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Togetsukyō-Brücke

渡月橋

Die Überquerung wird das heutige Ausflugsgebiet Arashiyama mit der Umgestaltung eines Güterwegs auf dem Fluss verbinden.

15 Min.
Blick von der Togetsukyō-Brücke in Kyōto auf den Katsura-Fluss und die Berge von Arashiyama, 2016
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Worauf achten

  • Holzgeländer
  • Moderne Stützen
  • Flussbett des Hozu-gawa
  • Hänge von Arashiyama

Die Geschichte des Ortes

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Die Holzgeländer verbergen den modernen tragenden Teil dieser Überquerung: Die heutige Brücke wurde im Jahr neunzehnhundertvierunddreißig nach einer Reihe von Überschwemmungen und Umbauten fertiggestellt. Früher stand die Überquerung etwa hundert Meter weiter flussaufwärts, nahe bei Hōrin-ji, und trug einen anderen Namen; von den früheren Holzbrücken ist nichts erhalten. Das Flussbett des Hozu-gawa führt zwischen den Hängen von Arashiyama hindurch, und am Ufer neben der Brücke beenden die Boote aus der Schlucht ihre Fahrt. In jedem arbeiten drei Personen: Einer führt das Boot mit einer Stange, ein anderer rudert, der dritte hält das Steuer.

Im Frühjahr sechzehnhundertsechs investierte der einundfünfzigjährige Kaufmann Suminokura Ryōi aus Kyōto sein eigenes Geld in diesen Fluss. Er war durch den Seehandel mit Vietnam reich geworden, der japanischen Kaufleuten mit besonderen Urkunden erlaubt wurde, und wollte nun Transporte innerhalb des Landes organisieren. Hinter der Hozu-Schlucht lag Tamba, die Region um das heutige Kameoka: Von dort brachte man Reis, Gemüse, Brennholz und Bauholz nach Kyōto. Baumstämme wurden auf Flößen befördert, doch beladene Boote kamen zwischen Felsen und Untiefen nicht durch. Die übrigen Waren mussten über die Bergstraße geschleppt werden.

Ryōi erhielt die Genehmigung von Tokugawa Ieyasu, dem Oberhaupt der Militärregierung, und räumte in fünf Monaten den Schifffahrtsweg durch die Schlucht frei. Arbeiter sprengten Felsvorsprünge, entfernten Findlinge und vertieften das Flussbett. Die Familie des Kaufmanns bezahlte die Arbeiten und erhielt dafür das Recht, hier Transporte durchzuführen. Ryōi setzte das Vermögen, das er auf fernen Seereisen verdient hatte, für einen Fluss aufs Spiel, auf dem noch kein einziges Frachtboot gefahren war.

Die bloße Räumung reichte nicht aus. Die örtlichen Flößer hatten nicht vor, ihr gewohntes Handwerk zu ändern. Deshalb brachte Ryōi Schiffsbauer und Bootsleute nach Arashiyama, damit sie den Bauern beibrachten, flachbodige Boote zu bauen und sie durch die Stromschnellen zu führen. Die Flößer behielten den Holztransport, und die Einwohner erhielten eine neue Arbeit. Auf dem Hozu-gawa fuhren Boote mit Reis und Waren.

Während derselben Arbeiten verlegte Ryōi die alte Brücke etwa hundert Meter flussabwärts – auf jene Linie, auf der die heutige Togetsukyō-Brücke steht. Eine eigene Erklärung dafür, warum er gerade diese Linie wählte, ist nicht erhalten: Die Dokumente verbinden die Verlegung mit der Umgestaltung des schiffbaren Flussbetts. Zuvor lag die Überquerung weiter flussaufwärts, näher bei Hōrin-ji, und hieß Hōrin-ji-Brücke. Auch Ryōis Holzkonstruktion verschwand nach späteren Überschwemmungen und Umbauten. Heute steht hier eine Brücke, die im Jahr neunzehnhundertvierunddreißig fertiggestellt wurde; das Geländer ließ man aus Holz, den tragenden Teil gestaltete man modern.

Der Name überdauerte all diese Veränderungen. Nach der traditionellen Version gab ihn Ende des dreizehnten Jahrhunderts Kaiser Kameyama – ein ehemaliger Kaiser, der in einer hiesigen Landresidenz lebte. Als er sah, wie der Mond sich über der Brücke von Osten nach Westen bewegte, verglich er ihn mit einem Reisenden, der die Überquerung passiert. So entstand der Name Togetsukyō-Brücke – „die Brücke, über die der Mond hinübergeht“. Historiker in Kyōto warnen, dass es auch andere Versionen zur Herkunft des Namens gibt; deshalb bleibt die Erzählung über Kameyama eine Legende. Die Brücke, die er hätte sehen können, stand weiter flussaufwärts; von ihr blieb der Name erhalten, nicht die Baumstämme.

Ende des neunzehnten Jahrhunderts nahm die Eisenbahn den Bootsleuten die Gütertransporte ab, und sie begannen, Reisende zu befördern. Heute endet die Fahrt auf dem Hozu-gawa an der Togetsukyō-Brücke. In jedem Boot arbeiten drei Personen: Einer stößt mit einer Stange ab, der Zweite arbeitet mit einem Ruder, der Dritte hält das Steuer. Diese Rollen entstanden nach Ryōis Räumungsarbeiten. Ein Passagierboot legt neben der Brücke aus dem Jahr neunzehnhundertvierunddreißig an – an dem Ort, an den der Kaufmann die Überquerung vor mehr als vier Jahrhunderten verlegt hatte.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktTenryū-ji und der Sōgenchi-Garten
Eintrittvon außen

Offene Stadtbrücke; freier Durchgang ohne Ticket. Bleiben Sie auf dem Gehweg und halten Sie sich nicht auf der Fahrbahn auf. Geprüft am 2026-06-30.

Geprüft: 30. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Um die Brücke vollständig zu sehen, betrachten Sie sie zunächst vom Ufer aus; auf der Überquerung selbst sollten Sie sich nicht mitten im Verkehr aufhalten. Vom Wasser und von den verschiedenen Ufern aus wirkt die Silhouette jeweils anders.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Überqueren Sie die Brücke zum Nordufer und gehen Sie die Hauptstraße hinauf zu den Tempeltoren.

Stopp 1 von 6Weiter: Tenryū-ji und der Sōgenchi-Garten

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Arashiyama: Fluss, Gärten und Bambus“ — 6 Stopps, etwa 2 km + Rundwege innerhalb der Gärten, 3–4 Stunden.

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