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Nationalmuseum für Archäologie, Anthropologie und Geschichte Perus

Museo Nacional de Arqueología, Antropología e Historia del Perú

Auch bekannt als: MNAAHP

An diesem Punkt erfahren Sie, wie archäologische Sammlungen in eine Forschungseinrichtung umgewandelt wurden.

20 Min.
Innenraum des Nationalmuseums für Anthropologie, Archäologie und Geschichte Perus
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Das Mausoleum im Innenhof
  • Archäologische Vitrinen
  • Museumsdepots

Die Geschichte des Ortes

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Hinter der Fassade des Museums, im Innenhof, ist Julio César Tello begraben – Arzt und Archäologe, der sich dafür einsetzte, dass die Altertümer Perus für die Forschung gesammelt würden und nicht zum Handel mit einzelnen schönen Stücken. Bereits im Jahr neunzehnhundertdreizehn warnte er: Denkmäler und Funde gehen täglich durch Plünderungen zugrunde. Nach seiner Vorstellung sollte ein Museum ein Objekt zusammen mit den Informationen bewahren, wo und wie es entdeckt worden war, und dieses Wissen anschließend Forschern, Studierenden und Besuchern vermitteln.

Tello war auf staatliche Ämter und die Lehrtätigkeit an der Universität angewiesen. Im Jahr neunzehnhundertvierundzwanzig übertrug man ihm das Museo de Arqueología Peruana, doch sechs Jahre später setzte die Militärjunta von Luis Sánchez Cerro den Direktor ab, der mit dem früheren Präsidenten verbunden war. Tello verlor das Museum, in dem er Funde sammelte und erforschte, behielt jedoch die Leitung des ihm unterstellten Forschungsinstituts. Über dieses Institut setzte er die Expeditionen und die Bearbeitung der Sammlungen fort.

Im Jahr neunzehnhundertachtunddreißig besuchte Präsident Óscar Benavides das Institut vor dem Panamerikanischen Kongress, dessen Ausrichtung man in Lima vorbereitete. Tello zeigte ihm die Textilien aus Paracas und erwirkte die Genehmigung, für sie ein eigenes Museo de Antropología zu eröffnen. So erhielt seine Forschungsabteilung eigene Säle in Magdalena Vieja.

Die entscheidende Veränderung erfolgte im Jahr neunzehnhundertfünfundvierzig. Präsident Manuel Prado bestätigte eine neue Satzung der nationalen Museen, und Tello übernahm die Leitung des hier eingerichteten Nationalmuseums für Anthropologie und Archäologie. Dorthin brachte man die staatlichen archäologischen Sammlungen aus verschiedenen Einrichtungen Limas. Im folgenden Jahr gliederte man dem Nationalmuseum das Museum der Universität San Marcos an. Unter einem Dach befanden sich mehr als zweiundachtzigtausend Objekte, und neben den Depots und Ausstellungssälen begann man, professionelle Archäologen und Anthropologen auszubilden. Deshalb bleibt ein großer Teil der Arbeit hier den Besuchern verborgen: Funde werden beschrieben, verglichen, bewahrt und erst danach für die Ausstellung ausgewählt.

Tello konnte diese Einrichtung weniger als zwei Jahre lang leiten. Nachdem er an Krebs erkrankt war, schrieb er an Präsident José Luis Bustamante y Rivero und bat ihn, dem Museum staatliche Unterstützung zu sichern. Seiner Schülerin Rebeca Carrión Cachot, die ihm als Direktorin nachfolgen sollte, trug er auf, die Forschungsarbeit zu bewahren. In seinem Testament räumte Tello ein, dass er nicht das gesamte angesammelte Material hatte bearbeiten können, und verlangte die Fortsetzung der Forschungen und Publikationen.

Er starb im Juni neunzehnhundertsiebenundvierzig. Zunächst wurde er auf dem städtischen Friedhof begraben, und ein Jahr später erfüllte man den in seinem Testament festgehaltenen Willen und überführte seine sterblichen Überreste in das Mausoleum im Museumshof.

Bis zum Jahr neunzehnhundertzweiundneunzig blieben die archäologische Sammlung und das benachbarte Nationalmuseum für Geschichte getrennte Einrichtungen. Dann wurden sie vereinigt – daher der heutige lange Name: Nationalmuseum für Archäologie, Anthropologie und Geschichte Perus. In einem Komplex befanden sich die Quinta de los Libertadores, archäologische Depots und das Grab des Mannes, der verfügt hatte, man solle ihn selbst unter den von ihm gesammelten Materialien belassen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktKirche Santa María Magdalena
Eintrittvon außen

Der Hauptkomplex befindet sich seit 28.02.2025 im Umbau; prüfen Sie den aktuellen Zugang zu Sälen und Programmen über die offiziellen Kontakte des Nationalmuseums für Archäologie, Anthropologie und Geschichte Perus.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Verfügbarkeit bestimmter Objekte in der Ausstellung ist nicht garantiert: empfindliche Textilien und wertvolle Stücke können sich im Depot befinden, und ein Museumsbesuch muss gesondert geplant werden.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie vom Museumskomplex hinab zur rosafarbenen Kirche hinter dem Platz.

Stopp 6 von 7Weiter: Kirche Santa María Magdalena

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Das alte Peru und die Befreier in Pueblo Libre“ — 7 Stopps, 2,5 km, 150 Min..

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