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Kanonenhof

Пушечный двор

Zeigt, was nach dem Brand und der Verlegung der Werkstätten von der militärischen Produktion übrig blieb.

18 Min.
Gebäude und Innenraum des Kanonenhofs im Kasaner Kreml.
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Worauf achten

  • Ostgebäude
  • Innenhof
  • Gießgrube
  • Altes Ziegelmauerwerk

Die Geschichte des Ortes

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Die Festungsmauer schließt diesen Hof zwischen den Gebäuden ein; in einem von ihnen ist altes Ziegelmauerwerk zu sehen. Hier arbeiteten militärische Handwerker: In den Öfen schmolzen sie Metall, in den Schmieden schmiedeten sie Teile, und die Lager bewahrten den Waffenvorrat auf. Unter dem Boden des Ostgebäudes ist eine tiefe Grube erhalten geblieben, in die man die Form zum Gießen eines Kanonenrohrs senkte; heute wird sie im Museum gezeigt. Neben den Werkstätten wohnten die Meister, später bezogen die Zöglinge von Militärschulen die Gebäude.

Im Jahr achtzehnhundertzwölf erhielt der Artillerieoberst Sujew den Befehl, im Kasaner Kreml ein Gießarsenal einzurichten. Mitten im Krieg sollte er eine Ersatzproduktion aufbauen: beschädigte Geschütze annehmen, sie reparieren, neue Kanonen gießen, Lafetten und Munitionskästen herstellen.

Kasan wurde mit Bedacht ausgewählt. Über die sibirischen Straßen brachte man Metall hierher, über die Wolga schwere Lasten und Holz, und im Kreml bestand schon seit dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts ein Artilleriehof mit Öfen, Schmieden und Lagern. Sujew erhielt den Auftrag, die alten Werkstätten umzubauen und an der Festungsmauer ein neues Gebäude zu errichten. Im Jahr achtzehnhundertdreizehn meldete er, dass die Arbeiten abgeschlossen seien.

Die Handwerker standen im Dienst der Militärverwaltung und verdienten ihren Lebensunterhalt als Schmiede, Gießer, Drechsler, Tischler und Stellmacher. Hier befanden sich auch ihre Kasernen und Wohnungen. Alte Kanonen und außer Kurs gesetzte Kupfermünzen schickte man zum Einschmelzen. Aus der gewonnenen Legierung fertigten die Gießer neue Rohre, die übrigen Werkstätten versorgten sie mit Rädern, Beschlägen und Kästen. Innerhalb weniger Jahre verließen Dutzende Geschütze diesen Ort.

Am dritten September achtzehnhundertfünfzehn brach in der Jamskaja-Sloboda ein Brand aus und erreichte innerhalb weniger Stunden den Kreml. In den Artillerieräumen explodierte ein Pulvervorrat; drei Soldaten kamen ums Leben. Aus den wichtigsten Vorräten konnten die Menschen Zinn, Farben, Segeltuch und Weißblech sowie die Kasse und die Dokumente hinausbringen. Die erst kürzlich errichteten Werkstätten und Kasernen brannten aus, von der Schmiede blieb eine beschädigte steinerne Hülle zurück.

Der neue Kommandant des Arsenals, der Artillerieoberstleutnant Fürst Semjon Baratajew, setzte sich für die Wiederaufnahme des Gießens ein. Er brachte Werkstätten, Kasernen und einen Speicher in Stadthäusern an der damaligen Nowo-Gorschetschnaja-Straße unter, verteilte die Schmiede auf die erhaltenen Schmieden und schickte das gerettete Eigentum in Schuppen auf dem Arsker Feld. Sechsundneunzig Meister, Gesellen und Lehrlinge setzten ihren Dienst fort, doch die Kanonenproduktion verließ diesen Kremlhof. Die ausgebrannten Gebäude übergab man später militärischen Kantonnisten – Soldatenkindern, die der Staat für den Militärdienst ausbildete – und richtete sie anschließend für eine Junkerschule her.

Eine unmittelbare Spur der früheren Arbeit fand man erst bei der Restaurierung: Unter dem Boden des Ostgebäudes wurde eine etwa vier Meter tiefe Gießgrube mit Mauerwerk aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert freigelegt. In eine solche Grube senkte man die senkrechte Form für das künftige Kanonenrohr. Heute befindet sie sich im Museum. Sujews Kanonen gibt es hier nicht mehr; der Name Kanonenhof ist über den Gebäuden geblieben, in denen sie gegossen, repariert und gelagert wurden.

Praktisch vor Ort

Zeit am Ort18 Min.
Nächster PunktKul-Scharif-Moschee
EintrittHof kostenlos; Museum mit Eintrittskarte

Der Hof ist zu den Öffnungszeiten des Geländes zugänglich; das Museum des Kanonenhofs richtet sich nach dem Museumsfahrplan.

Geprüft: kein Datum angegeben. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.

Die Gießgrube und die technischen Funde sind möglicherweise nur innerhalb der Ausstellung zugänglich; ohne einen gesonderten Besuch können Sie den Hof und die Gebäude besichtigen.

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Stopp 7 von 8Weiter: Kul-Scharif-Moschee

Route beendet

Spaziergang abgeschlossen

„Kasaner Kreml: Festung und zwei Glaubensrichtungen“ — 8 Stopps, etwa 1 km, 2 Std. 45 Min..

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