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Hōnen-in

法然院

Diese Station verbindet einen Skandal am Hof mit dem Bau eines Klosters, der mehrere Jahrhunderte später begann.

20 Min.
Moosbewachsenes Tor des Tempels Hōnen-in mit weißen Sandhügeln
lamblukas · CC BY 2.0; cropped/resized for app
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Worauf achten

  • Strohtor
  • Haupthalle
  • Klostergebäude

Die Geschichte des Ortes

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Das heutige Hōnen-in entstand im Jahr sechzehnhundertachtzig auf Veranlassung von Manmu, dem achtunddreißigsten Abt des großen Kyōtoer Klosters Chion-in. Das Shōgunat überließ ihm dieses Grundstück als Ersatz für Land, das dem Gion-Schrein für eine neue Straße abgetreten worden war. Manmu wollte hier eine strenge Stätte für das Nembutsu einrichten – das wiederholte Aussprechen des Namens des Buddha Amida. Das Grundstück wählte man wegen einer Überlieferung, die diesen Hang mit Hōnen verband.

Hōnen war ein Prediger, aus dessen Gemeinschaft die japanische Jōdo-shū hervorging. Er setzte sich dafür ein, dass die Hoffnung auf Erlösung nicht von einer jahrelangen klösterlichen Ausbildung und komplizierten Riten abhing. Ein Mensch konnte Amida mit den Worten „Namu Amida Butsu“ anrufen und auf eine Wiedergeburt im Reinen Land hoffen. Diese Lehre führte Laien zu Hōnen, die zuvor außerhalb des gelehrten Buddhismus geblieben waren.

Der Überlieferung nach vollzogen Hōnen und seine Schüler Jūren und Anraku im Jahr zwölfhundertsechs in Shishigatani ein sechsfaches Lobgebet: Sie teilten den Tag in sechs Teile und beteten in jedem zu Amida. An diesen Gottesdiensten nahmen zwei Hofdamen teil, die dem ehemaligen Kaiser Go-Toba dienten. Später nannte man sie Matsumushi und Suzumushi, doch die Chronik jener Zeit nennt keine Namen – sie tauchten erst mehrere Jahrhunderte später in Erzählungen auf.

Während Go-Tobas Abwesenheit ließen sich die Frauen von Jūren und Anraku die Tonsur erteilen. Die Quellen widersprechen sich sogar darin, wo das entscheidende Treffen stattfand: bei einem Gottesdienst in Shishigatani oder im Palast, wohin die Mönche eingeladen worden waren. Sicher ist die Folge. Die Frauen verließen den Hofdienst, und Go-Toba wertete ihre Tonsur ohne seine Erlaubnis als persönliche Beleidigung. Gegner von Hōnens Gemeinschaft hatten bereits gefordert, die Predigt von Hōnens Gemeinschaft zu verbieten; der Skandal am Hof lieferte den Anlass, die ganze Gruppe zu bestrafen.

Im Jahr zwölfhundertsieben wurden Jūren und Anraku enthauptet. Hōnen wurde seines Mönchsstatus enthoben, erhielt den weltlichen Namen Fujii Motohiko und nach Shikoku verbannt. Erst Ende des Jahres zwölfhundertelf durfte er nach Kyōto zurückkehren; zwei Monate später starb er. Über das weitere Schicksal der Frauen gibt es nur wenige verlässliche Angaben. Eine spätere Überlieferung siedelte sie in einem Frauenkloster auf der Insel Ikuchijima an, wo sie angeblich den Rest ihres Lebens im Gebet verbrachten.

Zur Zeit Manmus war der alte Gebetsort längst verfallen. Mit seiner Wiederherstellung beauftragte er seinen Schüler Ninchō. Bis Mai sechzehnhunderteinundachtzig waren die Halle und der klösterliche Wirtschaftsbereich fertig. Manmu übergab Ninchō siebzehn Regeln für die neue Klosterstätte und starb schon im folgenden Monat. Ninchō wurde der zweite Abt, sammelte Spenden, vollendete das Kloster und führte hier das ununterbrochene Nembutsu-Rezitieren ein, das bis heute bewahrt wird.

Die Hütte aus Hōnens Zeit ist verschwunden. Hinter dem Strohtor stehen die Gebäude, die Manmu und Ninchō im siebzehnten Jahrhundert errichten ließen; in der Haupthalle befinden sich Darstellungen von Amida und Hōnen. Sein Name blieb im Namen des Klosters erhalten, das gebaut wurde, um gerade diese Gebetspraxis an diesen Hang zurückzubringen.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktŌtoyo-jinja
Eintrittvon außen

Das Gelände ist täglich von 6:00–16:00 geöffnet; die Haupthalle ist nur vom 1.–17. April und vom 18.–24. November geöffnet (Eintritt gegen Gebühr)

Geprüft: 22. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Bewahren Sie bei den Tempelbauten und auf dem Friedhof Ruhe. Betrachten Sie Gräber und Gedenksteine aus der Entfernung und betreten Sie nicht die Bereiche hinter den Absperrungen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Gehen Sie nach Süden zur Ōtoyo-Brücke hinab und betreten Sie den kleinen Tempelhof.

Stopp 3 von 8Weiter: Ōtoyo-jinja

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Östliches Kyōto: vom Ginkaku-ji zum Nanzen-ji“ — 8 Stopps, ≈3,8 km, 3 Std..

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