Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Überdachtes Marktgebäude
- Verkaufsstände
- Mkunguni-Platz
- Seitliche Durchgänge
Die Geschichte des Ortes
Der Handel ist hier in einem überdachten Gebäude mit Verkaufsständen untergebracht, während sich daneben die seitlichen Durchgänge der Altstadt verzweigen. Nach der Erweiterung gibt es im Inneren mehr als zweihundert Plätze für Verkäufer, obwohl die Räume zuvor für weniger als hundert Verkaufsstände reichten. Noch immer kommen die Menschen hierher, um Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Hausrat zu kaufen; der Markt bewahrt den Strom zwischen dem Hafen und den wichtigsten Straßen der Stadt. Das benachbarte Mkunguni lebt nun anders: Die täglichen Stände sind unter das Dach gezogen, und der Platz bleibt für Versammlungen und Feste.
Der Zentralmarkt von Lamu hat ein genaues Entstehungsjahr an diesem Ort – neunzehnhundertsechsundachtzig. Davor arbeiteten die Händler auf dem Mkunguni-Platz vor dem Fort. In den sechziger und siebziger Jahren fand dort ein offener Markt statt: Die Verkäufer breiteten ihre Waren auf dem Platz aus, und die Käufer kamen von der Anlegestelle, aus den steinernen Vierteln im Norden und aus den ärmeren Gebieten südlich des Forts zu ihnen.
Diese Lage verdankte der Markt der früheren Uferlinie. Mkunguni diente ursprünglich als Anlegeplatz für Boote. Dann gewannen die Bewohner dem Meer einen Landstreifen ab, und der frühere Anlegeplatz lag innerhalb der Stadt. Der Platz behielt seine Verbindung zum Hafen, doch nun führten Landstraßen durch ihn. Für einen Verkäufer war das Entscheidende: Hier trafen Menschen zusammen, die Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Hausrat brauchten.
Zu Beginn der siebziger Jahre leitete der Architekt und Restaurator Usam Ghaidan eine Untersuchung der Altstadt von Lamu. Sein Team ging von Haus zu Haus, maß die Gebäude aus und erfasste Höfe, Durchgänge und öffentliche Räume. Ghaidan setzte sich für eine Ordnung ein, bei der die Bewohner die Altstadt weiterhin nutzen konnten und Neubauten ihre Struktur nicht zerstörten. Im Jahr neunzehnhundertsechsundsiebzig veröffentlichte er die erste ausführliche Studie über Lamu; sie wurde zur Grundlage für den späteren Plan zur Erhaltung der Stadt.
Für den Markt musste eine konkrete Aufgabe gelöst werden. Der Handel ernährte die Verkäufer, nahm aber den wichtigsten offenen Platz ein. Die Stände an den Stadtrand zu verlegen hätte bedeutet, sie vom gewohnten Strom der Käufer abzuschneiden. Deshalb baute man neunzehnhundertsechsundachtzig für die Händler einen eigenen Markt neben Mkunguni und verlegte die Verkaufsstände hierher. Der Platz wurde freigeräumt und gestaltet; die Bewohner erhielten einen Ort für Versammlungen und Feste, während die Verkäufer bei der Anlegestelle und den wichtigsten Straßen der Stadt blieben.
Das Marktgebäude wurde seither bereits umgebaut. Nach der im Juli zweitausendzweiundzwanzig abgeschlossenen Erweiterung kehrten mehr als zweihundert Händler hierher zurück; zuvor reichten die Räume für weniger als hundert Verkaufsstände. Daneben liegt weiterhin Mkunguni, benannt nach dem Mkungu-Baum, dem Indischen Mandelbaum. Auf dem Platz selbst gibt es keine täglichen Marktstände mehr: Ihr Platz ist nun im Zentralmarkt von Lamu.
Praktisch vor Ort
Offizielle touristische Öffnungszeiten wurden nicht veröffentlicht. Die Route ist für den Vormittag geplant, wenn die Wahrscheinlichkeit höher ist, geöffnete Marktstände anzutreffen.
Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Halten Sie sich nicht unnötig vor den Verkaufsständen auf und behindern Sie nicht das Abladen; fragen Sie für eine Nahaufnahme von Ware oder Verkäufer zuerst um Erlaubnis.
