Schau dich zuerst um
Worauf achten
- Hirschgehege
- Tempel von Gorakhnath
- Darstellung der Füße des Yogis
- Skulptur von Matsyendranath
Die Geschichte des Ortes
Die Paduka, ein Zeichen der Verehrung der Füße eines Yogis, wird im Tempel von Gorakhnath im Wald Sleshmantak aufbewahrt. Der heutige Schrein am Hang bei der Bagmati wird dem achtzehnten Jahrhundert zugerechnet. Neben der Paduka steht eine Skulptur von Matsyendranath. Die Füße stehen für den Schüler, die Skulptur für seinen Lehrer; beide Zeichen sind unter einem Dach vereint.
Mrigasthali bedeutet „Ort der Hirsche“. So nennt man einen Teil des Waldes Sleshmantak am Hang über der Bagmati. Einer örtlichen Überlieferung zufolge versteckten sich Shiva und Parvati hier in Gestalt von Hirschen. Wegen dieser Überlieferung hält man Hirsche noch heute in einem eingezäunten Teil des Waldes.
Am selben Hang steht der Tempel von Gorakhnath. Auch seine örtliche Geschichte gilt als Überlieferung; nepalesische Chroniken erzählen sie in mehreren Fassungen. In einer shivaitischen Fassung kam Gorakhnath, ein wandernder Yogi und Schüler von Matsyendranath, in das Tal, um Almosen zu erbitten. Von diesen Almosen hing die Nahrung des Asketen ab, doch die Bewohner erkannten den Gast nicht und gaben ihm nichts.
Der erzürnte Gorakhnath fesselte neun Nagas – Schlangengeister, die über den Regen geboten – und setzte sich genau hier in Mrigasthali auf sie, um zu meditieren. Der Regen hörte auf. Der Überlieferung nach dauerte die Dürre zwölf Jahre: Die Ernten gingen zugrunde, und dem Tal drohte eine Hungersnot.
Der Herrscher Narendradeva berief einen Rat ein, um die Ursache des Unglücks herauszufinden. Der buddhistische Lehrer Bandhudatta erklärte, wen der Yogi unter sich festhielt, und schlug vor, den einzigen Menschen herzubringen, vor dem Gorakhnath gewiss aufstehen würde: seinen Lehrer Matsyendranath, den man in Nepal häufiger Matsyendranath nennt.
Narendradeva und Bandhudatta machten sich auf den Weg zu ihm nach Kamarupa, einem Gebiet im heutigen Assam. Als der Lehrer im Tal eintraf, erhob sich Gorakhnath, um ihm zu huldigen. Die Nagas wurden frei, und der Regen kehrte zurück. Narendradeva stiftete zu Ehren von Matsyendranath eine jährliche Wagenprozession; sie wird bis heute in Lalitpur als Fest des Roten Matsyendranath abgehalten.
Der heutige Tempel von Gorakhnath stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert. Im Inneren wird eine Paduka aufbewahrt – eine verehrte Darstellung der Füße des Yogis –, und daneben steht eine Skulptur von Matsyendranath. Der Schüler ist durch jene Füße dargestellt, auf denen er sich bei der Ankunft des Lehrers erhob; der Lehrer blieb neben ihm im selben Schrein.
Praktisch vor Ort
Der Wald ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich; Yogis können den Zugang zum Ashram beschränken.
Geprüft: 17. Juni 2026. Prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle.Gehen Sie auf dem unebenen Boden vorsichtig, nähern Sie sich Affen mit Essen nicht und betreten Sie Rückzugsorte nicht ohne Einladung. Prüfen Sie nach Regen vor dem Aufstieg den Zustand des Weges.
