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Kwai Chai Hong

Kwai Chai Hong

Hier wird deutlich, wie die Anmietung von zehn Häusern zu einer öffentlichen Version der Vergangenheit wurde.

20 Min.
Die Gasse Kwai Chai Hong in Kuala Lumpurs Chinatown.
Slleong · CC0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Rote Holzbrücke
  • Sechs Wandbilder
  • Alte Bretter der Brücke
  • Geschäftshäuser aus der Zeit vor dem Krieg

Die Geschichte des Ortes

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Die rote Holzbrücke führt in einen engen Durchgang zwischen alten Fassaden; dessen kantonesischer Beiname wird als „Gasse der kleinen Teufel“ übersetzt. Eine genaue Erklärung des Namens gibt es nicht: Einige Bewohner brachten ihn mit Kindern in Verbindung, die im Durchgang spielten, andere mit Besuchern von Unterschlüpfen oder einer örtlichen Bande. Sechs Wandbilder beleben das chinesische Viertel der sechziger Jahre: Zu sehen sind ein Barbier, ein Schreiber, Kinder und Händler, die Waren in Körben aus dem zweiten Stock hinablassen. Hinter den Fassaden befinden sich Cafés, Restaurants und Bars, und im Durchgang wechseln von Zeit zu Zeit Kunstinstallationen.

Im Jahr eintausendneunhundertachtzehn – nein, zweitausendachtzehn – schlossen die fünf Gründer des Unternehmens Bai Chuan einen zwölfjährigen Mietvertrag für zehn Geschäftshäuser aus der Zeit vor dem Krieg ab: Sechs lagen an der Jalan Petaling (Chi Chong Kai), vier am Lorong Panggung. Dazwischen lag dieser verlassene Wirtschaftsdurchgang. Der Plan war einfach: die Räume instand setzen, Mieter finden und Einnahmen erzielen.

Die Mitgründerin des Projekts, Shin Chang, gab später zu, dass sich die Idee bereits während der Arbeiten verändert hatte. Besitzer benachbarter Läden und frühere Bewohner erzählten, wie chinesische Familien hier lebten, womit sie handelten und wie sie die Gasse nutzten. Die fünf Unternehmer beschlossen, die Häuser zusammen mit dem wiederhergestellten Durchgang zu vermieten, der Menschen anziehen und sie länger hier halten sollte.

Diese Entscheidung kostete etwa eineinhalb Millionen Ringgit. Ein Zuschuss des städtischen Fonds Think City deckte nur einen kleinen Teil der Ausgaben; den Rest zahlten die Gründer selbst. Die Häuser lagen in einer geschützten historischen Zone: Die Fassaden durften nicht willkürlich verändert werden, alte Elemente mussten erhalten bleiben, und die Materialien mussten mit Fachleuten abgestimmt werden. Innerhalb von sechs Monaten verstärkten Bauarbeiter die zehn Häuser, entfernten unbrauchbare Holzteile und räumten die Gasse frei.

Shin Chang beauftragte fünf örtliche Künstler, hier sechs Szenen aus dem Leben des chinesischen Viertels der sechziger Jahre zu malen. An den Wänden erschienen ein Straßenbarbier, ein Kalligraf, der für nicht alphabetisierte Zuwanderer Briefe verfasste, Kinder und Händler, die Waren in Körben aus dem zweiten Stock hinabließen. Eine Szene widmete man den früheren verruchten Beschäftigungen der Gasse. Chang weigerte sich, sie zugunsten eines anständigen Bildes zu entfernen: Frühere Bewohner erinnerten sich hier sowohl an Spielunterschlüpfe als auch an Trunkenheit und Prostitution. Für die Figuren nahm man die Stimmen professioneller Radioschauspieler auf. Dies ist keine erhaltene Straße der sechziger Jahre, sondern eine im Jahr zweitausendneunzehn geschaffene Erzählung über sie.

Auch der Name stammt aus mündlichen Erinnerungen. Offiziell heißt die Straße Lorong Panggung, und das kantonesische „Kwai Chai Hong“ bedeutet „Gasse der kleinen Teufel“. Es gibt kein Dokument, das den Beinamen erklärt. Nach der verbreitetsten Version nannten Erwachsene so die unruhigen Kinder, die im Durchgang spielten. Andere Bewohner brachten die „Teufel“ mit den Stammgästen der Unterschlüpfe in Verbindung; außerdem gibt es eine Überlieferung über Mitglieder einer örtlichen Bande, die ihr Anführer angeblich mit demselben Wort bezeichnete. Keine Version ist bewiesen, deshalb behielten die Gründer den Beinamen mitsamt seiner Ungewissheit bei.

Im April zweitausendneunzehn öffnete man die Gasse für die Öffentlichkeit. Hinter den wiederhergestellten Fassaden befinden sich nun Cafés, Restaurants und Bars, und dazwischen werden wechselnde Kunstinstallationen eingerichtet. Die rote Brücke am Eingang besteht aus Holz, das bei der Renovierung genau jener zehn Häuser entfernt wurde: Alte Bretter führen in den Durchgang, den die fünf Mieter ursprünglich lediglich gewinnbringend vermieten wollten.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort20 Min.
Nächster PunktSri-Mahamariamman-Tempel
Eintrittvon außen

Täglich 09:00–24:00 laut offizieller Website; Restaurants, Bars und Installationen können abweichen.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Gasse ist schmal und beliebt für Fotoaufnahmen; halten Sie sich nicht auf der kleinen Brücke auf und versperren Sie anderen Besuchern nicht den Weg.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie die Gasse durch den Ausgang zur Jalan Petaling (Chi Chong Kai) und gehen Sie in Richtung des Torbogens des Tempels.

Stopp 2 von 8Weiter: Sri-Mahamariamman-Tempel

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Chinatown von Kuala Lumpur und Pasar Seni: Märkte, Tempel, Gassen“ — 8 Stopps, etwa 1,7 km, 2-3 Stunden.

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