Siam ab – so hieß Thailand bis zum Jahr eintausendneunhundertneununddreißig. Im Jahr eintausendsiebenhundertachtundachtzig brachten die Siamesen Anurut und andere Mitglieder der Dynastie als Geiseln nach Bangkok. Vier Jahre später durfte er zurückkehren und den Thron besteigen. Fast sofort beschuldigte ihn der Herrscher des benachbarten Vientiane geheimer Verbindungen zu Myanmar, nahm Luang Prabang ein und schickte den König mit seiner Familie erneut nach Bangkok. Erst diplomatisches Eingreifen vonseiten Chinas half Anurut, im Jahr eintausendsiebenhundertsechsundneunzig zurückzukehren.

Acht Jahre später befahl er, hier That Chomsi zu errichten und die erste Treppe zum Gipfel anzulegen. Ein „That“ ist ein buddhistischer Reliquienstupa; in diesem werden Reliquien Buddhas aufbewahrt. Für einen Herrscher, der sein eigenes Königreich zweimal mit fremder Erlaubnis zurückerhalten hatte, war die Wahl des Ortes treffend. Die Bewohner betrachteten den Phou Si seit alters her als Wohnort des Schutzgeistes der Stadt und nannten den Berg ein Abbild eines Lak Mueang – einer heiligen Säule, die die Stadt auf der Erde verankert. Eine schriftliche Erklärung Anuruts ist nicht erhalten, doch Forschende bringen den Bau buddhistischer Reliquiare auf solchen Gipfeln mit der Bekräftigung des Rechts des Königs auf dieses Gebiet in Verbindung.

Anurut behielt den Thron, übergab im Alter die Regierung seinem ältesten Sohn und starb im Jahr eintausendachthundertneunzehn. Seine Stupa wurde zum wichtigsten Heiligtum des Gipfels, doch die Bewohner wandten sich weiterhin auch an die früheren Hüter des Berges.

Damit ist eine örtliche Erzählung von einem tiefen Loch verbunden, das angeblich von hier bis zum Mittelpunkt der Erde führte. Es handelt sich ausdrücklich um eine Legende. Dorfbewohner halfen einem Mönch, in das Loch hinabzusteigen, wo er einen Schatz fand. Sie nahmen den Fund an sich, verschlossen den Ausgang und ließen den Mönch unter der Erde sterben. Mit Hilfe magischer Amulette gelang ihm die Flucht, nachdem er die sieben Wächter des Schatzes überwunden hatte. Als ein ungenannter König von dem Mordversuch erfuhr, verpflichtete er die Schuldigen dazu, abwechselnd alle drei Stunden Trommel, Gong und Becken zu schlagen: Man glaubte, so könnten die Drachen unter dem Berg die Menschen nicht beunruhigen. Die Strafe wurde zu einem städtischen Amt.

Nördlich von That Chomsi steht bis heute ein eigener Trommelpavillon. Eintreten darf nur der ernannte Trommler; die Schläge werden zu festgelegten Zeiten, an buddhistischen Feiertagen, für Bekanntmachungen und in Notfällen ausgeführt. Daneben erhebt sich die einundzwanzig Meter hohe Stupa Anuruts: drei Stufen am Sockel, vier Eckzeichen in Lotusform und vier siebenstufige Bronzesonnenschirme. Das goldene Reliquiar stammt aus dem Jahr eintausendachthundertvier, und die Bewohner führen die Pflicht im benachbarten Pavillon auf die Zeit zurück, als man im Gipfel noch nach einem Eingang in die Unterwelt suchte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort45 Min.
Nächster PunktSakkaline-Straße
Eintrittmit Ticket

Täglich 06:00–18:00; die offizielle Quelle weist auf saisonale Änderungen hin

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Der Aufstieg umfasst 328 Stufen. Tragen Sie bequeme Schuhe, machen Sie Pausen und seien Sie nach Regen besonders vorsichtig; lassen Sie an der Stupa ausreichend Platz zum Beten frei.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Steigen Sie vom Gipfel zu den Reihen von Ziegel- und Holzfassaden hinab.

Stopp 4 von 8Weiter: Sakkaline-Straße

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Die heilige Halbinsel von Luang Prabang“ — 8 Stopps, etwa 2,5 km und 328 Stufen, 4 Std. 15 Min..

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