Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Mehrstöckiger Torturm
- Tempeltore
Die Geschichte des Ortes
Hinter dem hohen mehrstöckigen Turm mit den Tempeltoren befindet sich ein Hindu-Heiligtum, dessen heutiges Gebäude im Jahr neunzehnhundertachtundsechzig vollendet und dessen Turm vier Jahre später fertiggestellt wurde. Früher lag der Familientempel näher an der Stelle des künftigen Bahnhofs, dann wurde er hierher verlegt. Lange Zeit gehörte der Altar einer einzigen Familie, bis die Verwandten ihn allen Gläubigen öffneten und ihn den Treuhändern übertrugen. So wurde aus einem privaten Heiligtum ein gemeinsames Heiligtum der tamilischen Stadtgemeinschaft.
Vor Thaipusam waschen die Priester hier die Statue Murugans, schmücken sie und setzen sie auf einen Wagen. Dann zieht die Prozession zu den Batu-Höhlen, etwa fünfzehn Kilometer von hier entfernt, und kehrt einige Tage später zu diesem Tempel zurück. Der Weg zum Heiligtum Murugans beginnt am Altar einer anderen Göttin – Mariamman. So verfügte es schon der Gründer beider Tempel.
K. Thamboosamy Pillai war kein Priester. Er begann als Dolmetscher und Büroangestellter, sein Vermögen verdiente er mit Zinnminen, Bauaufträgen und Handel. Im Jahr achtzehnhundertdreiundsiebzig richtete Pillai für seine Familie ein kleines Heiligtum für Mariamman ein. Das erste Gebäude stand näher an der Stelle, an der später der Bahnhof entstand. Auf das heutige Grundstück verlegte die Familie den Tempel im Jahr achtzehnhundertfünfundachtzig.
Der Name erklärt, warum die Familie gerade ein solches Heiligtum brauchte. „Sri“ und „Maha“ sind Ehrentitel, und das tamilische „amman“ bedeutet „Mutter“. Mariamman ist eine tamilische Muttergöttin, an die man sich für Regen und Schutz vor Fieber, Pocken und anderen epidemischen Krankheiten wandte. Für Menschen, die fern der Heimat eine neue Stadt erschlossen, blieb sie eine vertraute Beschützerin der Familie.
Zu Pillais Lebzeiten war der Tempel ein geschlossenes Familiengut. Er starb im Jahr neunzehnhundertzwei, und Ende der zwanziger Jahre öffneten seine Verwandten das Heiligtum für alle Gläubigen und übertrugen die Verwaltung einem Treuhänderrat. Die Familie gab ihr ausschließliches Recht auf den Altar auf; der älteste Hindu-Tempel Kuala Lumpurs wurde zu einem gemeinsamen Heiligtum der tamilischen Stadtgemeinschaft.
Pillai selbst gründete später das Heiligtum Murugans in den Batu-Höhlen. Der Rat, der diesen Tempel von der Familie erhalten hatte, übernahm mit der Zeit auch die Verwaltung des Höhlentempels. Deshalb fährt der Wagen genau von hier los: Die beiden Heiligtümer sind durch einen Gründer und eine Organisation verbunden.
Das heutige Gebäude wurde im Jahr neunzehnhundertachtundsechzig vollendet, der mehrstöckige Torturm erst vier Jahre später. Von Pillais Familienschrein sind hier keine ursprünglichen Mauern geblieben. Die von ihm geschaffene Verbindung besteht fort: An den Tagen des Thaipusam fährt der Wagen durch diese Tore zu den Batu-Höhlen und kehrt mit Darstellungen Murugans und seiner Begleiterinnen hierher zurück.
Praktisch vor Ort
Üblicherweise 06:00–21:00/21:30 laut aktuellen öffentlichen Verzeichnissen; Gottesdienste und Feiertage können den Zugang verändern.
Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Dies ist ein aktiver Tempel: Ziehen Sie die Schuhe dort aus, wo es angezeigt ist, halten Sie sich von Ritualen fern und fotografieren Sie den Altar nicht ohne Erlaubnis.
