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Pater-Bernatek-Fußgängerbrücke

Kładka Ojca Bernatka

Hier wird deutlich, warum die Verbindung zwischen den beiden Ufern schon vor ihrer Vereinigung zu einer Stadt entstand.

15 Min.
Moderne Fußgängerbrücke mit hängenden Skulpturen über der Weichsel.
Mateusz Giełczyński · CC BY-SA 3.0; cropped/resized for app; ShareAlike applies
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Worauf achten

  • Stahlbogen
  • Steinerne Uferwiderlager
  • Getrennte Beläge

Die Geschichte des Ortes

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Über der Weichsel trägt ein Stahlbogen zwei getrennte Wege, einen für Fußgänger und einen für Fahrräder, und verbindet Kazimierz mit Podgórze. Die steinernen Uferwiderlager darunter sind von der Podgórski-Brücke erhalten, deren hölzerne Brückenspannen die Stadt schließlich abbaute. Die heutige Überquerung gab diesen Widerlagern ihre Aufgabe zurück und verwandelte die Reste des alten Übergangs in eine lebendige Verbindung zwischen zwei Stadtvierteln.

Im Jahr achtzehnhundertfünfunddreißig beschlossen die Senatoren der Freien Stadt Krakau, hier eine feste Brücke zu bauen. Die Weichsel bildete damals die Grenze: An einem Ufer lag Krakau, am anderen die österreichische Stadt Podgórze. Nachdem das Hochwasser die frühere Holzbrücke fortgerissen hatte, mussten die Menschen wieder eine schwimmende Überfahrt benutzen. Österreichische Beamte drängten auf den Bau: Sie brauchten eine Straße von Podgórze zum künftigen Krakauer Bahnhof.

Beide Verwaltungen bildeten eine Baukommission. Für die Zufahrt zum Fluss legten sie die Mostowa-Straße an und durchschnitten dabei den Garten der Barmherzigen Brüder. Im Flussbett errichteten sie steinerne Pfeiler und legten darauf hölzerne Brückenspannen. Im Jahr achtzehnhundertfünfzig eröffnete man die Kaiser-Franz-Joseph-I.-Brücke (Podgórski-Brücke). Die Einwohner bevorzugten den Namen Podgórski-Brücke.

Achtunddreißig Jahre lang blieb sie die einzige feste Überquerung der Weichsel in Krakau. Über sie führte man eine Gasleitung nach Podgórze, und an der Einfahrt von Kazimierz richtete man die Endhaltestelle der ersten städtischen Pferdebahn ein – Wagen, die Pferde über den Hauptmarkt zum Bahnhof zogen. Die Entscheidung zweier Grenzverwaltungen veränderte den alltäglichen Weg ganzer Stadtviertel.

Bis zum Jahr neunzehnhundertfünfundzwanzig erklärte ein Gutachten die Holzteile für gefährlich, und die Stadt schloss die Brücke. Das Geld für einen Ersatz fehlte. Ingenieure errichteten provisorische Brückenspannen und ließen die Menschen wieder hinüber, nun jedoch gegen Gebühr: Die eingenommenen Münzen flossen in den Bau der Piłsudski-Brücke. Als diese fertig war, baute man die alte Überquerung ab. Die Brückenspannen verschwanden im Jahr neunzehnhundertsechsunddreißig, die Pfeiler in der Flussmitte wurden später entfernt. An den Ufern blieben nur die massiven steinernen Widerlager zurück.

Vierundsiebzig Jahre später stützten städtische Bauarbeiter die heutige Stahlkonstruktion auf sie. Im Jahr neunzehnhundertzehn entstand hier wieder eine direkte Verbindung zwischen Kazimierz und Podgórze – mit getrennten Belägen für Fußgänger und Fahrräder.

Der Name der neuen Brücke ist mit den Barmherzigen Brüdern verbunden, durch deren Garten einst die Mostowa-Straße geführt wurde. Laetus Bernatek, Prior der nächstgelegenen Gemeinschaft – also ihr Leiter –, setzte sich für den Bau eines modernen Krankenhauses für Krakau ein. Vor seiner Ernennung zum Prior hatte er die pharmazeutische Abteilung der Universität Wien abgeschlossen und viele Jahre als Apotheker in den Krankenhäusern seines Ordens gearbeitet.

Während Cholera- und Pockenepidemien verwandelte Bernatek das Kloster in ein Infektionskrankenhaus. Danach nahm er ein separates Krankenhausgebäude in Angriff. Die ersten Wohltäter versprachen Geld, doch bald ließ ihre Beteiligung nach. Bernatek nahm Darlehen bei Sparkassen auf und bat den Galizischen Landtag und den Stadtrat um Zuschüsse. Nach neun Jahren wurde das Krankenhaus eröffnet: einhundert Betten, Operationssäle, eine Apotheke, Zentralheizung, Belüftung sowie warmes und kaltes Wasser. Für den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts war das eine seltene Ausstattung.

Obwohl Bernatek auf der Tafel als Pater bezeichnet wird, war er kein Priester: Er studierte Theologie, empfing jedoch keine Weihe. Sein Beruf blieb die Pharmazie. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder an der Trinitarska-Straße nimmt noch immer Patienten auf, nur wenige Häuserblocks von hier entfernt, und unter dem Stahlbogen der Pater-Bernatek-Fußgängerbrücke sind die Uferwiderlager der Podgórski-Brücke erhalten geblieben.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort15 Min.
Nächster PunktMarktplatz von Podgórze
Eintrittvon außen

Offene Fußgänger- und Fahrradbrücke; der Zugang hängt nur von städtischen Arbeiten oder vorübergehenden Sperrungen ab.

Geprüft: 26. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Auf der Brücke sind ständig Fußgänger und Radfahrer unterwegs; deshalb hört es sich am bequemsten am Rand, ohne den Durchgang zu versperren. Alle wichtigen Details sind zugänglich, ohne irgendwo hineingehen zu müssen.

Nächster Schritt

Wie weiter?

Lassen Sie die Weichsel hinter sich und gehen Sie die Brodzińskiego-Straße hinauf zum ehemaligen Stadtmarkt.

Stopp 1 von 8Weiter: Marktplatz von Podgórze

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Podgórze und Zabłocie: von der eigenständigen Stadt zum Museumsviertel“ — 8 Stopps, etwa 3,2 km, 2-3 Stunden.

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