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Adler-Apotheke

Apteka pod Orłem

Ein kleiner Verkaufsraum zeigt, wie aus einem gewöhnlichen Arbeitsplatz ein Zufluchtsort wurde.

15 Min.
Ein niedriges helles Gebäude mit dem Schild „Adler-Apotheke“.
Mister No · CC BY 3.0; cropped/resized for app
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Schau dich zuerst um

Worauf achten

  • Schild „Adler-Apotheke“
  • Apothekenschränke
  • Waagen und Gefäße
  • Foto der Zeremonie

Die Geschichte des Ortes

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Das Wort „Adler“ im Namen bezieht sich auf den geschnitzten Vogel, der einst die Apothekeneinrichtung krönte. Nach der Schließung in den sechziger Jahren wurde die alte Einrichtung zerstört, und die heutigen Schränke, Waagen, Gefäße und die Theke rekonstruierten Museumsmitarbeiter nach Fotografien und Zeugnissen. In dem kleinen Raum arbeitete lange die einzige Apotheke des abgeriegelten Bezirks, an die man sich wegen Medikamenten wandte.

Im März neunzehnhunderteinundvierzig bezogen die deutschen Besatzer die Familienapotheke von Tadeusz Pankiewicz in die Grenzen des Krakauer Ghettos ein. Dem Apotheker wurde befohlen zu gehen, und man bot ihm an, eine Apotheke im Stadtzentrum zu leiten, die einem jüdischen Eigentümer weggenommen worden war. Pankiewicz lehnte ab. Später schrieb er in seinen Erinnerungen ausdrücklich, dass er das Familienvermögen nicht verlieren wollte: Sein Vater Józef besaß das Geschäft seit neunzehnhundertneun, und der Sohn lebte vom Apothekerhandwerk.

Pankiewicz begann, um die Erlaubnis zu kämpfen, bleiben zu dürfen. Sein Antrag wurde von einem deutschen Apothekenberater unterstützt: In dem abgeriegelten Bezirk gab es keine andere Apotheke, und die Beamten fürchteten eine Epidemie. Pankiewicz musste nach den nationalsozialistischen Rassenvorschriften seine nichtjüdische Herkunft nachweisen, ausschließlich nichtjüdische Mitarbeiterinnen einstellen und schriftlich zusichern, dass sie mit den Kunden nur über die Behandlung sprechen würden. Die Erlaubnis wurde jeweils nur für kurze Zeit erteilt und musste immer wieder verlängert werden.

So wurde Pankiewicz der einzige Pole, dem erlaubt wurde, sich ständig im Ghetto aufzuhalten. Nachts schlief er im Bereitschaftszimmer. Seine drei Mitarbeiterinnen gingen mit Arbeitsausweisen durch die Tore; sie brachten Lebensmittel und schwer erhältliche Medikamente, übermittelten Briefe und Nachrichten an Menschen auf beiden Seiten der Mauer. Pankiewicz versteckte Menschen, denen nächtliche Verhaftung oder Deportation drohte. Die Besatzer bestraften solche Hilfe mit dem Tod.

Anfang Juni neunzehnhundertzweiundvierzig führten die Deutschen die erste Massendeportation aus dem Ghetto in das Vernichtungslager Belzec durch. Die Ghettobewohnerin Irena Halpern versuchte, der Verschickung zu entgehen. Pankiewicz versteckte sie in einem besonderen Versteck unter der Apothekentheke, das er bei einem ihm bekannten Tischler in Auftrag gegeben hatte. Irena kam nicht in diesen Transport und überlebte später den Krieg.

Sie blieb mit ihrem Retter in Verbindung und schlug Pankiewicz für die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“ vor. Im Jahr neunzehnhundertdreiundachtzig überreichte ihm ein Vertreter von Yad Vashem die Medaille in einer Wohnung in Krakau. In Jerusalem pflanzte man ihm zu Ehren einen Olivenbaum; ein Foto der Zeremonie wurde Teil der Ausstellung der Apotheke.

Der Name „Unter dem Adler“ entstand durch eine geschnitzte Adlerfigur mit ausgebreiteten Flügeln, die die Apothekeneinrichtung krönte. Auf dem äußeren Schild stand während des Krieges nur: „Apotheke Józef Pankiewicz“. Der vertraute Name wurde erst nach der Einrichtung des Museums an der Fassade angebracht.

Die alte Theke gibt es heute nicht mehr. Nach der Schließung der Apotheke in den sechziger Jahren wurde ihre Einrichtung zerstört, und die heutigen Schränke, Waagen, Gefäße und die Theke rekonstruierten Museumsmitarbeiter nach Fotografien und Zeugnissen. Das Versteck, in dem Irena Halpern eine Razzia abwartete, befand sich in der verlorenen Einrichtung dieses Verkaufsraums.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktEmaillefabrik von Oskar Schindler (Deutsche Emailwarenfabrik)
Eintrittvon außen

Am Tag der Prüfung nannte das Museum of Krakow Mittwoch–Sonntag 09:00-17:00, freien Eintritt am Mittwoch und gesonderte Schließtage; prüfen Sie den aktuellen Zeitplan.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Geschichte dieses Ortes kann man von außen hören, doch das Museum im Inneren erschließt sie ausführlicher. Planen Sie den Besuch gesondert und prüfen Sie die Zugänglichkeit im Voraus; behindern Sie am Eingang weder die Museumsschlange noch den Durchgang.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Verlassen Sie den Platz über die Kącik-Straße und die Eisenbahnunterführung in Richtung Lipowa-Straße.

Stopp 6 von 8Weiter: Emaillefabrik von Oskar Schindler (Deutsche Emailwarenfabrik)

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Podgórze und Zabłocie: von der eigenständigen Stadt zum Museumsviertel“ — 8 Stopps, etwa 3,2 km, 2-3 Stunden.

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