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Museu do Fado

Museu do Fado

Ein ehemaliges Technikgebäude zeigt, wie sich Interpreten dazu bereitfanden, ihr Handwerk einem Archiv anzuvertrauen.

35 Min.
Das Gebäude des Museu do Fado in Lissabon
69joehawkins · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Zentraler verglaster Bogen
  • Gebäude der ehemaligen Pumpstation
  • Portugiesische Gitarren
  • Verträge und Berufsausweise

Die Geschichte des Ortes

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Fado wurde unter Sängern, Gitarristen, Liedautoren und Inhabern von Fado-Häusern weitergegeben. Im Museu do Fado liegen neben portugiesischen Gitarren Noten, Schallplatten, Bühnenkostüme, Verträge und Berufsausweise. Die Materialien werden im Dokumentationszentrum aufbewahrt, und im Auditorium und in der Schule werden Gesang, portugiesische Gitarre und Gitarrenbegleitung unterrichtet. Der zentrale verglaste Bogen kennzeichnet den Eingang zu Räumen, in denen das Handwerk an Gegenständen sichtbar wird und im Unterricht fortgesetzt werden kann.

Hinter der Fassade mit dem zentralen verglasten Bogen standen einst Dampfpumpen. Im Jahr eintausendachthundertachtundsechzig errichtete die Companhia das Águas de Lisboa hier eine Station, um Wasser aus den Quellen der Alfama in das Reservatório da Verónica zu heben. Nach der Inbetriebnahme der leistungsstärkeren Station Barbadinhos ließ man diese als Reserve stehen und schloss sie in den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. In den neunziger Jahren beauftragte die Stadtverwaltung die Architekten João und José Daniel Santa-Rita damit, die Gebäude für eine neue Einrichtung umzunutzen. Am fünfundzwanzigsten September neunzehnhundertachtundneunzig wurde hier die Casa do Fado e da Guitarra Portuguesa eröffnet – das heutige Museu do Fado.

Die Sammlung musste erst noch zusammengetragen werden, und die größte Schwierigkeit war das Misstrauen der Musiker selbst. Der Sänger Carlos do Carmo, der sich für die Anerkennung des Fado und für die Beteiligung der Interpreten an seiner Bewahrung einsetzte, gehörte von den ersten Phasen an zu den Beratern des Museums. Für ihn war es ein Handwerk, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdiente: Nach dem Tod seines Vaters führte Carlos das Fado-Haus der Familie „Faia“ und trat zugleich als Sänger auf.

Später erinnerte er sich daran, dass viele seiner Kollegen den Wissenschaftlern bei der Gründung des Museums misstrauisch begegneten. Fado wurde unter Sängern, Gitarristen, Liedautoren und Inhabern von Lokalen weitergegeben; die Forscher dagegen kamen mit ihren Katalogen und Begriffen. Carlos do Carmo und die anderen Berater erklärten sich bereit, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Daraufhin übergaben Hunderte von Fachleuten und Amateuren hierher ihre persönlichen Archive: Instrumente, Schallplatten, Noten, Bühnenkostüme, Verträge, Lizenzen und Berufsausweise. Neben den Bühnenkostümen fanden sich Unterlagen, von denen einst die tägliche Arbeit eines Interpreten abhing.

Aus dieser Zusammenarbeit erwuchs die nächste Aufgabe. Mitarbeiter des Museums, Universitätsforscher, Sänger, Gitarristen und Instrumentenbauer bereiteten den Antrag auf Aufnahme des Fado in die Liste des immateriellen UNESCO-Erbes vor. Carlos do Carmo wurde zu einem der Vertreter des Projekts. Lissabon reichte den Antrag im Jahr zweitausendzehn über das Museum ein; im Jahr zweitausendelf wurde der Fado in die Liste aufgenommen, und der hier ausgearbeitete Plan wurde als Vorbild für andere Antragsteller anerkannt.

Der Plan verlangte, die Ausbildung fortzusetzen und die Handwerke zu bewahren, ohne die das Lied nicht existiert. Deshalb befinden sich in der ehemaligen Pumpstation heute eine Dauerausstellung, ein Dokumentationszentrum, ein Auditorium und eine Schule. Hier werden Gesang, portugiesische Gitarre und Gitarrenbegleitung unterrichtet; nicht weit entfernt zeigen Handwerker, wie das Instrument selbst hergestellt wird. In den Museumsschränken liegen die von Musikern übergebenen Verträge und Ausweise, und in den benachbarten Räumen lernen diejenigen, denen die Musiker ihr Handwerk weitergegeben haben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort35 Min.
Nächster PunktIgreja de São Miguel
Eintrittmit Ticket

Geöffnet Dienstag—Sonntag von 10:00 bis 18:00, letzter Einlass um 17:30. Geschlossen am 1. Januar, 1. Mai, 24, 25 und 31. Dezember. Überprüft 2026-06-29.

Geprüft: 29. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Für einen gehaltvollen Besuch im Inneren benötigen Sie zusätzliche Zeit. Wenn Sie das Museum auslassen, betrachten Sie das Gebäude und den nahen Raum, der den Fado mit dem Arbeitsleben am Wasser verbindet.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Beginnen Sie den Rückweg bergauf durch die Straßen von São Miguel zur Pfarrkirche.

Stopp 5 von 7Weiter: Igreja de São Miguel

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Alfama: von Portas do Sol zum Castelo de São Jorge“ — 7 Stopps, 2,3 km, 3 Stunden.

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